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Wegen Mordverdacht

Vater aus Kiefersfelden über Monate hinweg vergiftet? Tochter (63) in Bayern Haftrichter vorgeführt

Verhaftung Mord Landkreis Rosenheim Mallorca
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Die 63-jährige Tatverdächtige (re.) wurde am 1. April in Palma de Mallorca verhaftet. Sie ist dringend tatverdächtig, ihren 89 Jahre alten Vater getötet zu haben.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Eine 63-jährige Frau soll ihren 89-jährigen Vater in Kiefersfelden vorsätzlich und über mehrere Monate hinweg vergiftet und somit auch getötet haben, um an dessen Erbe zu gelangen. Anfang April wurde die Dame auf Mallorca festgenommen, nun wurde sie an Deutschland ausgeliefert und dem Haftrichter vorgeführt.

Traunstein/Rosenheim/Mallorca - Am 1. April klickten bei der 63-jährigen Tatverdächtigen in Palma, der Hauptstadt der spanischen Insel Mallorca, die Handschellen. Nach Erkenntnissen der Ermittler von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hatte die Tochter aus dem Landkreis Rosenheim dem pflegebedürftigen Vater über einen längeren Zeitraum - zwischen Mai und November 2021 - Stoffe verabreicht, die zu dessen Tod führten. Der Rentner soll unter anderem mit Diazepam und Morphin betäubt worden sein. Jedoch soll das die Angeschuldigte nicht selbst erledigt, sondern durch die ahnungslosen Pflegekräfte verabreichen lassen. So zumindest die Vorwürfe. Mitte November 2021 verstarb der Vater in einer Rosenheimer Klinik.

Die Erbsumme des Mannes habe nach bisherigen Erkenntnissen im niedrigen sechsstelligen Bereich gelegen, sagte damals ein Sprecher der Polizei. Konkret geht es wohl um eine Erbschaft für die 63-Jährige in Höhe von fast 113.000 Euro. Außerdem soll Geld aus einer Lebensversicherung ausbezahlt worden sein.

Mittlerweile soll die Tatverdächtige an Deutschland ausgeliefert worden sein. Wie bild.de berichtet, sitzt die Frau seit Donnerstag (24. April) in Untersuchungshaft, wurde einen Tag später dem Haftrichter vorgeführt. Bislang schweigt die 63-Jährige. Rechtsanwalt Harald Baumgärtl aus Rosenheim, der die Frau verteidigen wird, erklärte gegenüber der Bildzeitung: „Wir äußern uns derzeit nicht zu den Vorwürfen. Es muss erst geprüft werden, ob es überhaupt einen Zusammenhang zu meiner Mandantin geben kann.“

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte im Januar einen europäischen Haftbefehl gegen die Frau erwirkt. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen. Wann und ob letztendlich Anklage erhoben wird, ist derzeit noch unklar. Bei einer Wohnungsdurchsuchung der 63-Jährigen und ihrer Tochter auf Mallorca wurde im Vorfeld offenbar belastende Beweisstücke sichergestellt. Laut übereinstimmenden Medienberichten habe die Polizei unter anderem sechs Handys, Notizbücher und handschriftliche Notizen, welche die Tatverdächtige weiter belasten, gefunden.

Die Tochter der Tatverdächtigen wurde Anfang April nach einer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Unklar ist zudem weiterhin noch, welche Rolle der Bruder der 63-Jährigen in dem Fall möglicherweise spielte. Denn laut mallorcamagazin.com soll parallel zur Festnahme der 63-Jährige auch deren Bruder in Deutschland in Gewahrsam genommen worden sein. Eine offizielle Bestätigung liegt derzeit allerdings nicht vor.

mz