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Vortrag von Siegi Götze im voll besetzten Rimstinger Pfarrheim

Über Lichtmess gestern und heute

Den Vortrag von Siegi Götze (sitzend) umrahmte ein Quartett aus Rimsting und Gollenshausen musikalisch.  Foto thümmler
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Den Vortrag von Siegi Götze (sitzend) umrahmte ein Quartett aus Rimsting und Gollenshausen musikalisch. Foto thümmler

Rimsting - Mariä Lichtmess am 2. Februar sei früher ein wichtiger Tag gewesen und "rot" im Kalender gestanden, sagte Siegi Götze, bekannter Kulturpfleger für Tracht und Sitte im Chiemgau, bei seinem Vortrag "Lichtmess gestern und heute", einer gemeinsamen Veranstaltung von Pfarrei und Trachtenverein im voll besetzten Rimstinger Pfarrheim.

Bei musikalischer Umrahmung durch die Rimstinger Hausmusikgruppe Hofmeier, einer Gesangsgruppe aus Rimsting und Gollenshausen, wurde den Zuhörern viel Interessantes über die kirchliche Entstehung sowie die weltlichen und besonders bäuerlichen Bräuche um diesen Tag vermittelt.

Maria Lichtmess sei bis 1912 sogar ein offizieller Feiertag gewesen. Nach diesem Tag habe die Arbeit der Bauern nach der Winterpause wieder begonnen. Maria Lichtmess werde 40 Tage nach Weihnachten begangen. Die katholische Kirche feiere damit das Fest der Darstellung des Herrn, im Volksmund früher auch unter der Bezeichnung "Maria Reinigung" bekannt, so Götze.

An Lichtmess seien besonders auch die Kerzen im Mittelpunkt gestanden. Die Gläubigen brachten den Jahresbedarf für den häuslichen Gebrauch zur Segnung in die Kirche, wusste der Referent zu berichten.

Eine besondere Bedeutung habe Lichtmess für Knechte und Mägde gehabt, weil zu diesem Zeitpunkt der Dienstherr gewechselt worden sei. Götze erinnerte dabei auch an das Wort "Schlenggeln", das früher in der Regel drei Tage dauerte und oft der einzige Urlaub zwischen den Dienstzeiten bei zwei Arbeitgebern gewesen sei.

Götze würzte seinen Vortrag mit humorvollen Anekdoten und Geschichten um die Lichtmesszeit, auch über die darüber entstandenen Wetterregeln.

Die Rimstinger Sänger konnten nicht auftreten, weil zwei Mitglieder des Quartetts verhindert waren. Dafür hatte sich eine neue Gesangsgruppe gebildet mit den zwei Rimstinger Sängern Markus Dettendorfer und Hannes Ettenhuber sowie dessen Schwestern Marianne Graf und Monika Schartner. Sie waren früher als Ettenhuber Dreigesang aus Gollenshausen sehr bekannt. th

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