Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Appell der Feuerwehr Trostberg auf gegenseitige Rücksichtnahme

Blockierte Rettungswege: „Das ärgert uns und kann für Betroffene tragisch enden“

Freiwillige Feuerwehr Trostberg Appell an Bürger
+
Dicht geparkte Autos in engen Straßen und der Weg für die Drehleiter zu kurz: Im Notfall sind das echte Herausforderungen für die Feuerwehren. Die Trostberger Wehr appelliert nun öffentlich an die Bürger, mehr Rücksicht zu nehmen.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
    schließen

„Man stelle sich vor bei Ihnen oder Ihren Nachbarn bricht ein Feuer aus ...“ Mit kritischen Szenarien möchten die Feuerwehrler an die Vernunft der Bürger appellieren. Denn sind die Wege für Rettungskräfte im Notfall blockiert, kann die Geschichte plötzlich eine schlimme Wendung nehmen.

Trostberg - „Das Ganze ist keineswegs als Tadel oder Kritik sondern vielmehr als ein Denkanstoß gedacht und ist Gott sei Dank keinem aktuellen Einsatz geschuldet, bei dem wir Probleme mit der Anfahrt gehabt hätten“, erklärt Kommandant Hans-Peter Heimbach im Gespräch mit chiemgau24.de.

„Wir möchten mit den Worten an die Vernunft der breiten Masse appellieren. Die Leute möchten bitte ein bisserl mehr auf andere als auch auf sich selber schauen. Denn wenn keiner mehr durch kommt und man plötzlich selber Hilfe braucht, wird die schließlich auch ausgebremst.“

„Vielen ist nicht bewusst, was sie im Ernstfall anrichten können“

Der Gedanke, mit einem öffentlichen Beitrag möglichst viele Menschen zu erreichen, entstand aus mehreren Bewegungsfahrten der Maschinisten heraus. „Bei diesen Fahrten rund um das Stadtgebiet stellten wir des Öfteren fest, dass wir im Notfall tatsächlich gar nicht mehr durchgekommen wären.“

In solchen Fällen klemmen die Wehren betreffenden Autofahrern kleine Flyer mit nett gemeinten Worten hinter die Scheibenwischer, um sie so darauf aufmerksam zu machen, dass sie beim Parken besser aufpassen und Rücksicht nehmen sollen. „Vielen ist nämlich gar nicht bewusst, was sie im Ernstfall anrichten können“, unterstreicht Heimbach.

„Stellen Sie sich einfach vor, Sie wären in der Situation geretten werden zu müssen oder Ihre Angehörigen. Vielleicht denken Sie beim nächsten mal an Ihre Mitbürger.“ Mit diesen Sätzen endet der Beitrag der Feuerwehr Trostberg.

Der vollständige Post der Feuerwehr Trostberg ist auf der Facebookseite oder der Website zu finden. „Menschen, die unsere Hilfe benötigen, werden durch das Fehlverhalten anderer - und sei es auch nur unbeabsichtigt - zu spät oder nur eingeschränkt versorgt“, fährt der Kommandant fort und schließt damit auch Schaulustige ein.

„Stellt euch einen Notfall vor - und die Feuerwehr kommt nicht durch, weil die Zufahrt oder Rettungswege durch unachtsam geparkte Fahrzeuge blockiert sind oder der Weg für die Drehleiter zu kurz ist. Das ärgert uns und kann für Betroffene tragisch enden.“

Was die Trostberger Wehrler mit ihrem Beitrag erreichen wollen? „Dass alle ein bisserl aufeinander achten - das betrifft nicht nur uns, sondern geht über die Stadtgrenze hinaus in die gesamte Region“, beendet Heimbach mit einem Blick auf seine Feuerwehr-Kollegen seine Erklärungen.

mb

Kommentare