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Andreas Voderhuber löst Werner Schindler als Vorsitzender ab

Traunsteiner Waldbesitzer wählten bei Jahresversammlung neuen Vorstand

Wechsel an der Spitze der Waldbesitzervereinigung Traunstein: (jeweils von links) vorne der Dritte Vorstand Josef Freiwang, Vorsitzender Andreas Voderhuber und Stellvertreter Werner Schindler. Hinten vier der fünf gewählten Beisitzer Peter Randlinger, Anne-Katharina Niedermaier, Josef Wastlschmid und Georg Künzner.
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Wechsel an der Spitze der Waldbesitzervereinigung Traunstein: (jeweils von links) vorne der Dritte Vorstand Josef Freiwang, Vorsitzender Andreas Voderhuber und Stellvertreter Werner Schindler. Hinten vier der fünf gewählten Beisitzer Peter Randlinger, Anne-Katharina Niedermaier, Josef Wastlschmid und Georg Künzner.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Nach 15-jährigem Vorsitz von Werner Schindler gab es jetzt einen Wechsel an der Spitze der Waldbesitzervereinigung (WBV) Traunstein: Andreas Voderhuber wurde als Nachfolger gewählt. Bei der Jahresversammlung gab es zudem Berichte über die Folgen des Sommersturms in Obing.

Traunstein – Bei der Jahresversammlung in Obing übernahm Andreas Voderhuber aus Obing die Verantwortung als Vorsitzender. Schindler bleibt dem Verein als Stellvertretender Vorsitzender erhalten. Ein Geschenk zum Abschied nach langjähriger Vorstandstätigkeit erhielten Sebastian Stöger für 21 Jahre, Sepp Probst für 16 Jahre und Josef Wiesholler für fünf Jahre. Bei den Neuwahlen wurde Josef Freiwang zum Dritten Vorsitzenden bestimmt. Beisitzer sind Georg Künzner, Anne-Katharina Niedermaier, Peter Randlinger, Josef Wastlschmid und Peter Weiß.

Schindler berichtete von einem bewegten Jahr, das von personellen Veränderungen geprägt gewesen sei. Arbeitsintensiv sei die Einführung einer neuen Software und neuer Holzaufnahmegeräte gewesen und vor allem die Aufarbeitung des Sommersturms im Raum Obing. Mehr als 100.000 Festmeter Holz seien bei der Verwüstung innerhalb einer halben Stunde geworfen worden. Das entspreche einer Vermarktungsmenge, die sonst in zwei Jahren anfällt. Schindler lobte die Mitarbeiter und Holzvermittler für ihren Arbeitseinsatz.

Verbiss wird weniger

Nach dem neuen Vegetationsgutachten steht der Landkreis Traunstein laut Schindler besser als der Durchschnitt in Bayern da. Die Zahl der günstigen Reviere habe sich auf aktuell 23 verbessert, nach sieben im Jahr 2015 und 18 in 2018. Trotzdem müsse in den roten Revieren die Verbissbelastung „wesentlich verbessert“ werden.

Erfreulich sei, dass wieder Veranstaltungen wie der forstliche Wettbewerb und der Waldtag für die Landwirtschaftsschüler möglich sei. Am 18. Juli gab es eine gemeinsame Fahrt zur Interforst-Messe in München.

Schindler hofft, dass die im September beschlossene Bundeswaldstrategie 2030 und 2050 bestehen bleibt. Sie zeige das klare Bekenntnis zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und die Holzverwendung als Beitrag zum Klimaschutz. Der Vorsitzende erinnerte an die Ausarbeitung der neuen Satzung, die Umwandlung in einen wirtschaftlichen Verein und die EDV-Ausstattung als Meilensteine, die zeitgemäßes Arbeiten und neue Serviceleistungen ermögliche.

Waldfläche des Vereins vergrößert sich

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden rund 67.000 Festmeter Holz vermarktet. Aufgrund der Waldprämie und nach Aktualisierung der Mitgliedsflächen hat sich die Waldfläche des Vereins um 1000 auf 12 340 Hektar vergrößert.

Der Haushaltsplan weise einen positiven Gesamtsaldo von rund 2100 Euro aus. Das im Jahresabschluss erzielte positive Ergebnis von knapp 100.000 Euro resultiere überwiegend aus der stark erhöhten Holzmenge infolge des Sturms.

Zum aktuellen Holzmarkt erklärte WBV-Geschäftsführer Remigius Hammerl, dass aufgrund der schwierigen Rohstoffsituation und den stark gestiegenen Bauzinsen überwiegend Pessimismus herrsche. Beim Schnittholz zeige sich ein deutlicher Absatzrückgang. Das negative Umfeld beeinflusse auch das Nadelstammholz. Beim Industrierundholz sei dagegen mit einem weiter konstant hohen Preisniveau zu rechnen. Erfreulich sei die große Nachfrage und der neuerlich gestiegene Rekorderlös von rund 176.000 Euro bei der Wertholz-Submission in Waging am See.

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Wolfgang Madl, Bereichsleiter Forst im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein, lobte die gute Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Sturmholzschäden und wies auf Fördermöglichkeiten hin. Da die Borkenkäfergefahr in den Schadgebieten sehr groß sei, sollten Aufarbeitung und Abtransport zusammen mit Kontrollgängen zügig erfolgen. /MN

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