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NACH DER WAHL KOMMT DIE ARBEIT

Übersees neuer Bürgermeister: Diesen Projekten will sich Herbert Strauch als erstes widmen

Der neue Bürgermeister Herbert Strauch an seinem neuen Arbeitsplatz im Überseer Rathaus.
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Der neue Bürgermeister Herbert Strauch an seinem neuen Arbeitsplatz im Überseer Rathaus.
  • VonBärbel vom Dorp
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Der neue Bürgermeister Herbert Strauch zeigt sich kurz nach der Wahl „überglücklich und einfach nur froh, dass jetzt alles vorbei ist“. Inzwischen hat er seinen neuen Arbeitsplatz im Rathaus bezogen. Als dringendstes Projekt will er sich nicht nur um die Entwicklung des ehemaligen Deutz-Geländes kümmern.

Übersee – Übersee hat einen neuen Bürgermeister. Wer glaubte, der Wahlausgang am vergangenen Sonntagabend würde „eine klare Sache“ werden, der irrte. Die Stimmenauszählung geriet zu einem kleinen Krimi, und erst um 19.30 Uhr stand Herbert Strauch von der Freien Bürgerliste (FBL) als Sieger fest. Er gewann 51,55 Prozent der Stimmen, seine Mitbewerberin Brigitte Stahl (CSU) erreichte 48,45 Prozent.

Nervosität stieg gegen Wahlende

Am Tag nach der Wahl zeigte sich Strauch erleichtert: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so knapp wird“, gab er unumwunden zu. Er sei auch ganz entspannt am Wahltag gewesen, gegen Ende sei er im Wahllokal nervös geworden.

Lange mussten die beiden Kandidaten bei der Auszählung ein Kopf-an-Kopf-Rennen aushalten. In einem der fünf Wahlbezirke hatte Stahl sogar 54,5 Prozent der Wähler für sich gewinnen können. Strauch holte Mehrheiten in den anderen vier Wahlbezirken, höchstens aber nur 54,15 Prozent.

Brigitte Stahl mit dem Ergebnis vom „Kaltstart“ zufrieden

Am Ende zeigte sich Stahl als faire Verliererin. „Ich wäre zwar gerne Bürgermeisterin geworden, aber für einen Kaltstart als Politneuling bin ich nicht unzufrieden mit dem relativ guten Ergebnis.“ Strauch war nach eigenen Worten „überglücklich und einfach nur froh, dass jetzt alles vorbei ist.“ Über den Wahlerfolg seiner Konkurrentin konnte er nur mutmaßen. „Vielleicht weil sie unbelastet und unvoreingenommen ist.“

Die übliche Wahlparty musste zwar wegen Corona ausfallen, aber man traf sich doch in kleinstem Kreis und Corona-konform zu einem Umtrunk auf dem Pausenhof der Schule. Auch Strauchs Kinder – 7, 8 und 12 Jahre alt – feierten mit.

Gleich in der Früh an den neuen Arbeitsplatz gestürzt

Inzwischen hat der frisch gebackene Neu-Bürgermeister am Montag schon seinen ersten Arbeitstag absolviert. Gleich in der Früh hat sich Strauch an seinem neuen Arbeitsplatz im Rathaus in die Arbeit gestürzt. Auf dem Programm stand als Erstes die Übernahme der Amtsgeschäfte von Margarete Winnichner (Die Grünen), die die Gemeinde bis zur Wahl kommissarisch geführt hatte. Es folgte eine Videokonferenz mit dem Kreisverband des Bayerischen Städtetages zu allgemeinen Themen. Dann standen Gespräche und Vorbereitungen zur nächsten Bauausschusssitzung in wenigen Tagen an.

Bisherige Ämter werden neu vergeben

Am Donnerstag wird Strauch in der Gemeinderatssitzung zum Ersten Bürgermeister vereidigt. Gleichzeitig werden seine bisherigen Ämter als Dritter Bürgermeister und als Gemeinderat neu vergeben. In der kommenden Woche will er sich dann bei allen gemeindlichen Stellen, wie Kindergarten und Bauhof, als neuer Chef vorstellen.

Mit der neuen Konstellation wird das „Bauunternehmen Strauch“ Geschichte sein. Zwar werden alle noch laufenden Aufträge in gewohnter Weise abgewickelt, aber neue Aufträge erledigt ab sofort sein Nachfolger. Florian Egart übernimmt die Firma samt Inventar und firmt sie mit seinem eigenen Namen.

Deutz-Gelände hat Priorität

Als dringendstes Projekt will sich der neue Rathauschef intensiv der Entwicklung des ehemaligen Deutz-Geländes widmen. Hier sieht er Potentiale für die Lösung vieler Zukunftsthemen, wie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und auch die lang ersehnte Einrichtung für Senioren. Auch dem Endlos-Thema „Chiemsee Ufer“ misst er eine vorrangige Bedeutung zu, ebenso wie der Planung und Neuorientierung rund ums alte Rathaus.

Ziel: Soziales Miteinander vertiefen

Als Daueraufgabe für seine gesamte Amtszeit sieht Strauch die Vertiefung des sozialen Miteinanders. „Wer sich ehrenamtlich für Kinder und Jugend, für Kultur und Gesellschaft einbringt und soziales Engagement zeigt, soll eine einheitliche und dauerhafte Förderung und Unterstützung der Gemeinde erhalten.“

Sein Wunsch sei es, den Umgang miteinander, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt im Ort auszubauen. Dazu möchte er bei Entscheidungen aller Art möglichst viele Betroffene mit ins Boot holen.

Strauch will seine Nichtwähler für sich gewinnen

Ein besonderes Anliegen ist es dem frisch gebackenen Bürgermeister, die rund 48 Prozent der Bürger, die ihn nicht gewählt haben, für sich zu gewinnen. Das will er durch eine gute, parteiunabhängige und transparente Arbeit erreichen.

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