„Lieder zum Mitsingen, Nachsingen und Nachdenken“

Überseer Musiker Simon Berger macht in der Corona-Krise Mut

Auf der Bühne der Theaterstrickerei Grabenstätt spielten im Oktober 2019 (von links) Anita Rottenkolber, Rosa Karger und Simon Berger.
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Auf der Bühne der Theaterstrickerei Grabenstätt spielten im Oktober 2019 (von links) Anita Rottenkolber, Rosa Karger und Simon Berger.
  • vonMarkus Müller
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Erst vor rund drei Jahren hat ihr gemeinsamer künstlerischer Werdegang begonnen, doch aus der südostbayerischen Volksmusikszene sind Simon Berger aus Übersee und Rosa Karger aus der Holledau schon längst nicht mehr wegzudenken.

Übersee – Als Duo „Rosa und Simon“ haben sie allein in der Grabenstätter Theater-Strickerei schon viermal ihre Zuhörer mit echter Volksmusik, Couplets, Gstanzlsingen auf Zuruf, Stimmenimitationen und Witzen begeistert und dabei eine Lachsalve nach der anderen gezündet.

Unnachahmlich wie sich die beiden Improvisationskünstler, die wie gemacht sind für die Bühne, die musikalisch-gesanglichen und kabarettistischen Bälle nach Belieben zuspielten. Auch heuer hätten sie gerne ihre Liebe zur boarischen Musik, Sprache und Heimat mit ihrer stetig wachsenden Fangemeinde geteilt, doch die Corona-Krise vereitelte dies zumeist.

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Dass die Entzugserscheinungen auf beiden Seiten groß sind, ist klar, denn zum Jahresende stehen nur zwei gemeinsame Aufritte zu Buche, einer als „Rosa und Simon“ und ein weiterer als „Hopfberg-Trio“, das im Frühjahr vergangenen Jahres ins Leben gerufen wurde. Dieses setzt sich zusammen aus Berger, Karger und deren kongenial singenden Kollegin Anita Rottenkolber, ebenfalls aus der Holledau, die in der Theater-Strickerei zweimal als Überraschungsgast mit ihnen auf der Kleinkunstbühne stand.

In Ermangelung von Auftritten haben die drei nun all ihre Energie in ihre unlängst erschienene erste gemeinsame CD mit dem vielsagenden Titel „Irgendwann geht’s dann los“ gesteckt. „Lieder zum Mitsingen, Nachsingen und Nachdenken, eine Überraschung und was ganz Neues sind dabei“, so Karger. Inhaltvolle Texte vereinen sich mit schönen Melodien und auch wenn man der Volksmusik treu bleibe, habe man bewusst modernere Elemente mit aufgenommen. „Wir wollen mit dieser Scheibe unseren Mitmenschen eine Freude bereiten und ihnen in diesen schweren Zeiten Mut machen“, so der leidenschaftliche Ziachspieler und Gstanzlsänger Berger, der die aussagekräftigen und meist mit einem guten Schuss Humor versehenen Texte schreibt.

Mit viel Kreativität und Feingefühl vertont werden die Lieder von Karger, die am liebsten temperamentvoll Couplets singt und sich dabei selbst mit der Gitarre begleitet.

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