Traunsteiner Einsatzkräfte: Ein Team wie ein Uhrwerk

Leiter Stab und S2 Örtliche Einsatzleitung

Die Örtliche Einsatzleitung Traunstein ist als zentrales Element im Katastrophenfall organisiert. Alle Aufgaben sind hier präzise geregelt, die Stabsstellen sind bereit. Dort, wo sonst die Sitzungen im Landratsamt stattfinden, ist in diesen Tagen eine Kommandozentrale entstanden, ausgestattet mit modernster Technik.

Traunstein – Wo sonst Besprechungen der Mitarbeiter und der Gremien des Landratsamtes stattfinden, ist in diesen Tagen stabsmäßig eine Kommandozentrale für sämtliche Einsatzkräfte des bayernweit ausgerufenen Katastrophenfalls entstanden. Ausgestattet mit moderner Technik laufen hier die Fäden aller Blaulichtorganisationen zusammen. „Wenn sich draußen vor Ort die Ereignisse überschlagen, heißt es in der Einsatzleitung, einen kühlen Kopf zu bewahren und auf die neuen Herausforderungen eine passende Lösung zu finden“, erklärt Simone Ober vom Team der Stabsstelle S 5 für „Öffentlichkeits- und Medienarbeit“.

Ein Team, präzise wie ein Uhrwerk

Das Team der Einsatzleitung funktioniere wie ein Uhrwerk. „Nur so werden die richtigen Entscheidungen zu den unterschiedlichsten Problemstellungen herbeigeführt“, beschreibt Hubert Hobmaier von der Örtlichen Einsatzleitung die Abläufe des gemeinsamen Einsatzstabes.

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Die Gesamtleitung obliegt Kreisbrandrat Christof Grundner, der von Landrat Siegfried Walch zum Örtlichen Einsatzleiter, bestellt wurde. Als sein Stellvertreter steht mit Franz König vom Technischen Hilfswerk ein großschadenslagenerfahrener Mann in den Startlöchern. Dem „ÖEL“ Grundner obliegt die Gesamtverantwortung für die operativ-taktische Komponente im Katastrophenfall, also die Einsatzabwicklung vor Ort und insbesondere den Material- und Kräfteeinsatz aller Hilfsorganisationen.

Aus allen Bereichen werden Experten als Fachberater in den Krisenstab entsandt.

Diese bilden die Bindeglieder und den direkten Draht von den beteiligten Einheiten in den Stab und umgekehrt. So üben führende Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes samt Berg- und Wasserrettungseinheiten einschließlich dem leitenden Notarzt, des Malteser Hilfsdienstes, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehren im Landkreis, der Integrierten Leitstelle in Traunstein sowie der Bayerischen Polizei die Aufgabe dieser enorm wichtigen Bindeglieder aus.

Aufgabenteilung in mehreren Stabsstellen

Der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) kommt im Katastrophenfall eine ganz besondere Bedeutung zu: Ihre Mitglieder sorgen für die Rahmenbedingungen und die grundsätzliche Arbeitsfähigkeit des Stabes. Sie bereiten die Räumlichkeiten vor und zeigen sich für den laufenden Betrieb verantwortlich, darüber hinaus übernehmen sie viele administrative Arbeiten wie Zutrittskontrollen oder die Organisation des E-Mail- Verkehrs. Bernhard Huber als Chef der UG-ÖEL übt dabei die Funktion als Leiter des Stabes aus und ist Ansprechpartner für fast alle Belange rund um den Betrieb im Stabsraum.

Lagerkartenführer und Einsatztagebuch

Die Örtliche Einsatzleitung wird durch sechs Stabsstellen ergänzt, die jeweils unterschiedliche Sachgebiete leiten. Der sogenannte S1 ist in erster Linie für das Personal verantwortlich und sorgt unter anderem dafür, dass genügend Einsatzkräfte am richtigen Ort sind. Der Bereich „Einsatzlage“ wird durch den S2 abgedeckt. Er und seine beiden Mitarbeiter, ein Lagekartenführer sowie der Verfasser des Einsatztagesbuches, obliegt die Lageerfassung und Darstellung. Dies sind zentrale Elemente für die weitere Einsatzplanung und deren Beurteilung.

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„Planung – Befehlsgebung – Erfolgskontrolle“ so lässt sich der Arbeitsauftrag für die Stabsstelle S3 zusammenfassen. Diese zeigt sich für die Einsatzabwicklung aller Hilfskräfte verantwortlich. Den Versorgungsauftrag hat die Stabsstelle S4 inne. Des reicht von der Organisation der Verpflegung über Kraftstoffe und Unterbringungsmöglichkeiten bis hin zur Organisation von Fremdleistungen wie beispielsweise Baggern oder Lastwägen für Transportaufgaben.

Mit der Pressestelle des Landratsamts Traunstein sorgen die Mitglieder der Stabsstelle S5 dafür, dass die richtigen Informationen dort hinkommen, wo sie gebraucht werden. Information und Kommunikation“ ist Sache der Stabsstelle S6 und bei großen Einsätzen ein zentrales Thema. Ohne die richtigen Kommunikationswege und -möglichkeiten würden Informationen und Aufträge nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

In Kürze werden auch alle beteiligten Hilfsorganisationen mit und ihre Arbeit vorgestellt und welche Arbeit die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte leisten. Hob

S4

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