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Drei Jahre produziert

Mehr als nur Models vor der Kamera: Bernau stellt sich in neuem Imagefilm vor

Auch ein Blick auf den Seiser Hof mit der Seiser Alm gehört zum neuen Imagefilm der Gemeinde Bernau. re
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Auch ein Blick auf den Seiser Hof mit der Seiser Alm gehört zum neuen Imagefilm der Gemeinde Bernau.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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In gut 90 Sekunden präsentiert sich die Gemeinde Bernau von ihren schönsten Seiten. Die dortige Tourist-Info hat einen neuen Imagefilm für die Kommune produzieren lassen. Ein langwieriges Vorhaben, auch durch die vergangenen beiden Jahre.

Bernau – Etwa drei Jahre habe es von der Konzeption des Filmes bis zum fertigen Schnitt gebraucht, berichtet Claudia Rieling, stellvertretende Leiterin der Bernauer Tourist-Info. Schuld daran sei auch die Coronapandemie gewesen. Einige Aufnahmen waren deswegen schon in der Zeit vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland im Kasten gewesen. Während der Beschränkungen durch die Verbreitung des Virus wollte man jedoch nicht drehen, auch Bilder von Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung hätten nicht zu einem Imagefilm für Bernau gepasst. Im Sommer und Herbst folgten die letzten Aufnahmen für den 90-Sekünder.

Nicht nur Models, auch Bernauer im Film

Als Oberthema für diesen hat sich die Tourist-Info das Thema Zeit ausgesucht. Denn: „Es geht um Erholung, um schöne Momente, darum, gemeinsam Zeit zu verbringen“, schildert Rieling, warum man sich für diesen Aspekt entschieden hat, der immer wieder vom Off-Sprecher des Filmes ins Spiel gebracht wird. Zu sehen gibt es im Film viel von Bernaus Umgebung: die Berge, den Chiemsee. Das soll unter anderem herausarbeiten, dass die Gemeinde davon profitiert, dass beide von Bernau aus gut erreichbar seien, berichtet Claudia Rieling.

Und es geht auch um die Menschen in Bernau selbst. Auch ein Grund, warum man sich entschieden habe, nicht nur Models zu casten, die aber auch im Film zu sehen sind. Unter den Einheimischen wiederum: Eine Hackbrettspielerin, ein Kletterer im alpinen Umfeld, aber auch Chiemseefischer, wie sie auf dem Gewässer ihr Netz einholen. In Bernau gebe es viele, die für solche Sachen offen seien und sich für die Aufnahmen zur Verfügung gestellt hätten. Aber: „Man muss auch Glück haben und manchmal auch ganz persönliche Kontakte bemühen“, sagt Claudia Rieling.

Eine andere Art von Arbeit

Mit diesen zu arbeiten, sei nicht kompliziert, aber anders, wie Max Berger von der Traunsteiner Produktionsfirma Spreadfilms schildert. Bei dieser hatte Bernau seinen Imagefilm in Auftrag gegeben. „Der Laie beginnt automatisch, etwas zu spielen“, sagt Berger. Dies sei aber nicht gewollt, da die Filmemacher diese Bernauer Protagonisten vor der Linse ja gerade natürlich zeigen wollen, so, wie sie auch in Bernau auftreten. Bergers Trick: „Ich gebe den Leuten immer Arbeitsaufträge, die aus seinem normalen Umfeld kommen.“

Und: Er muss die Laien-Darsteller anhalten, nicht direkt in die Kamera zu blicken. „Vergiss uns einfach!“, ruft er ihnen oft zu, um dies zu erreichen. „Es ist eine andere Art von Arbeit, aber nicht weniger spannend“, sagt er über den Umgang mit jenen, die nicht gelernt haben, wie man sich vor der Kamera gibt.

Großer Brocken Logistik

Die größere Herausforderung für das Team von Spreadfilms sei hingegen gewesen, die Produktion in Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten zu bringen. Dabei geht es vor allem um das Timing, den Zeitpunkt, zur passenden Tageszeit, das passende Motiv einzufangen. Denn im Sommer, wenn die Attraktionen und rund um Bernau gut besucht sind, seien schwerlich ruhige Momente einzufangen.

Aber letztendlich gehört so oder so ein großer Brocken Logistik zur Filmproduktion: Dabei geht es um Drehpläne, um die Termine der Models, welche im Film ebenso im Einsatz waren, und auch um den richtigen Moment mit dem richtigen Licht. Und nebenbei waren auch die Filmaufnahmen nicht immer nur auf der grünen Wiese statt: Für die Aufnahmen des Bergsteigers brauchte es genauso alpinerfahrene Kameraleute wie Experten für Unterwasseraufnahmen bei den Chiemseefischern.

Bereit sein, neu zu denken

Dass sich das Vorhaben durch Corona über drei Jahre hinweg gezogen hat, beschreibt Max Berger dabei weniger als Problem, denn als Inspiration. „Gerade bei Langzeitprojekten muss man auch bereit sein, loszulassen und neu zu denken“, sagt er. Heraus kam dabei unter anderem eine neue Idee für den Off-Text, ein neues Wording, wie es im Sprech des Filmemachers heißt.

Dieser sei am Ende nicht einfach darauf bedacht gewesen, Bernau als touristisches Ziel zu preisen, sondern die Vielfalt zu zeigen, welche die Gemeinde bietet. Heraus kamen jene eher poetisch anmutenden Zeilen, die der Zuschauer im Hintergrund hören kann, und welche am Schluss im Satz münden: „Genieße deine Zeit in Bernau am Chiemsee.“

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