Unsichere Reisebusse auf der A8 aus dem Verkehr gezogen

Bei einer groß angelegte Kontrolle des gewerbsmäßigen, grenzüberschreitenden Personenverkehrs mit Reisebussen auf der A8 bei Siegsdorf hat die Polizei am vergangenen Freitag 22 Fahrzeuge, beziehungsweise deren Fahrer, beanstanden müssen. Nahezu alle stammen aus dem südosteuropäischen Raum.

Traunstein - Innerhalb von sechs Stunden kontrollierten rund 60 Einsatzkräfte von 18 verschiedenen Dienststellen an einer autobahnnahen Kontrollstelle bei Siegsdorf 40 Reisebusse. "Das ernüchternde Ergebnis dieser Kontrollaktion - die Trefferquote lag bei 55 Prozent - zeigt die Erfordernis solcher Maßnahmen sehr deutlich", so Polizeisprecher Jürgen Thalmeier. Insgesamt waren in 22 Fällen die kontrollierten Fahrzeuge beziehungsweise deren Fahrer zu beanstanden. "Darunter waren 16 Busse aus dem südosteuropäischen Raum, zwei aus München und einer aus Traunstein", sagte Thalmeier auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung.

Bei fast allen Bussen waren verschiedene Übertretungen gleichzeitig vorhanden. Neben Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie dem Genehmigungsverfahren wurden auch technische Mängel an Lenkung, Bremsen, Bereifung und tragenden Rahmenteilen sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt.

Für fünf Busse

war die Reise an der Kontrollstelle beendet

Für fünf Busse war die Reise an der Kontrollstelle beendet. Aufgrund gravierender technischer Mängel konnte die Weiterfahrt dieser Fahrzeuge nicht gestattet werden. Einer dieser Busse hatte an tragenden Teilen so starke Durchrostungen, dass ihn Gutachter vor Ort sofort aus dem Verkehr gezogen haben. Gegen einige Busfahrer werden zollrechtliche Ermittlungen (zum Beispiel im Rahmen von Schwarzarbeit, Mindestlohn) geführt. Ein weiterer Fahrer wurde ohne gültige Fahrerlaubnis festgestellt. Zur Sicherstellung der zu erwartenden Straf- und Bußgeldverfahren wurde von den Einsatzkräften vor Ort ein Gesamtbetrag von rund 15000 Euro einbehalten.

An der gemeinsamen behörden- und grenzüberschreitenden Kontrollaktion, unter der Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, beteiligten sich die Regierung von Oberbayern, das Hauptzollamt Rosenheim, das Bundesamt für Güterverkehr, Vertreter der Landespolizeidirektionen Salzburg, Kärnten und Steiermark sowie Polizeikräfte aus den Polizeiverbänden München, Schwaben Nord, Oberbayern Nord, Oberbayern Süd und der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Betreuung und Versorgung der Kontrollkräfte erfolgte dankenswerterweise durch den ortsansässigen Malteser Hilfsdienst. re

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