Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Steigende Nachfrage nach Holzpellets

Umsatzplus: Biomassehof Achental in Grassau profitiert vom Trend zu nachhaltiger Energie

An der Nordseite der bestehenden Lagerhalle in Grassau herrscht rege Montagetätigkeit für den Bau einer weiteren Verladeanlage.
+
An der Nordseite der bestehenden Lagerhalle in Grassau herrscht rege Montagetätigkeit für den Bau einer weiteren Verladeanlage.

Die Energiewende und die Kohlenstoffdioxid-Abgabe verleihen dem Kommunalen Unternehmen ungebrochen Rückenwind. Zehn Prozent mehr Umsatz steht eine weiterhin steigende Nachfrage gegenüber, wie Geschäftsführer Wolfgang Wimmer auf der Gesellschafterversammlung berichtete.

Grassau – 9,8 Prozent mehr Umsatz verzeichnete der Biomassehof Achental im vergangenen Jahr. Dies ging aus dem Rechenschaftsbericht von Geschäftsführer Wolfgang Wimmer hervor. Er erläuterte die aktuellen Zahlen aus dem Brennstoffhandel mit Energieholz und der Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Laut Wimmer sei die Umsatzsteigerung beachtlich, denn viele Kunden seien aufgrund der Vorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Betriebsablauf sehr eingeschränkt gewesen oder hätten über Monate schließen müssen. Die Nachfrage nach Holzpellets und Hackschnitzel sei konstant vorhanden und habe über viele Neuanlagen gesteigert werden können.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Chiemgau

Immer mehr an Bedeutung gewinnen laut Mitteilung der regionale Bezug und die Qualität der Produkte. Wimmer habe in der Versammlung auf die Zunahme von neuen Heizungsanlagen zur Energieholznutzung hingewiesen und erläutert, dass die Bundes- und Landesfördermittel zum Einbau oder Austausch einer Heizungsanlage sich nach wie vor auf hohem Niveau befänden. Auch werde der Anschluss an ein Fernwärmenetz inzwischen mit bis zu 45 Prozent der anrechenbaren Kosten gefördert. Voraussetzung hierfür sei, dass die Wärmebereitstellung überwiegend aus erneuerbaren Quellen erfolgt.

Außerdem sei zum Jahresbeginn das Emissionshandelssystem in Deutschland auch für den Bereich Wärme gestartet. „Für den Ausstoß einer Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2) wird seitdem eine Abgabe von 25 Euro fällig, welche in den nächsten Jahren steigt“, wird Wimmer zitiert. Das mache nachwachsende Energierohstoffe wie Holz umso interessanter.

So ergebe sich ein klimaneutraler Ausgleich, wie der Geschäftsführer den Anwesenden vorrechnet: „In einem Kubikmeter Holz sind etwa 917 Kilo CO2 gebunden.“ Doch irgendwann werde das CO2 wieder freigesetzt, egal ob der Baum nun im Wald umfalle und verrotte oder ob sein Holz für Energiezwecke verbrannt werde.

Späne und Hackschnitzel sind die Basis für die Pelletsproduktion

Bei der Pelletproduktion lägen die bayerischen Produzenten bei einer Jahresmenge von rund 750 000 Tonnen und damit etwa bei einem Drittel der in Deutschland erzeugten Pellets vorne. Laut Wimmer könne diese Menge durchaus noch gesteigert werden, Er sagte: „Die in den Sägewerken anfallenden Späne und Hackschnitzel sind die Basis für die Pelletproduktion. Ihre Verfügbarkeit ist so hoch, dass die Anzahl der Pelletfeuerungen weiter ausgebaut werden kann.“

Biomassehof investiert in weitere Kapazitäten

Zur Verladung der Holzpellets in die betriebseigenen Lkw-Silofahrzeuge betreibt der Biomassehof am Standort in Grassau bereits eine Anlage mit einer Förderleistung von bis zu 80 Tonnen Pellets pro Stunde. Um die zukünftige Nachfrage bedienen zu können, die Verladezeit zu reduzieren und die Betriebssicherheit zu erhöhen, habe sich die Gesellschaft für die Investition einer zweiten Anlage entschieden. Kürzlich sei mit dem Bau einer zusätzlichen Verladeeinheit begonnen worden. Diese entstehe an der Nordseite der bestehenden Lagerhalle und werde in Kürze seinen Betrieb aufnehmen. Wimmer bezeichnete die Investition als wichtigen Schritt, um die Versorgungssicherheit der Region zu gewährleisten und das Unternehmen für die Zukunft aufzustellen. re

Mehr zum Thema

Kommentare