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Viele Pläne trotz halbem Förderbeitrag

Trotz Corona: Kreisjugendring Traunstein ruft zur Jugendarbeit auf

Mit Svetlana Teterja-Pater und Maria Memminger (rechts) wählte die Vollversammlung des Kreisjugendringes Traunstein zwei neue Beisitzerinnen in den Vorstand.
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Mit Svetlana Teterja-Pater und Maria Memminger (rechts) wählte die Vollversammlung des Kreisjugendringes Traunstein zwei neue Beisitzerinnen in den Vorstand.
  • VonLudwig Flug
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„Kinder und Jugendliche sehnen sich nach sozialen Kontakten.“ Der Unterwössener Bürgermeister Ludwig Entfellner sprach damit dem Kreisjugendring auf seiner Versammlung auf dem Herzen. Nicht nur Corona, sondern auch die Finanzen sind dort momentan eine Herausforderung. Zwei Hüpfburgen und das Piratenschiff werden nicht mehr vermietet.

Unterwössen – Ein weiteres Jahr nahe am Stillstand liegt hinter dem Kreisjugendring (KJR) Traunstein, der nun zu seiner Jahresvollversammlung nach Unterwössen geladen hatte. Geschäftsführerin Michaela Bauer rief nachdrücklich zur Kinder- und Jugendarbeit in den Mitgliedsvereinen und -organisationen auf. Das sei wieder möglich. Ausdrücklich rief sie dazu auf, „etwas auf die Beine zu stellen“, damit sei auch dem Jugendring geholfen.

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Insgesamt gibt es nun zwei Stellen weniger bei der Organisation. Der eingeschränkte Stellenplan sieht nur noch drei Mitarbeiter vor, wobei diese „Hand in Hand“ arbeiteten, so Bauer.

Der Jugendzeltplatz des Kreisjugendrings in Chieming blieb 2020 geschlossen, berichtet die scheidende Beisitzerin Monika Morrison. Zum Sommer habe der Kreisjugendring wieder begonnen, Hüpfburgen zu vermieten, die Nachfrage sei jedoch gering gewesen. Die Versammlung stimmte zu, zwei der Hüpfburgen und das Piratenschiff aus dem Vermietungsangebot auszusondern. „Die Kosten für TÜV und Genehmigungen übersteigen die Einnahmen“, sieht Michaela Bauer.

Die Nutzung des Zeltplatzes ist auch jetzt noch eingeschränkt möglich, weil das Hygienekonzept die Vollauslastung zunächst verbietet. Das Haushaltsjahr 2020 sei positiv verlaufen, der Haushaltsüberschuss auf ein zweckgebundenes Rücklagenkonto der Verbände gutgeschrieben. Zum Haushaltsplan 2022 warb Vorstand Markus Burghammer mit der Vorstandschaft erfolgreich bei den Delegierten darum, das zweite Jahr in Folge die eigentlich zweckgebundenen Förderbeträge in Höhe von 100  000 Euro für die Mitgliedsverbände nur mit 50 000 Euro anzusetzen.

Schmaler Geldbeutel zwingt zu Sparkurs

Der so dem KJR verbleibende Betrag soll zuerst den Haushalt 2022 sichern. Der Kreisjugendring arbeite so sparsam wie möglich, Anschaffungen im kommenden Jahr werde es nur in Notfällen geben, sagte Geschäftsführerin Bauer zu. „Soweit die Gelder nicht benötigt werden, werden sie in den Fördertopf der Mitgliedsvereine zurückgeführt“, ist der Plan des Vorstandes. Die Delegierten folgten dem Antrag einstimmig. Für 2022 erwartet der Vorstand einen Haushalt in Größenordnung von 215 .000 Euro.

Die Delegierten beschlossen einen Sondertopf für 2021, mit dem neue Geräte und Programme für pädagogische oder Arbeit in Verwaltung und Gremien gefördert werden. Je nach Größe des Jugendverbandes erhalten diese bis zu 3600 Euro bei einem Fördersatz von 70 Prozent.

Jugendwahl für nicht Wahlberechtigte

Zweiter Vorsitzender Andreas Hunglinger berichtete, dass der Kreisjugendring anlässlich der Bundestagswahl zu politischer Bildung eine U18-Wahl für noch nicht wahlberechtigte Jugendliche organisiert. Wahltag ist Freitag, 17. September.

Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber führt in Zeiten der Pandemie vor Augen: „Die Arbeit des Kreisjugendrings kann man nicht hoch genug einschätzen.“ Der Unterwössener Bürgermeister Ludwig Entfellner ergänzte: „Wenn die Jugend- und Vereinsarbeit laufen, hat der Bürgermeister leichte Arbeit.“ Er hoffe dringend auf Normalität: „Kinder und Jugendliche sehnen sich nach sozialen Kontakten.“

Die Ergebnisse der Wahlen:

Die KJR-Mitglieder bestätigten den Vorsitzenden Markus Hundhammer und seinen Stellvertreter Andreas Hunglinger. Beisitzer als Vertreter der Jugendgruppen und -institutionen sind Jörg Bart, Katja Braun, Christoph Reichel, Paul Hoefeler, Carina Grandl und neu gewählt Maria Memminger und Svetlana Teterja-Pater. Unabhängig von der Mitgliederzugehörigkeit wählte die Versammlung Georg Schmid, Christine König, Hans Gasteiger und Philipp Weißenbacher in den Vorstand. Geschenke hatten Vorstand Markus Burghammer und Geschäftsführerin Michaela Bauer für Monika Morrison und Jens Kirchner, engagierte Beisitzer, die nicht mehr kandidierten. Die Zahl der Delegiertenstimmen vermindert sich von 58 auf nunmehr 57: Mit einstimmigem Beschluss der Versammlung erlosch die Mitgliedschaft der Jugendgruppe im Verband Bayerischer Rassegeflügelzüchter, weil sie die letzten drei Jahre nicht in der Vollversammlung vertreten waren.

Über den Kreisjugendring:

Der Kreisjugendring (KJR) Traunstein im Bayerischen Jugendring ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die sich im Auftrag des Bayerischen Jugendrings und in Abstimmung mit dem Landkreis um Kinder und Jugendliche bemüht. Über 50 Verbände und Organisationen mit Jugendarbeit sind im KJR zusammengeschlossen. Zusammen ergeben die ein breites Bild weltanschaulicher und politischer Ziele. Seine Arbeit unterstützt der Kreis Traunstein mit insgesamt 200 000 Euro. Davon ist die Hälfte, 100 000 Euro, zweckgebunden für die Mitgliedsverbände gedacht. Der Kreisjugendring finanziert sich weiter über sein Aushängeschild, den Jugendzeltplatz Chiemsee in Chieming, und über den Verleih von Geräten und Ausstattung für Jugendaktionen. Er bietet im Normalfall ein eigenes Programm für Kinder und Jugendliche, organisiert Schulungen für die Arbeit im Ehrenamt. Die Geschäftsstelle sitzt in Chieming,

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