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MEHR AUFMERKSAMKEIT FÜR BEHINDERTE KINDER

Traunstein: SPD diskutiert Jugendhilfe und Wohnungsnot bei Sozialempfang

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich gibt einen Impulsvortrag beim Sozialempfang.
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Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich gibt einen Impulsvortrag beim Sozialempfang.
  • VonManfred Peter
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Unter den zahlreichen Gästen des SPD-Sozialempfangs waren Beschäftigte in den Sozialberufen ebenso der Einladung der Stimmkreisbundestagsabgeordnete Bärbel Kofler in den Brauerei-Ausschank Schnitzlbaumer in Traunstein gefolgt wie die Vertreter von Verbänden, Trägern und Behörden.

Traunstein – Im Wesentlichen kamen die Themen Jugendhilfe und Wohnungsnot zur Sprache. Aus Sicht von Margaret Winnichner, Zweite Vorsitzende des Diakonischen Werks Traunstein, wird das neue Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, das bis 2028 vollständig umgesetzt werden soll, die sogenannte „Große Lösung“ herbeiführen. Die Vorbereitung zur Zusammenführung von Jugendhilfe und Behindertenhilfe laufe gut.

Alle Beteiligten, wie der Bezirk, die Träger und das Jugendamt, beschäftigen sich bereits damit, so Winnichner. Aktuell würden die Kinder mit Behinderung nach der Höhe des Intelligenzquotienten eingeteilt. Bei einem IQ bis 70 kommen die Leistungen für die Betreuung vom Bezirk und darüber von den Kommunen. Der ständige Personalmangel in der Jugendhilfe liegt für Winnichner mitunter daran, dass die Angestellten bei einer Nachtbereitschaft von 22 bis 6 Uhr nur zweieinhalb Stunden Arbeitszeit angerechnet bekämen.

Auf Missstände aufmerksam machen

Eine Diskutantin habe erlebt, dass Kinder mit Sprachbehinderung es schwer hätten, wenn es Unzulänglichkeiten bei ihrer Pflege geben würde. Auch für die Angestellten sei es nicht einfach, dies zu melden. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich gab den Tipp, an die ehrenamtlichen Mandatsträger heranzutreten oder sich bei der Heimaussicht zu beschweren. Der stellvertretende Landrat Josef Konhäuser versicherte, dass die Kontrollstellen schnell reagieren würden, wenn sie Hinweise über Missstände bekommen würden.

Bildungschancen dürfen nicht von Herkunft abhängen

Die Kreisrätin Susanne Aigner vom Berchtesgadener Land und Bereichsleiterin Landkreis Berchtesgadener Land vom Verband „Startklar Soziale Arbeit Oberbayern“ meinte, dass der gesetzliche Anspruch für die Kinderbetreuung unerlässlich sei. Hier sei eine Förderung der Kinder möglich und Defizite könnten führzeitig ausgeglichen werden. Sie bekräftigte die Aussage von Mützenich, dass die Bildungschancen für alle Kinder durchgängig sein müssten und nicht von der Herkunft abhängen dürften. Hier seien Hilfe und Unterstützung seitens des Staates erforderlich, sagte Mützenich. Der Gesetzentwurf sei auf den Weg gebracht.

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Das Thema Wohnungsnot und Obdachlosigkeit brachte Klaus Koch aus Saaldorf-Surheim zur Sprache. Er führte aus, dass sich die Obdachlosigkeit in Deutschland in den letzten drei Jahren auf 600.000 Menschen verdreifacht habe. Die Wohnungsnot sei besonders in großen Städten unerträglich und Normalverdiener könnten sich die Miete nicht mehr leisten. Dramatisch sei es dann, wenn der Status der Sozialwohnungen zu Ende gehe. Er meinte, dass die Bindung mindestens von 20 auf 40 Jahre erhöht und der genossenschaftliche Wohnungsbau gefördert werden müsse. Das Ziel sei, nach Mützenich, dass im Jahr 400.000 Wohnung gebaut würden, ein Viertel davon Sozialwohnungen.

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