Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Traunstein: Schulen werden auf „Beschulung daheim“ vorbereitet

Der Landkreis Traunstein stattet alle 15 Schulen in seiner Sachaufwandsträgerschaft mit den technischen Voraussetzungen für das „Homeschooling“ aus. Im Kreisausschuss meinte Landrat Siegfried Walch (CSU), er ziehe die Bezeichnung „Beschulung daheim“ vor.

Traunstein – Der Kreis beschaffe zum Beispiel Tablets. Walch wörtlich: „Damit sind wir binnen Minuten in der Lage, den Unterricht sofort auf digital umzustellen.“

In der jüngsten Sitzung befasste sich der Ausschuss auch mit einem Sieben-Punkte-Fragenkatalog zum Thema Corona von Joachim Bernshausen (AfD). Zu einigen Komplexen merkte Landrat Walch an, der Landkreis müsse bei seinen Zuständigkeiten bleiben. Er persönlich habe „Verständnis für viele Sorgen.“ Der Kreisausschuss nehme jede Meinung ernst – auch wenn man sie vielleicht nicht teile.

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

Mehrere der angeschnittenen Themenbereiche streifte Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Gesundheitsamts Traunstein, bei seinem Überblick über die aktuelle Corona-Lage und die geltenden Regularien im Landkreis Traunstein. Derzeit gebe es nach Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts „keine Alternative zur Maskenpflicht – wenn sich der Abstand nicht einhalten lässt.“ Wenn das Infektionsgeschehen wieder ansteige, mache es sehr wohl Sinn, die Kontaktmöglichkeiten wieder zu begrenzen.

„Der Landkreis Traunstein war als einer der ersten in Deutschland von Corona betroffen“, erinnerte Dr. Krämer. Durch die sofortigen Schutzmaßnahmen sei damals keine Erkrankung durch Übertragung auf medizinisches Personal erfolgt. Corona sei erst später hineingetragen worden.

Landesausstellung abgesagt

Solange kein Impfstoff existiere oder andere Schutzmaßnahmen ergriffen werden könnten, sehe er keine Möglichkeiten außer Maske und Abstand. Wie lange eine Immunität anhalte, sei derzeit nicht abzusehen.

Zurzeit befinde sich der Landkreis nicht im Katastrophenschutz-Zustand, fuhr Dr. Krämer fort. Er forderte: „Wir dürfen uns aber auch nicht ausruhen – siehe Österreich. Wir müssen wachsam sein und hoffen, dass wir nicht wieder in einen katastrophenschutzrechtlichen Zustand kommen.“ Dazu der Landrat: „Unsere Zahlen machen mich stolz. Der Landkreis ist zwischen Hotspots gelegen. Uns hat es nicht erwischt – dank der Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen, Blaulichtorganisationen und Katastrophenschutz.“

Am Rand informierte Walch über die eigentlich für 2021 in Herrenchiemsee geplante Landesausstellung „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“, die vom Landkreis Rosenheim abgesagt und nach Regensburg verlegt wurde. Der Landkreis Traunstein hätte sich mit einem Zuschuss beteiligt, der jetzt gegenstandslos geworden sei. Wenn alles wieder normal laufe, hoffe man, wieder eine Landesausstellung in die Region zu bekommen, hob der Landrat heraus. kd

Kommentare