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Krieger- und Soldatenkameradschaft

Schicksal von zwei vermissten Soldaten aus Übersee aufgeklärt

Ein altes Grabkreuz liegt in einem von Efeu überwucherten Grab.
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Hobbyforscher Wolfgang Pichler hat das Schicksal von vermissten Soldaten aus Übersee aufgeklärt. (Symbolbild)

Hobbyforscher Wolfgang Pichler widmete sich dem Schicksal von vermissten und gefallenen Soldaten aus Übersee im Zweiten Weltkrieg. Wie sehr dieses Thema noch interessiert, zeigt die wachsende Mitgliederzahl der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Übersee.

Übersee – Kontinuität herrschte bei den Neuwahlen in der Jahresversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Übersee-Feldwies im „Gasthof Hinterwirt“. Alle Vorstandschaftsmitglieder um Vereinschef Josef Stecher wurden einstimmig wiedergewählt. Ansonsten beherrschten die Corona bedingten Einschränkungen die Sitzung. Einen beeindruckenden Vortrag über die Vermissten und Toten des Zweiten Weltkrieges in Übersee hielt Hobbyforscher, Wolfgang Pichler.

Todesumstände der Soldaten aufgeklärt

Pichler ist hauptberuflich als Koch im Traunsteiner Krankenhaus tätig. In einer mehr als einjährigen kontinuierlichen Kleinstarbeit gelang es ihm, anhand von Gräberkarteikarten und Unterlagen der Gräberfürsorge des deutschen Volksbundes, des Roten Kreuzes und des Bundesarchivs in Berlin, Wissenswertes über die Todesursachen und -umstände sowie die Grabstellen von 263 Überseer Soldaten zu erforschen. Auch sei der Verbleib von zwei bisher vermissten Soldaten aufgeklärt worden.

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Seine Nachforschungen sind Teil einer Ausstellung des Arbeitskreises „Heimatgeschichte“ und der Ortsheimatpflegerin Annemarie Kneissl-Metz über die Kriegs- und Nachkriegszeit, die ab 1. November in der Schulaula zu sehen sein wird.

Da im vergangenen Jahr die Jahresversammlung wegen der Pandemie ausgefallen war, handelte der Vorstand vor diesem Vortrag zwei Jahre ab. Inzwischen ist der Verein auf rund 120 Mitglieder angewachsen.

Wie Schriftführer Karl Maresch berichtete, musste die in Übersee vorgesehene Gauversammlung 2020 sowie die Gauwallfahrt nach Maria Eck und die Kampenwand-Gedenkfeier ebenso abgesagt werden, wie das Gedenken am Kriegerdenkmal. Lediglich zwei Winterstammtische, die Gau-Vorstandssitzung, die Mai-Andacht am Kriegerdenkmal sowie die Teilnahme am Fronleichnams- und Erntedankfest konnten in abgespeckter Form stattfinden.

Mageres Ergebnis der Sammlung wegen Corona

Das ungewohnt magere Ergebnis der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge von 631 Euro war laut Maresch ebenfalls den Corona-Einschränkungen zuzuschreiben.

„Auch in diesem Jahr hatte uns die Pandemie noch fest im Griff“, so der Schriftführer. „Alle traditionellen Veranstaltungen mussten daher entfallen.“ Aufgrund der teilweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Mai konnte dann wenigstens die Maiandacht am Kriegerdenkmal mit Diakon Heiko Jung abgehalten werden. Kassier Thomas Stecher präsentierte in seinen Finanzberichten zufriedenstellende Überschüsse. Für die Kontinuität des Vereins sprachen die langjährigen Mitgliedschaften von Gerhard Gerstl und Engelbert Steiner (beide 40 Jahre) und Sepp Trummer senior (50 Jahre).

Mitglieder sollen sich aktiver einbringen

Die wiedergewählten Vorstände Josef Stecher (rechts) und Michael Weissenbacher (links) beglückwünschen Gerhard Gerstl (Zweiter von links) und Engelbert Steiner (Zweiter von rechts) für ihre 40-jährigen Mitgliedschaften.

Ein leichtes Amt als Wahlleiter bei den Neuwahlen hatte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Martin Metz. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden erster Vorstand Sepp Stecher, zweiter Vorstand Michael Weissenbacher, Kassenwart Thomas Stecher, Schriftführer Karl Maresch, Fahnenjunker Josef Filippi und sein Fahnenbegleiter Simon Stecher. Beisitzer wurden Sepp Utzmeier, Wolfgang Lindlacher, Georg Aberger und Wolfgang Pichler.

Der wiedergewählte Vorstand Stecher drückte abschließend den Wunsch aus, dass sich künftig mehr Mitglieder bei den Vereinsaktivitäten engagieren.

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