„Eine Antenne nach draußen“

Traunsteins Oberbürgermeister holt sich einen persönlichen Referenten

Oberbürgermeister Christian Hümmer (sitzend) mit seinem neuen persönlichen Referenten Maxi Burghartswieser. Er kennt Traunstein gut, lebt hier und bringt Herzblut für die neue Aufgabe mit. Davon ist Hümmer überzeugt.
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Oberbürgermeister Christian Hümmer (sitzend) mit seinem neuen persönlichen Referenten Maxi Burghartswieser. Er kennt Traunstein gut, lebt hier und bringt Herzblut für die neue Aufgabe mit. Davon ist Hümmer überzeugt.

„Die Kommunikation mit den Bürgern nimmt stark zu – und zwar auf allen Kanälen“. Das stellt Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer fest, der unter anderem auch deshalb seit 1. September einen persönlichen Referenten hat.

Traunstein – Maxi Burghartswieser soll ihm zuarbeiten und „eine Antenne nach draußen sein“. Denn der 43-Jährige ist fest in der Stadt verwurzelt, ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden tätig und hat eine fundierte Ausbildung in der Verwaltung absolviert. Er sei einer, „der Traunstein kennt, der hier lebt, Herzblut für die neue Aufgabe mitbringt und Leidenschaft, für die Stadt zu arbeiten“, sagte der Oberbürgermeister dieser Tage in einem Gespräch mit der Heimatzeitung.

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Burghartswieser ist gebürtiger Traunsteiner. Sein 2001 verstorbener Vater Max war Stadtrat und Zweiter Bürgermeister sowie Vorsitzender des Fördervereins Alt Traunstein. Ohne ihn, so erinnern sich alte Traunsteiner, wäre wohl der Jacklturm niemals wieder aufgebaut worden und andere historische Gebäude in der Stadt wären längst verschwunden. Sein Sohn engagiert sich ebenfalls für die Denkmalpflege und ist zweiter Vorsitzender des Fördervereins. Außerdem ist er in der Kirchenverwaltung Haslach ehrenamtlich tätig und Vorsitzender des knapp 1500 Mitglieder zählenden FC-Bayern-Fanclubs Rot-Weiße Traun.

Nach dem Besuch der Realschule in Traunstein absolvierte Burghartswieser eine Lehre in der elterlichen Schreinerei, leistete Zivildienst im Deutschen Herzzentrum München und begann 2001 im Landratsamt Traunstein eine Ausbildung zum Verwaltungs-Fachangestellten. Er bildete sich an der Bayerischen Verwaltungsschule weiter zum Bilanzbuchhalter, zum Verwaltungsfachwirt und zum Verwaltungsbetriebswirt. 19 Jahre war er im Landratsamt tätig und arbeitete dort zuletzt in der Tiefbauabteilung. Nach der Stichwahl, so erzählt der neue Referent, habe ihn der OB gefragt, ob er für die Stadt arbeiten wolle. „Ich war überrascht und erfreut“, gesteht Burghartswieser heute. Ein paar Tage Bedenkzeit habe er sich trotzdem auserbeten, ehe er zugesagt hat.

Erste Wochen „spannend und fordernd“

Die ersten Wochen seiner Tätigkeit beschreibt er als vielseitig, fordernd und spannend. „Es ist gut angelaufen“, freut er sich. Die Arbeit wird ihm bestimmt nicht ausgehen. Gerade die vom Oberbürgermeister zu verantwortenden Entscheidungen in und für Traunstein erfordern Geschick und Fingerspitzengefühl. Da ist es nie verkehrt, wenn das Stadtoberhaupt noch eine Antenne in der Stadt hat, die die Stimmung der Menschen wahrnimmt und richtig einzuschätzen weiß. (obk)

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