Traunsteiner Initiative „Querdenken“ hält Motto „Frieden und Freiheit“ hoch

Rednerin Felicitas Englisch bei der Kundgebung der Initiative „Querdenken“. Sie sieht die bürgerliche Freiheit durch die Zunahme der Datensammlung in Gefahr.
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Rednerin Felicitas Englisch bei der Kundgebung der Initiative „Querdenken“. Sie sieht die bürgerliche Freiheit durch die Zunahme der Datensammlung in Gefahr.

Wieder Kundgebung in Traunstein – Die Redner kritisieren unter anderem Maskenpflicht an Schulen und Besuchseinschränkungen in Seniorenheimen.

Traunstein – Unter dem Motto „Weiter geht´s – Schluss mit der Panik-demie“ fand am Samstag im Stadtpark von Traunstein eine weitere Demonstration der regionalen Initiative „Querdenken“ statt. Das Areal vor der Kirche St. Georg und Katharina war für die Kundgebung abgesperrt, was dieser den Charakter eines Picknicks verlieh. Redner Hubert Koch aus Inzell stellte zu Anfang klar, dass sich die Initiative entschieden von rechten Strömungen und Gruppierung, die solche Kundgebungen wie in Berlin für ihre Zwecke missbrauchten, distanziere.

Sie sieht die bürgerliche Freiheit in Gefahr

Einleitend verwies einer der Organisatoren, Franz Lindlacher aus Staudach, auf die Einhaltung der Abstandsvorgaben und bei Unterschreitung auf die Nutzung von Masken. Er ging danach auf die Entwicklung der Covid-19-Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Traunstein ein.

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Durch die zunehmende Sammlung von Daten von Bürgern, die auch schon vor Corona praktiziert wurde, sieht Rednerin Felicitas Englisch aus Siegsdorf die bürgerliche Freiheit gefährdet und „einen Umbau zum Überwachungsstaat“. Das Thema Maskenpflicht im Unterricht beschäftigte Englisch („Kinder werden gequält, sie sehen die Mimik ihres Gegenübers nicht – für sie reicht doch Abstand halten und Hände waschen“) ebenso wie die Marlis Neuhierl-Huber aus Siegsdorf.

Tablets und Telefone für Altenheime

Sie meinte, dass besonders Kinder mit Gehörschäden von der Bildung ausgeschlossen würden.

Denn diese seien auf das Lippenlesen mit ihren Gesprächspartnern angewiesen. Die Schulen würden nur ihre Pflicht ausführen, argumentierte dagegen Maria Riedl aus Aufham. Eltern sollten ihre Bedenken in den Schulen vortragen und den Lehrkräften somit den Rücken stärken, um diese Maßnahme infrage stellen zu können.

Einen Erfahrungsbericht aus Altenheimen im Chiemgau gab Claudia Huber aus Waging. Die Bewohner würden gerade in der letzten Lebensphase ihre Angehörigen besonders benötigen „und nicht nur auf Termin“. Sie fordert vom Staat technischen Mittel wie Tablet und Telefon für die Senioren, um mit Verwandten in Kontakt zu bleiben.

Die Initiative „Querdenken“ war auch bei der jüngsten Demo in Berlin dabei und hat sich nach eigener Aussage allein für das Motto „Fest für Freiheit und Frieden“ eingesetzt. mp

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