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Hochwasser und Hirschauer Bucht

Umweltminister Thorsten Glauber (FW) diskutiert in Traunstein über regionale Umweltprobleme

Die drohende Verlandungssituation im Achendelta und in der Hirschauer Bucht am Chiemsee brachte Hans Langbauer im Gespräch mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (rechts) und Andrea Wittmann, Bundestagskandidatin der Freien Wähler, zur Sprache.
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Die drohende Verlandungssituation im Achendelta und in der Hirschauer Bucht am Chiemsee brachte Hans Langbauer im Gespräch mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (rechts) und Andrea Wittmann, Bundestagskandidatin der Freien Wähler, zur Sprache.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Mit regionalen Umweltthemen „vom Chiemsee bis zum Königsee“ und der Frage, wo die Bürger der Schuh drückt, setzte sich Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) in Traunstein auseinander.

Traunstein - Organisiert worden war die landkreisübergreifende Veranstaltung von Andrea Wittmann aus Truchtlaching, Bundestagskandidatin der Freien Wähler.

Wie sich verbuschte Almweiden am Hochgerngipfel wieder reaktivieren lassen und damit die Artenvielfalt fördern und eine Birkhuhn-Population unterstützen, stellte Almbewirtschafter Christian Tegethoff aus Unterwössen Umweltminister Glauber beim Treffen im Bräustüberl des Hofbräuhauses in Traunstein vor.

Großes Lob für Bergmähder-Projekt

Bei der Präsentation des Projekts „Almen und Bergmähder zwischen Hochgern und Achental“ stimmte ihn zuversichtlich, dass der Minister einem geplanten Hubschraubereinsatz zum Gerätetransport in dem unbefahrbaren Gebiet nicht grundsätzlich ablehnend gegenübersteht. „Sie sind ein Naturschützer reinsten Wassers mit Vorbildfunktion“ attestierte Glauber dem Initiator der Almbauern-Initiative.

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Das Spannungsfeld von Gewerbeflächen und den für den Klimaschutz bedeutsamen Waldflächen schnitt Claudia Lahr aus Traunstein am Beispiel des Haidforstes an. Hans Becher wiederum kritisierte, dass für die Erweiterung der Berufsschule III an der Schnepfenluckstraße in Traunstein samt neuen Parkflächen eine größere Grünfläche versiegelt werde.

Glauber hielt dem entgegen, dass insgesamt vier Ministerien mit dem Thema Wald befasst seien. Überdies könne sich ein Landkreis angesichts starker überregionaler Konzentrationsentwicklungen glücklich schätzen, über eigene Berufsschulen vor Ort zur Qualifizierung künftiger Fachkräfte.

Nachverdichtung oft problematisch

In der Diskussion über die Probleme der baulichen Nachverdichtung und notwendiger Baugesetzänderungen hob Glauber hervor, dass die Gesetzeslage dem Stadt- oder Gemeinderat bereits jetzt viele Möglichkeiten zur Gestaltung eröffne.

Befürchtungen vor einer „drastischen Verschärfung der Hochwassersituation“ in einem Überschwemmungsgebiet der Weißen Traun in Siegsdorf brachte Birgit Marzell zur Sprache. Sie verwies auf die aktuelle Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich „Spitzacker Mitte“. Ein Investor aus Übersee will dort auf rund 8000 Quadratmetern 60 neue Wohneinheiten samt Tiefgaragen errichten. Glauber versprach, der Sache nachzugehen.

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Probleme mit dem aktuellen Restwasserleitfaden des Bayerischen Landesamts für Umwelt für die Betreiber kleinerer Wasserkraftwerke brachte Mühlenbesitzer Hans Gfaller aus Traunstein zur Sprache.

Die darin festgelegten höheren Werte für Restwasser, also nicht energetisch genutzter Wassermengen, die am Kraftwerk vorbeigeleitet werden, würden Wasserkraftbetreiber zu zeitweisen Stilllegungen zwingen und deshalb in ihrer Existenz gefährden. Glauber erklärte dazu, dass der aktuelle Leitfaden „komplett eingestampft und neu aufgelegt“ werden soll.

Zukunftsszenario Wasserstoff?

Neben ausführlichen Diskussionen zur Nutzung von Wasserstoff als neue Energiequelle machte sich der bayerische Umweltminister auch mit der Verlandungs-Situation am Chiemsee vertraut. Hans Langbauer aus Grabenstätt schilderte ausführlich die Lage im Achendelta und in der Hirschauer Bucht.

Dort verhindern aus seiner Sicht Naturschutzrichtlinien und ein Kompetenzgerangel zwischen Gemeinde und Behörden ein zielgerichtetes Ausbaggern des abgelagerten Geschiebes aus der Tiroler Ache. „Dessen Nutzung würde einige Kieswerke im Umkreis überflüssig machen“, so Langbauer. Minister Glauber nahm auch hier Unterlagen zur Klärung der Beurteilung in seinem Haus mit.

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