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Nachtgastro-Lockdown hin oder her

„War leider der größte Griff ins Klo“ - Traunsteiner Club „Salon Erika“ öffnet nicht mehr

Club Salon Erika Metro Traunstein Campus Chiemgau
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Für den „Salon Erika“, Nachfolger des Club „Metro“, an der Gabelsberger Straße in Traunstein ist endgültig Schluss. Betreiber Udo Henning zieht keine positive Bilanz. Das „Cypress Warehouse“ ist jetzt in die Kotzinger Straße gezogen.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Er startete als Nachfolger der „Metro“ ins Traunsteiner Nachtleben, doch das Schicksal meinte es mit dem „Salon Erika“ nicht gut: Fest steht, dass der Club nicht mehr öffnen wird - Inhaber Udo Henning bezeichnet den Einstieg jetzt im Nachhinein als „größten Griff ins Klo“.

Traunstein - Es ist eine kurze und eher unglückliche Geschichte des „Salon Erika“, auf die Udo Henning im Gespräch mit chiemgau24.de zurückblickt. Im Herbst 2018 war es, als er den früheren „Club Metro“ an der Gabelsberger Straße in Traunstein übernahm, inzwischen hat er die Disco längst schon wieder leergeräumt. „Diese Woche kehren wir noch zusammen.“ Egal welche Corona-Regeln oder Lockerungen noch kommen: Der „Salon Erika“ wird nicht mehr wieder aufsperren.

Club „Salon Erika“ in Traunstein: „Wir hatten länger zu als auf“

Der Mietvertrag für den Club lief Ende Dezember 2021 aus. Das ganze Gebäude - ein ehemaliges Getreidelager - soll laut Eigentümer noch im ersten Quartal abgerissen werden. Das Grundstück liegt zentral im geplanten „Campus Chiemgau“, für den der federführende Landkreis bereits alle Flächen gekauft hat. Dass Ende 2021 Schluss sein wird, war für Udo Henning von Beginn an klar - nicht vorhersehbar war dagegen die Corona-Pandemie ab März 2020: „Insgesamt hatten wir länger zu als auf. Der ‚Salon Erika‘ war leider der größte Griff ins Klo.“

In der Zeit von der Eröffnung im Herbst 2018 bis heute musste der „Salon Erika“ in Traunstein wegen der Corona-Pandemie überwiegend geschlossen bleiben.

Zu den jüngsten Lockerungen für die Nachtgastronomie im vergangenen Herbst hätte man zwar öffnen dürfen, „aber es war uns zu viel, den Laden hochzufahren und dann wieder zuzusperren“, so Henning, der auch das „Café Festung“ in Traunstein betreibt. Er sollte Recht behalten, denn Ende November mussten die Clubs dann ohnehin schon wieder schließen. „In der Erika“ habe man zwar durchaus gute Partys gefeiert, aber so fällt Hennings Fazit natürlich „bescheiden“ aus.

Auch „Club Kafka“ wird 2023 wohl schließen

Kafka, Villa, Festung - alle würden laufen, alle hätten ihre Berechtigung, „aber momentan hängen wir alle in der Luft“, bewertet Udo Henning die Lage der Traunsteiner Clubs. Den regulären Betrieb in der Festung hat er bis mindestens nächste Woche heruntergefahren und hält sich momentan mit Essen „to go“ über Wasser. Zusätzlich schmerzlich fürs Traunsteiner Nachtleben: Nächstes Jahr wird wohl auch der „Club Kafka“ zusperren. Kann das entstehende Vakuum gefüllt werden? Pläne, in Traunstein einen neuen Club zu eröffnen, hat Henning keine: „Zum jetzigen Zeitpunkt lohnt es sich nicht, sich darüber Gedanken zu machen. Und ich wüsste auch sonst keinen.“

Vom Abriss des markanten Gebäudes an der Gabelsberger Straße ist auch das „Cypress Warehouse“ betroffen, das nun in der Kotzinger Straße 12 neu eröffnet hat. Auf dem „Campus Chiemgau“ werden sich die Handwerkskammer, die Technische Hochschule Rosenheim und die Industrie- und Handelskammer mit Bildungseinrichtungen ansiedeln. Auch eine Tiefgarage und Studenten- und Schülerwohnheime werden errichtet. Es geht um eine Fläche von insgesamt 23.000 Quadratmetern. Darunter fällt auch die Güterhalle, die ebenfalls im Frühjahr abgebrochen wird.

xe

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