Übesee: Imitation von Wahlplakat wird als Verspottung empfunden – Harsche Kritik der Bürger

Die Danksagung der GfÜ: Zufall oder Häme? vom Dorp

Für Empörung in der Gemeinde sorgte jetzt ein auf Facebook veröffentlichtes Foto von GfÜ-Gemeinderat Stefan Haneberg, mit dem er den abgewählten Bürgermeister Marc Nitschke verunglimpfte. Zufall oder bewusste Häme?

Übersee – Wie teilweise in anderen Gemeinden war auch in Übersee der Wahlkampf mit der Bürgermeister-Stichwahl vor einer guten Woche noch nicht beendet. Zum Hintergrund: Bürgermeister Nitschke hatte vor der Bürgermeisterstichwahl ein Wahlplakat fertigen lassen, das ihn mit seinem kleinen Sohn im Arm auf dem „Kreuzbichl“ am Westerbuchberg zeigt. Das Haneberg-Foto auf der offiziellen GfÜ-Facebook-Seite präsentiert ihn nach der Wahl mit seiner jugendlichen Tochter, das am gleichen Ort und in der gleichen Position gemacht wurde.

Die zahlreichen Kommentare hierzu reichten von „unglaublich“, über „unerträgliche Überheblichkeit und Geschmacklosigkeit“ bis hin zu „und sowas nennt sich Gemeinderat. Pfui Teufel“. Der wiedergewählte CSU-Gemeinderat Marco Ehrenleitner meinte ironisch: „So legt man den Grundstein für eine konstruktive Zusammenarbeit in der Zukunft.“

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Wie berichtet, hatte die neue Wählergruppe „Gemeinsam für Übersee“ (GfÜ) nicht nur ihren Bürgermeisterkandidaten Eberhard Bauerdick mit 51,75 Prozent gegenüber CSU-Amtsinhaber Marc Nitschke (48,25 Prozent) durchgebracht, sondern auch die meisten Sitze im künftigen Gemeinderat gewonnen. Umso unverständlicher ist jetzt die Aktion von GfÜ-Sprecher Haneberg.

Empört reagierte auch Nitschke als Betroffener. „Nach dem unsäglichen Kampf der letzten Jahre im Gemeinderat und der Hetzkampagne, die die GfÜ über Monate gegen mich geführt hat, ist dies jetzt unterste Schublade. In erschreckender Weise offenbart sich damit auch persönlicher Hass“, sagte er wörtlich gegenüber unserer Zeitung. Da das Foto auf der offiziellen GfÜ-Seite eingestellt war, sieht Nitschke hier auch eine Gesamtverantwortung der Gruppierung, „die ansonsten bei jeder Gelegenheit eine soziale Kompetenz für sich in Anspruch nimmt.“

Trotzdem plädiert der Noch-Bürgermeister für einen fairen Umgang miteinander. Dies erfordere nach seinen Worten schon der menschliche und politische Anstand. vd

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