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Treppen statt Leitern

Johann Frey von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft überreicht Landwirt Johann Kaindl (rechts) die "Sicherheitsplakette in Gold". Foto  keil
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Johann Frey von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft überreicht Landwirt Johann Kaindl (rechts) die "Sicherheitsplakette in Gold". Foto keil

Mit der "Sicherheitsplakette in Gold" wurde der Landwirt Johann Kaindl aus Marwang von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Franken und Oberbayern (LBG) ausgezeichnet. Diese "besondere" und im Landkreis Traunstein nur seltene Auszeichnung wird an landwirtschaftliche Unternehmer verliehen, die besondere Anstrengungen erbringen, um ihr Anwesen sicher zu gestalten. Sie übernehmen damit eine Vorbildfunktion.

Grabenstätt - "Die LBG will mit dieser Aktion sichtbare Zeichen setzen. Landwirte, deren Betriebe mit einer goldenen Plakette ausgezeichnet werden, beweisen, dass für sie der verantwortungsvolle Umgang mit Leben und Gesundheit wichtig und selbstverständlich ist. Das sind nicht nur leere Worte", erklärte Johann Frey, der zuständige Sicherheitsberater der LBG. "Auf dem Hof von Johann Kaindl wird seit vielen Jahren weit über das übliche Maß hinaus auf Sicherheit und Gesundheitsschutz geachtet."

Dies sei umso wichtiger, betonte Frey, weil Kaindl auf seinem Hof auch Auszubildende beschäftigt. "Bereiche, in denen sich statistisch öfters Unfälle ereignen, wurden besonders gesichert. So hat der Landwirt mögliche Stolperstellen auf den Betriebswegen entschärft, statt unfallträchtiger Leitern wurden Treppen gebaut, die Ordnung in der Werkstatt sei vorbildlich. Schutzbrillen werden in Brillenboxen aufbewahrt, der Gehörschutz hängt griffbereit am Arbeitsplatz. Der moderne Rinderstall erfüllt alle Anforderungen der LBG an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Außerdem sind an den landwirtschaftlichen Fahrzeugen alle Gelenkwellen mit einem funktionierenden Schutz versehen. Das sind nur einige Beispiele, wie vorausschauend und verantwortungsbewusst auf dem Betrieb Kaindl gearbeitet wird", sagte der Sicherheitsberater.

Vorrangiges Ziel der LBG sei es, laut Frey, Unfallquellen bereits im Vorfeld zu erkennen und auszuschalten. Denn wer Unfälle vermeidet, beuge persönlichem Leid vor und spare zudem noch Geld. Jeder Landwirt, dessen Betrieb die Sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllt, könne sich für die Auszeichnung bewerben. Die Anforderungen der LBG seien nicht unerreichbar und erfolgten nach einem Punkte-Katalog. Einige Kriterien seien beispielsweise Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, die Funktionalität bestehender Schutzvorrichtungen sowie der Stand der persönlichen Schutzausrüstung.

Neben der Plakette bekam Kaindl als Anerkennung für sein Engagement noch zwei Zurrgurte. Schon im vergangenen November hatte der Marwanger Bauer aus der Hand des Ministerialdirigenten Wolfram Schöl vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium eine Ehrenurkunde dafür erhalten, dass er 20 Auszubildende in seinem Betrieb aufgenommen hat. kem

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