Die Traunsteiner Sozialen Dienste in Zeiten der Krise

In Zeiten der Corona-Kriseverstärken die Malteser ihre Dienste für Senioren, Kranke und Behinderte, besonders Einkaufs- und Besorgungsdienste sowie den Menüservice (Essen auf Rädern) oder den Hausnotrufdienst. Malteser

Die Corona-Pandemie erfordert besondere Maßnahmen, das gilt auch für die sozialen Dienste. Der Traunsteiner Kreisverband der Malteser bekräftigt, weiter für Bedürftige da zu sein. Auch die Mobilen Dienste werden fortgeführt, so Peter Volk, Kreisgeschäftsführer der Malteser.

Traunstein – „Hilfe den Bedürftigen“ heißt es im Leitsatz der Malteser. Diesem karitativen Auftrag, der besonders Ältere, Kranke und Menschen mit Behinderung im Blick hat, will die Hilfsorganisation in den aktuellen Zeiten der Corona-Krise in besonderer Weise gerecht werden. Deshalb haben die Malteser ihre Angebote kurzfristig ergänzt und bieten ihre Mobilen Sozialen Dienste besonders all jenen Senioren, Kranken und Behinderten an, die verunsichert sind, sich zur Zeit nicht außer Haus trauen oder niemand haben, der ihnen helfend zur Seite stehen kann.

Hausnotruf und Menüservice funktionieren weiter

Im Landkreis Traunstein bieten die Malteser deshalb ihre Hilfe in Form von Besorgungs- und Einkaufsdiensten an, ebenso wird das Telefon genutzt, um den Kontakt zu einsamen und alleinlebenden Menschen zu halten und Betroffenen Hilfe anzubieten. Unverändert zuverlässig werden die Nutzer des Malteser Hausnotrufs und des Menüservices versorgt. „Wenn der Hausnotruf ausgelöst wird, sind unsere Mitarbeiter zur Stelle, entweder direkt am Telefon oder – falls nötig – persönlich, um nach dem Rechten zu sehen und zu helfen“, sagt Peter Volk, Kreisgeschäftsführer der Malteser. Auch die Versorgung mit Mahlzeiten durch den Menüservice (Essen auf Rädern) ist durch Corona nicht beeinträchtigt.

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Tafelladen bleibt geöffnet

„Unsere Mitarbeiter müssen selbstverständlich Hygieneregeln zum Eigenschutz, vor allem aber zum Schutz der Essensbezieher strikt einhalten und einen Mindestabstand halten. Aber wenn nötig kommen wir nach wie vor in die Wohnung“, versichert Volk. Auch die Trostberger Tafel, die unter der Trägerschaft der Malteser steht, wird weiterhin uneingeschränkt betrieben. Der Tafelladen ist zu den bekannten Zeiten unverändert geöffnet. Auch steht den Nutzern bei Bedarf ein Lieferservice zur Verfügung.

Nachdem die bayerische Regierung den Katastrophenfall ausgerufen hatte, mussten die Malteser zwar einen Teil ihrer Dienste zurückfahren. „Leider mussten wir unseren Besuchsdienst für alleinstehende Senioren aussetzen, ebenso die Ausbildung, zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse.“

Wie lange dieser Zustand anhalten wird, können die Malteser nicht abschätzen. „Die Lage verändert sich fast stündlich, aber wir hoffen, dass nach Ostern alles wieder halbwegs normal läuft“, so Volk.

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Regelmäßiger Telefonkontakt

Schon seit einiger Zeit in Alarmbereitschaft versetzt sind die Einsatzdienste der Malteser, zum Beispiel die Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Verpflegung. „Bei allem was wir derzeit tun, ist der Schutz der Menschen sowie der Helfer und Mitarbeiter besonders wichtig“, betont auch Max Rauecker, Kreisbeauftragter der Malteser.

„Verschiedene Angebote bauen wir in Anbetracht der Corona-Krise aus. Wir versuchen mit den Nutzern unserer Dienste regelmäßigen Telefonkontakt zu halten. Ausgeweitet werden die Einkaufshilfen und der Menüservice, der Senioren, Kranke und Behinderte täglich mit gesunden Mahlzeiten versorgt, verspricht Rauecker. Senioren können sich zum kostenlosen Angebot des telefonischen Besuchsdienstes bei den Maltesern melden. „Das telefonische Gesprächsangebot werden wir intensivieren, damit wir für Betroffenen eine größtmögliche Hilfe sein können“, so Rauecker.

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Gemeinsam die Krise bewältigen

Und die Einkaufshilfe für Senioren, Kranke und Behinderte werde schnellstmöglich intensiviert, um damit Senioren zu unterstützen, die es derzeit selbst nicht in den Supermarkt schaffen, um die wichtigsten Dinge des Alltags einzukaufen“, ergänzt Volk. Natürlich ist die Situation nicht schön, „aber gemeinsam werden wir die Krise bewältigen“, ist sich der Malteser-Chef sicher.

Hilfesuchende und Betroffene, die die Angebote der mobilen sozialen Dienste der Malteser benötigen und in Anspruch nehmen wollen, erhalten weitere Informationen bei der Kreisgeschäftsstelle Traunstein, Telefon 0861/986600.

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