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Camper für Tourismus wichtig

Übersee: Mehr Übernachtungen trotz Corona

Rund 60 Prozent der Urlaubsgäste bewegen sich in Übersee mit E-Bikes oder Fahrrädern fort.
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Rund 60 Prozent der Urlaubsgäste bewegen sich in Übersee mit E-Bikes oder Fahrrädern fort.

Die Gemeinde Übersee bilanziert für 2020 einen touristischen Jahresumsatz von 12,3 Millionen Euro.

ÜberseeTrotz der Corona bedingten Einschränkungen im Tourismus gab es im vergangenen Jahr in der Gemeinde Übersee 4,6 Prozent mehr Übernachtungen als 2019. Diese gute Nachricht verkündete Mike Wielandner, Leiter der Überseer Tourist-Info, auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. In Zahlen: Die Beherbergungsbetriebe registrierten insgesamt rund 203 000 Übernachtungen in 2020, knapp 9000 mehr als im Vorjahr.

Allerdings kamen mit knapp 45 000 Personen um 14 Prozent weniger Gäste als im Jahr zuvor.

Campingbereich spielte große Rolle

„Seit Längerem ergibt sich aus dieser Statistik erstmals wieder ein Anstieg der Aufenthaltsdauer“, freute sich der Tourismus-Chef. „Waren es 2019 noch 3,7 Tage pro Gast, so blieben die Gäste 2020 durchschnittlich 4,5 Tage bei uns.“

Vor allem der Campingbereich habe im vergangenen Jahr wieder eine große Rolle gespielt. „Von den Übernachtungszahlen fielen etwa 64 Prozent und bei den Gästen 65 Prozent auf die Camper“, so Wielandner. 2020 gab es in Übersee 92 Betriebe, davon 71 privat – bis einschließlich neun Betten – geführt, 768 Betten (235 privat) sowie vier Campingbetriebe mit insgesamt 428 Stellplätzen.

„Wenn man davon ausgeht, dass die Touristik- und Dauercamper sowie die Reisemobilisten durchschnittliche Tagesausgaben von 40,20 Euro haben und diese im Bettenbereich im Schnitt bei 96,70 Euro liegen, dann hatte Übersee 2020 einen touristischen Jahresumsatz von 12,3 Millionen Euro“, so der Tourist-Infoleiter. Dabei seien die Umsätze der Tagestouristen noch nicht mitgerechnet.

Neue Strecke für den Badebus

Für diese Saison gab er in Sachen des Badebusses eine Neuerung bekannt. So soll in einem Testlauf die Strecke vom Bahnhof bis zum Strandbad um die Haltestellen „Gröben“ und „Almdorado“ erweitert werden. Der Betrieb des Shuttles startet am 4. Juni, und dann immer freitags, samstags, sonntags und am Feiertag.

In diesem Zusammenhang sprach Wielandner von einer Zukunftsvision. Übersee soll als ein Urlaubsort bekanntgemacht werden, in dem das Auto stehenbleiben kann, „weil es aufgrund der guten Infrastruktur einfach nicht gebraucht wird“.

Netzwerk soll gebildet werden

Die Bahnanbindung mit eigener Station, die Chiemseeringlinie, die Achentallinie, der Orts- beziehungsweise Badeshuttlebus, ein Autoverleiher, zwei Fahrradverleiher, eventuell künftig auch E-Roller könnten ein Netzwerk bilden, mit dem sich der Gast vor allem im Ort, aber auch darüber hinaus bewegen kann.

Mit diesen Möglichkeiten könnte das Auto während des kompletten Aufenthaltes beim Gastgeber stehen bleiben oder die Gäste sogar ohne eigenes Auto anreisen. Laut Wielandner seien zwei Drittel dieses Zieles bereits erreicht, da über 60 Prozent der Gäste Camper sind, die ihre Caravans und Wohnwagen stehen lassen und sich mit E-Bikes, Rädern und Rollern fortbewegen.

Über touristische Entwicklung erfreut

Erfreut über die touristische Entwicklung äußerte sich Übersees neuer Bürgermeister Herbert Strauch (FBL). „Die steigenden Übernachtungszahlen zeigen uns, dass wir in Übersee gute Übernachtungsangebote in allen Formen haben und als Luftkurort touristisch attraktiv sind.“

Die Gemeinde sei sehr daran interessiert, den Urlaubsgästen aber auch den Tagestouristen gleichermaßen einen geordneten Zugang zum Seeufer zu ermöglichen. „Daher stehe ich auch hinter dem Badebus, wenn er auch aufgrund der wenigen Fahrgäste in der Vergangenheit von den Einheimischen oft belächelt und infrage gestellt wurde“, sagte Strauch unserer Zeitung. „Da sich auch das Nutzungsverhalten ständig ändert, werden wir für die Besucherlenkung am Chiemseestrand nie die perfekte Lösung haben.“

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