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DEHOGA versammelt sich

Wie die Traunsteiner Gastronomie und Hotellerie wieder auf die Füße kommen will

Vorsitzender Klaus Lebek (von links), Schriftführer Sepp Hohlweger, Christian Noichl, Michael Hörterer und Kassier Anton Steffl. Ebenfalls auf dem Bild sind die neue Wirtschaftsjuristin Viktoria Zunterer (links) und Geschäftsführerin Susanne Gruber von der Bezirksgeschäftsstelle.
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Vorsitzender Klaus Lebek (von links), Schriftführer Sepp Hohlweger, Christian Noichl, Michael Hörterer und Kassier Anton Steffl. Ebenfalls auf dem Bild sind die neue Wirtschaftsjuristin Viktoria Zunterer (links) und Geschäftsführerin Susanne Gruber von der Bezirksgeschäftsstelle.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Durchaus optimistisch zeigten sich die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung des DEHOGA-Verbands in Traunstein.

Traunstein – „Corona hat uns alle ziemlich im Griff“, betonte Vorsitzender Klaus Lebek bei der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Traunstein des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Bayern e.V. im Gasthaus Sailer Keller in Traunstein. Trotzdem sei man zuversichtlich und plane für Herbst eine größere Veranstaltung mit einem Referenten. Dank schnell aufbereiteter Informationen des Landesverbands zu den Corona-Regelungen habe man sich gut orientieren können.

Plakataktion „Gedeckter Tisch“

Kassier Anton Steffl sprach in seinem Bericht von einem „sehr soliden Kassenstand“ über 10.823 Euro am Ende des vergangenen Jahres. Ein größerer Ausgabenposten sei die Plakataktion „Gedeckter Tisch“ im letzten März gewesen. Sie habe viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, um die Gastronomie und Hotellerie nicht zu vergessen. Seit zwei Jahren beteilige sich der Kreisverband auch mit einem Förderbeitrag an der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. Die beiden Revisoren Peter Stocker und Josef Moritz bestätigten eine „vorbildliche Kassenführung“, sodass der Vorstand entlastet werden konnte.

Im Zuge der Neuwahlen des Vorstands unter der Leitung von Bezirksgeschäftsführerin Susanne Gruber wurden Klaus Lebek als Kreisvorsitzender und Michael Hörterer als Erstem Stellvertreter im Amt bestätigt. Als Zweiter Stellvertretender Kreisvorsitzender löste Christian Noichl vom Gasthof Höllbräu in Traunstein Marcus Eismann ab. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Sepp Hohlweger als Schriftführer, Anton Steffl als Kassier sowie Peter Stocker und Sepp Moritz als Revisoren.

Mitarbeiterzahl im Tourismus gesunken

Zahlen aus einer Erhebung der Jahre 2019 bis 2021 präsentierte Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer des Chiemgau Tourismus. Demnach habe der Chiemgau bei den gewerblichen Übernachtungen ein Minus von 24 Prozent zu verzeichnen gehabt. Regionen wie das Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen und der Tegernsee mussten dagegen mit minus 30 Prozent, München sogar mit minus 50 Prozent stärkere Verluste verkraften. Erfreulich sei zumindest, dass der Umsatz pro Gast höher als vor Corona ausgefallen sei. Die Zahl der Beschäftigten in der Tourismusbranche des Landkreises habe sich von 10000 auf 7700 reduziert.

Susanne Gruber von der Bezirksgeschäftsstelle in München stellte vor ihrem Bericht Viktoria Zunterer als neue Wirtschaftsjuristin vor. Wie Gruber informierte, seien sowohl das Kurzarbeitergeld wie auch die Überbrückungshilfen für Schließungen im Januar und Februar bis 30. Juni verlängert worden. Voraussetzung sei, dass ein Umsatzrückgang von 30 Prozent im Vergleich zu den Referenzmonaten von 2019 nachgewiesen werden kann.

Beim Kurzarbeitergeld wurde den Arbeitgebern allerdings nur bis 31. März die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge erstattet. Umfangreich Auskunft gab Gruber zum Stand der Tarifverhandlungen. Der mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten ausgehandelte Abschluss sieht für die Jahre bis Ende März 2024 eine schrittweise Erhöhung um 7, 3,5 und 5 Prozent vor, insgesamt also um 15,5 Prozent.

Lohnerhöhungen werden kommen

Ebenso soll der Mindestlohn Schritt für Schritt bis auf 12,60 Euro pro Stunde ab 1. Mai 2023 angehoben werden. Ab 1. Oktober sollen zudem die Verdienstgrenzen beim Mini-Job auf 520 Euro und beim Midi-Job auf 1600 Euro steigen. „Der einzige Trost ist, dass bei beiden Verdienstmöglichkeiten die Pflicht zur elektronischen Arbeitszeitaufzeichnung fallengelassen wurde“, ergänzte Gruber.

Weiter berichtete die Bezirksgeschäftsführerin über die Neuregelung einer elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab 1. Juli. Angesichts der Zunahme von Kündigungen für Arbeitnehmer per WhatsApp oder E-Mail wies sie darauf, dass diese grundsätzlich schriftlich und mit Originalunterschrift des Geschäftsführers oder aller Gesellschafter zu erfolgen hätten, um wirksam zu werden. Wer ukrainische Flüchtlinge beschäftigen will, brauche dazu einen Aufenthaltstitel mit Arbeitsmarktzugang. Deshalb sei die Abstimmung mit der Ausländerbehörde sinnvoll.

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