Traunstein: Neuer Rektor an Ludwig-Thoma-Grundschule ist „ein Heimatgewächs“

Schulamtsleiter Otto Mayer, der neue Schulleiter der Ludwig-Thoma-Grundschule Traunstein Alexander Fietz, Konrektorin Verena Rausch, und Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (von links) bei dem kleinen Festakt.
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Schulamtsleiter Otto Mayer, der neue Schulleiter der Ludwig-Thoma-Grundschule Traunstein Alexander Fietz, Konrektorin Verena Rausch, und Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (von links) bei dem kleinen Festakt.

An der Traunsteiner Ludwig-Thoma-Grundschule hat Alexander Fietz das Rektorat übernommen. In einer kleinen Feierstunde wurde er an seinem neuen Wirkungsort begrüßt.

Von Günther Buthke

Traunstein – In Anwesenheit seines Lehrerkollegiums sowie von Vertretern des Elternbeirats, der Stadt Traunstein, der Kirchengemeinden und der Diakonie wurde der neue Rektor der Ludwig-Thoma-Grundschule, Alexander Fietz, von Schulamtsleiter Otto Mayer in sein Amt eingeführt. Mayer erklärte, mit dem in Traunstein aufgewachsenen Fietz übernehme nun ein „Heimatgewächs“ die Schulleitung.

„Alexander Fietz hat schon eine lange Strecke als Führungskraft zurückgelegt und eine Menge Leitungserfahrung gesammelt“, betonte Mayer mit Blick auf dessen beruflichen Werdegang.

Stationen in Traunreut, Surberg und Chieming

Nach dem Studium fing Fietz 1993 als Lehrer zur Anstellung an und ging 1994 an die Grundschule Traunreut Süd, wo er später Konrektor wurde. Ab 2004 war er dann Rektor der Grundschule Surberg und wechselte 2011 als Schulleiter an die Grund- und Mittelschule Chieming. von der er nun nach Traunstein kommt.

Mayer lobte die Arbeit an der Ludwig-Thoma-Grundschule und erinnerte auch an den zweiten Schulstandort in Kammer. Außerdem erwähnte er lobend die Tätigkeit von Konrektorin Verena Rausch, die die Schule im vergangenen Jahr geleitet hatte. Das Klima sei gut und es herrsche ein harmonisches Miteinander. Den kommenden Unterricht mit Maske bezeichnete er als „stressig“ und sprach die Hoffnung aus, dass sie Lehrern und Schülern bald erspart bleibe.

Stadt plädiert für Investitionen in Bildung

Der Stadt Traunstein bescheinigte der Schulamtsleiter, dass sie stets ein offenes Ohr und einen offenen Geldbeutel, denn es gebe immer etwas in die Zukunft zu investieren. Wegen der Zunahme der Schülerzahlen habe man den Schulsprengel in der Stadt geändert, um darauf besser reagieren und die Schüler besser verteilen zu können. Laut Mayer sollte man auch über einen neuen Standort nachdenken.

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Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer stellte ebenfalls fest, dass Traunstein eine wachsende Stadt sei. „Die Migration beschert den Schulen zusätzlich eine bunte Sprachenvielfalt“, sagte Hümmer. Zudem stecke sie wegen Corona mitten in einer Krise. „Krise bedeutet aber auch, Entscheidungen zu treffen. Aber was sind die Richtigen?“, sagte der Oberbürgermeister. Mit ihrem Kinder- und Schülerbestand sei die Stadt Bildungsstandort. Hümmer versicherte, dass die Stadt überall, nur nicht bei der Bildung einsparen werde.

Begrenzte Flächen für Unterricht

Aktuell stelle sich die Frage, wo man die Kinder zukünftig unterbringen wolle. Die Raumkapazität müsse erhöht werden. Wie zum Beispiel in der Grundschule Kammer müsse man sich Gedanken machen, was nachhaltig wirtschaftlicher sei, Sanierung oder Neubau. Die Entscheidung, an die man sich auch halten werde, werde noch im September im Stadtrat fallen.

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Dem neuen Schulleiter Fietz dankte der Oberbürgermeister dafür, dass er die Führung übernehme. „Es schreien nicht mehr alle ‚hier‘, wenn sie Führung übernehmen sollen“, sagte Hümmer.

Die Leistung der Lehrer sei durch Corona präsenter

Er hoffte außerdem auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Schulleitungsteam. Die Lehrer seien mit dem „Homeschooling“ stark belastet gewesen. Dabei hätten die Eltern gesehen, was der Lehrerberuf bedeutet und was die Lehrer am Vormittag mit den Kindern leisten müssen und wie unwahrscheinlich viel Energie dies koste.

„An der Ludwig-Thoma-Grundschule ist Hervorragendes geleistet worden“, sagte Schulleiter Fietz. Er habe bisher durchweg positive Begegnungen gehabt. Das Stundenplanteam habe herausragend gearbeitet. Es sei wichtig miteinander zu reden und nicht übereinander. Jedes Schuljahr bringe neue Herausforderungen mit sich, besonders in Zeiten von Corona. „Man muss die ganze Sache eben mit gesundem Menschenverstand angehen. Deshalb bin ich froh, dass ich jetzt anfangen kann“, sagte Fietz.

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