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SCHLITTENHUNDERENNEN IN INZELL

Übernachtet wird im Biwak

Schlittenhunderennen werden in den nächsten Tagen wieder in Inzell ausgetragen. Die Rennleitung übernimmt erneut Wolfgang Fehringer (links) aus Inzell.  bih
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Schlittenhunderennen werden in den nächsten Tagen wieder in Inzell ausgetragen. Die Rennleitung übernimmt erneut Wolfgang Fehringer (links) aus Inzell. bih

Die Entscheidung ist gefallen, das große Inzeller Schlittenhunde-Wochenende kann stattfinden: „Die Trailverhältnisse sind optimal“, sagte Hauptorganisator Wolfgang Fehringer vom ausrichtenden Verein Schlittenhundesport Bayern (SSB). „Wir freuen uns wieder auf ein schönes Event.“

Inzell – Die Schlittenhunde-rennen in der Chiemgauer Wintersportmetropole erhalten in dieser Saison ein neues Format: Es gibt Bewerbe über die Mittel- und die Langdistanzen. An drei Tagen geht es von Freitag, 2., bis Sonntag, 4. Februar, über sogenannte Longtrails bis zu 30 Kilometern und 1000 Höhenmetern sowie die Mitteldistanzen mit rund 23 Kilometern Länge und 800 Höhenmetern. Gespanne aller Klassen von zwei bis zu zehn Hunden werden am Start erwartet. Jene „Musher“ oder Lenker, die sich für die langen Trails angemeldet haben, übernachten im Wald-Biwak außerhalb des Ortes.

Vier Veranstalter aus Tschechien, der Schweiz, Deutschland und Österreich haben 2016 eine Vier-Länder-Schlittenhunde-Challenge gegründet. Ein Wettbewerb der Serie „The Ultimate Sleddog Challenge“ ist in Inzell.

Die Rennen sind seit Montag gesichert, die SSB-Vorstandschaft entschied, sie durchzuführen. „Die Schneelage ist perfekt, und die Wettervorhersagen zum Wochenende versprechen noch mehr Weiß von oben“, sagt Fehringer. Die Klassen werden „reinrassig“ und „offen“ getrennt gewertet, das Teilnehmerfeld ist auf 100 Gespanne mit bis zu zehn Hunden limitiert. Diese Grenze wird – laut aktueller Anmeldungen – wohl erreicht. Neu ist das „Canicross“, also das reine Laufen mit Hund. Tourengeher und Gäste sind willkommen. Die Strecken führen über das Inzeller Loipennetz sowie im Wald auf präparierten Forststraßen mit alpinem Profil.

Kein finanzielles Risiko mehr

„Wir haben überlegt, nach wie vor alle Distanzen und Klassen im Sprint und der Langdistanz anzubieten. Aber da bekommen wir rasch über 20 Kategorien zusammen. Das macht mit bis zu 200 Startern vor allem die Zeitnahme unglaublich schwierig und unübersichtlich. Deshalb haben wir uns nun dazu entschlossen, ein reines Langdistanz-Rennen zu organisieren“, informiert Wolfgang Fehringer. Würde in Inzell erneut ein Renn-Wochenende mit allen Klassen stattfinden, wäre der Umfang jener der Europameisterschaft vom Februar 2017 ähnlich. Entsprechend groß wäre der Aufwand und durch den Rückzug von Robert Öttl aus dem Orga-Team des SC Weißbach nach der EM zusätzlich erschwert. Tritt dann das bei einer Freiluft-Veranstaltung immer mögliche „Worst Case“-Szenario ein – kein Schnee – bleiben der Veranstalter und alle, die damit zu tun haben, auf den Kosten sitzen. „Das kann man heutzutage fast nicht mehr riskieren“, so Fehringer.

Seit 2005 finden in Inzell die beliebten Rennen statt. Eine Promi-Schlittenhunde-Fahrt mit Anni Friesinger und Hape Kerkeling wirkte als Dosenöffner.

Die Gemeinde Inzell, die Touristik-GmbH, der Bauhof, die Vereine, die Campingplatz-Betreiber und viele Helfer sind nach wie vor fest in die Schlittenhunde-Tage am Fuße des Falkensteins eingebunden. Bei den geplanten Langdistanz-Rennen kommen größere Schlitten mit Biwak-Ausrüstung zum Einsatz: Sie wiegen maximal 70 Kilo, also bis zu sieben Kilo pro Hund. Der „Musher“ hat eine vorgeschriebene Mindestausstattung mit Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher mit Topf, Schneeanker, Erste-Hilfe-Set, Stirnlampe, Notleine, Reservekleidung, Hundefutter und vielem mehr ordentlich im Distanzschlitten verstaut. Sprintschlitten sind nicht zugelassen. Empfohlen werden Sonnenbrille und -creme, WC-Papier, ein kleines Handtuch, warme Getränke und Traubenzucker. Die Schlitten und die komplette Ausrüstung werden den Zuschauern am Renn-Wochenende präsentiert und erläutert: „Mal eine ganz neue Dimension unseres Sports“, freut sich Wolfgang Fehringer.

„Wir bieten wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm an, vor allem für Kinder interessant“, sagt Sabine Klein aus Piding, Kassiererin und Mitorganisatorin beim SSB.

Wichtig ist dem heimischen Team vor allem Zuschauerfreundlichkeit: „Wir wollen offen bleiben, ein Sport zum Anfassen“, so Fehringer, der mit seiner Frau Christa seit fast 20 Jahren in den Sport involviert ist. Aktuell haben sie selbst acht Schlittenhunde.

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