Unterschlupf und Nistmöglichkeit

Michael Posawec, Bauernobmann Franz Pletschacher, Max Winklmair und Alfons Baumgartner (von links) pflanzten mit vielen weiteren Helfern die Feldhecke. Eder

Grassau –. Mit einer mehrstündigen Pflanzaktion am Maschtlhof pflanzte Bauernobmann Franz Pletschacher in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband und mit Unterstützung des Landesbunds für Vogelschutz eine zweireihige Feldhecke in die freie Landschaft.

Diese soll Unterschlupf und Nistmöglichkeit für Insekten bieten.

Große Wiesenflächen prägen die Landschaft. Oftmals ohne Unterbrechung und Zwischenhecken. Auf diesen Flächen gibt es für Insekten, aber auch Niederwild keinerlei Rückzugsmöglichkeiten und außerhalb der Blühzeiten keine Nahrung. Der Lebensraum der Insekten wird dadurch eingeschränkt. Pletschacher hatte sich deshalb überlegt eine Feldhecke mit heimischen Gehölzern als Beitrag für aktive Förderung der Artenvielfalt zu pflanzen. Unterstützung fand er beim Landschaftspflegeverband. Geschäftsstellenleiter Carsten Voigt wählte die Feldgehölze aus und leitete die Pflanzaktion. Mit Unterstützung fleißiger Jugendlicher wurde dann die zweireihige Feldhecke bestehend aus Heckenkirsche, Schneeball, Faulbaum, Pfaffenhütchen, Traubenkirsche, Holunder, Schlehe, Sauerdorn und Weißdorn eingesetzt. Zwischen den Sträuchern wurden Eberesche und Vogelbeer-Bäume gepflanzt.

Auch der Kreisvorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz, Franz Weiß, half bei der Aktion. Weiß wünschte sich, diese Art des Artenschutzes noch mehr Landwirte folgen werden und wieder mehr Feldhecken als Lebensraum für Vögel und Insekten entstehen. Pletschacher betonte, dass die Pflanzung von Feldhecken und Gehölzen ein guter bäuerlicher Beitrag sei, um verschwundene artenreiche Feldraine und blühende Hecken auszugleichen. Diese Hecken bieten zudem Nahrung für Wildbienen und Vögel in der nahrungsarmen Übergangszeit. So wurden neben der Hecke auch zwei Eichen auf der Weide gepflanzt, die später einmal den grasenden Kühen Schatten spenden können. „Gerade jetzt, wo Bauern für mehr Anerkennung demonstrieren, ist es wichtig auch von bäuerlicher Seite mit solchen Aktionen einen aktiven Beitrag zum Artenschutz zu leisten“, meinte Pletschacher. Aber auch die Garteninhaber seien gefordert und sollten wieder mehr naturnahe Gartenpflege betreiben, möglichst auf künstliche Düngung verzichten sowie auf eine kleine „wilde“ Ecke für Insekten achten. tb

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