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FURCHT VOR „HEIMLICHER SCHLIEßUNG“

Umbaupläne für Bahnübergang Bernau-Wiedendorf in Arbeit

Spätestens an diesem Schild ist Schluss und die Radfahrer müssen wieder umdrehen.
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Spätestens an diesem Schild ist Schluss und die Radfahrer müssen wieder umdrehen.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Manch Bernauer befürchtet schon eine „heimliche Schließung“, Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) dagegen rechnet eher mit einer kostspieligen Angelegenheit bei der Sanierung Details sollen weitere Gespräche zwischen Deutscher Bahn und Gemeinde Bernau bringen.

Bernau – Seit Herbst 2019 ist der Bahnübergang auf Höhe Wiedendorf/Hittenkirchen an der Strecke München-Salzburg gesperrt. Auf Anfrage erklärte eine Bahnsprecherin, dass weitere Abstimmungsgespräche mit der Gemeinde Bernau notwendig seien. Die Landwirte, Fußgänger und Radfahrer müssen also noch einige Zeit den Umweg über den 900 Meter entfernten benachbarten Bahnübergang in Kauf nehmen.

Seit eineinhalb Jahren gesperrt

Der Bahnübergang in Weisham ist seit knapp einem dreiviertel Jahr fertig umgebaut. Nach wie vor nicht passierbar ist der Nachbarbahnübergang im Bereich Wiedendorf. „Dieser wurde im Herbst 2019 im Zuge der Umbau-Arbeiten am elektronischen Stellwerk Prien gesperrt“, erklärte die Bahnsprecherin.

Weitere Abstimmungen mit der Gemeinde Bernau erforderlich

Die Gemeinde Bernau sei von der Bahn vergangenes Jahr informiert worden, dass hinsichtlich der Änderung der Kreuzung auf Höhe Wiedendorf weitere Abstimmungen erforderlich werden. Diese Gespräche sollen in den kommenden Monaten stattfinden.

Beliebter Radweg zwischen Prien und Bernau betroffen

Der Radweg ist eine beliebte und wichtige Radfahrverbindung zwischen Prien und Bernau. Kurz vor Beginn der nächsten Radl-Saison stehen die Zeichen beim Bahnübergang auf Höhe Wiedendorf also noch auf Rot. Doch berichtet die Bahnsprecherin, dass im vergangenen Sommer „unserer Beobachtung nach“ die Ausweichstrecke gut angenommen worden sei.

Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) erklärt auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung, dass die Kosten für den Umbau an diesem Bahnübergang noch nicht auf dem Tisch lägen. Die Regierung müsse für die Bahn noch eine Wirtschaftlichkeitsprüfung machen. Sie rechnet damit, dass der Erhalt kostspielig sein wird.

Bahn kann den Übergang nicht heimlich schließen

Befürchtungen aus der Bevölkerung, der Bahnübergang Wiedendorf könne „heimlich“ geschlossen werden, entkräftet Biebl-Daiber: „Wenn die Bahn einen Bahnübergang schließen möchte, muss ein Verfahren eingeleitet werden und an dem müssen dann auch alle Betroffenen, die den Bahnübergang nutzen, sich beteiligen und Einspruch erheben können.“ Dies beträfe zum Beispiel die Landwirte von Wiedendorf und Weisham.

Bürgermeisterin machte Bedeutung für die Landwirte deutlich

Sie habe vergangenes Jahr in Gesprächen mit der Deutschen Bahn die Bedeutung des Bahnübergangs Wiedendorf für die Landwirte betont. Im Sommer habe ein Gespräch mit allen Betroffenen stattgefunden.

Trotz Mehrkosten wollte der vorherige Gemeinderat beide Bahnübergänge erhalten

Der „alte“ Gemeinderat hatte sich wie berichtet grundsätzlich dafür ausgesprochen, beide Bahnübergänge zu erhalten. In seiner Sitzung vor neun Jahren ließ sich das Gremium nicht von 60.000 Euro Mehrkosten abschrecken, die der Erhalt beider Bahnübergänge anstelle nur jenes in Weisham kostet. Wie die jetzige Finanzkalkulation und die Meinung der Mehrheit des neu gewählten Gemeinderats ist, das ist aktuell noch nicht diskutiert worden.

Signalanlagen und Straßen erneuert

Von Herbst 2019 bis Mai 2020 war die Deutsche Bahn AG bereits tätig. Laut Bahnsprecherin seien die Signalanlagen der drei Bahnübergänge an der Harrasserstraße in Prien, in Weisham im Gemeindegebiet von Bernau und an der Eichetstraße in Grassau zwischen Bahnhof Prien und Rottau erneuert und in die erweiterte elektronische Stellwerkstechnik in Prien eingebunden worden. Die Straßen seien an den Übergängen verbreitert worden. „Die Restarbeiten werden heur Ende des Frühjahrs abgeschlossen sein“, so die Sprecherin.

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