MUSEUM IM LOCKDOWN

Trotz Pandemie: 32.000 Besucher im Naturkunde-Museum Siegsdorf

Das Museum geht bei der Wiedereröffnung mit einer neuen Ausstellung „Sternenstaub Krsitalle an den Start.
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Das Museum geht bei der Wiedereröffnung mit einer neuen Ausstellung „Sternenstaub Krsitalle an den Start.
  • vonFranz Krammer
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Die Beliebte Siegsdorfer Einrichtung mit dem großen Mammut m Eingangsbereich bleibt wegen der Pandemie bis Ostern geschlossen. Nichtsdestotrotz freut man sich über zahlreiche Besucher im vergangenen Sommer und arbeitet hinter den Kulissen an einer neuen Ausstellung.

Siegsdorf – Das Naturkunde-und-Mammut-Museum in Siegsdorf bleibt bis zu den Osterferien geschlossen. Darauf einigten sich die Gemeinde und die Verantwortlichen des Museums um Dr. Robert Darga, nachdem klar wurde, dass auch in den nächsten Monaten ein Betrieb ohne Besucherbeschränkungen im Museum nicht möglich sein wird.

Förderverein steht hinter Museum

In den Sommermonaten konnte man dank des engagierten und zeitaufwendigen Einsatzes der Belegschaft und des vielfältig nutzbaren „SteinZeitGarten“ die Besucher einigermaßen lenken und während der Wartezeiten bis zum Eintritt ins Museum beschäftigen. Derzeit machen aber die Auflagen und Abstandsregeln, die nur knapp 40 Personen gleichzeitig im Museum erlauben, und ein winterbedingt geschlossener Gartenbereich einen halbwegs wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. Auch der Förderverein des Museums steht hinter der Entscheidung der Gemeinde.

In diesem „Verein der Freunde des Naturkunde- und Mammut-Museums Siegsdorf“ sind Menschen aus ganz Südostbayern zusammengeschlossen, die sich für Natur und Archäologie begeistern. Anstatt der jährlichen Herbst-Versammlung im Museum erhielten die Mitglieder dieses Jahr einen umfassenden Jahresbericht der Verantwortlichen.

Die Schüler fehlen

Trotz der Schließung im Frühjahr und dem Fehlen von etwa 8000 Kindern und Jugendlichen aus den ausgefallenen schulischen Angeboten des Museums, kamen in den verbleibenden fünf Monaten, vom 30. Mai bis zum 2. November, über 32.000 Besucher ins Museum.

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Im Juli und August herrschte im Museum meist maximale Auslastung. Trotz der Begrenzung auf 38 Personen reihten sich Tage mit 400 Besuchern und mehr aneinander, was das engagierte „Team Besucherlenkung“ oft an die Grenzen der Belastbarkeit brachte.

Vorbereitungen für neue Ausstellung

Das Museum und der Förderverein mussten vergangenes Jahr auf das lange geplante große Museumsfest zum 25-jährigen Bestehen des Museums ebenso verzichten, wie auf die vorgesehenen Exkursionen.

Der Verein konnte aber die Unterstützung des Museumsbetriebes mit der Finanzierung der Internetseite und verschiedenen Ankäufen für die Ausstellungen in gewohnter Weise weiterführen. Seit November ist das Museum nun geschlossen. Bis zur voraussichtlichen Wiederöffnung zu den Osterferien nutzt man jetzt die Zeit, um dringend notwendige Reparaturen und die Sanierung der Toiletten durchzuführen.

Während die meisten Mitarbeiter in Kurzarbeit gegangen sind, arbeitet Museumsleiter Dr. Robert Darga mit einer Mitarbeiterin an der Vorbereitung der neuen Sonderausstellung „Sternenstaub Kristalle“, die pünktlich zur Wiedereröffnung aufwarten wird.

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