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Im Gespräch mit der ILS Traunstein und Rosenheim

Schneise der Verwüstung nach Unwetter am Dienstag: Rund 200 Einsätze in nördlichen Landkreisen

In der Region löste das Unwetter vom Dienstag (22. Juni) vielerorts zahlreiche Einsätze der lokalen Rettungs- und Einsatzkräfte aus.
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In der Region löste das Unwetter vom Dienstag (22. Juni) vielerorts zahlreiche Einsätze der lokalen Rettungs- und Einsatzkräfte aus.
  • Max Darga
    VonMax Darga
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Die Unwetterlagen der vergangenen Tage trafen einige Bereiche der Region mit voller Wucht. Der Geschäftsführer der Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein Josef Gschwendner berichtet im Gespräch mit der OVB24-Redaktion über das Einsatzgeschehen am Dienstag (23. Juni).

Landkreis Traunstein - Besonders in den nördlichen Landkreisen kam es am Dienstag zu einer Vielzahl von Einsätzen der lokalen Rettungs- und Einsatzkräfte. Wie der Geschäftsführer der Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein Josef Gschwendner im Gespräch mit der Redaktion mitteilte, kam es im Landkreis Mühldorf am Inn zum größten Einsatzaufkommen, aber auch im übrigen Zuständigkeitsgebiet der ILS waren die Einsatzkräfte gefordert.

Schwere Unwetter im Landkreis Mühldorf: 150 Einsätze an Schwerpunkten

Allein im Stadtgebiet Mühldorf kam es zu 66 Einsätzen, sagt Gschwendner. Hier befand sich ein Schwerpunkt des Unwettergeschehens. Ein weiterer befand sich im Bereich Waldkraiburg. Dort kam es laut Gschwendner zu 56 Einsätzen.

Nicht alle Einsätze seien per Notruf ausgelöst worden, erklärt der Geschäftsführer der ILS Traunstein. Viele wurden vor Ort festgestellt. So wurden bei einem Einsatz in einem überschwemmten Straßenzug gleich mehrere Einsätze in Folge abgearbeitet, da dort nicht nur ein Keller mit Wasser volllief. So wurde aus einem Einsatz oftmals mehrere Einsätze.

Bilder von den Ausmaßen des Hagels in Mühldorf

bild unwetter mühldorf
Mühldorf von schwerem Unwetter getroffen
Mühldorf von schwerem Unwetter getroffen
Mühldorf von schwerem Unwetter getroffen
Bilder von den Ausmaßen des Hagels in Mühldorf

Gschwendner merkt an, dass das Unwetter zwar eine Schneise der Verwüstung durch den Landkreis riss und die Vielzahl der Einsätze auslöste, allerdings nur von kurzer Dauer war. Bereits gegen 19 Uhr am Dienstag (22. Juni) schien die Sonne wieder im Landkreis Mühldorf am Inn. Dennoch waren die Einsatzkräfte der Region teilweise bis in die Nacht mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Einsatzaufkommen im Landkreis Altötting - Südliche Landkreise weitgehend unberührt

Betroffen waren vornehmlich die nördlichen Landkreise im Zuständigkeitsgebiet der ILS Traunstein, meint Gschwendner. Während es im Landkreis Traunstein kaum zu Notrufen und Einsätzen kam, wurden im Landkreis Altötting 50 bis 60 Einsätze gemeldet.

Auch hier gab es Überschwemmungen aufgrund des Starkregens. Die Wasserwacht berichtete vom Dauereinsatz.

Leserfotos zu den schweren Unwettern am 22. Juni

Unwetterschäden am 22. Juni in der Region
Unwetterschäden am 22. Juni in der Region
Unwetterschäden am 22. Juni in der Region
Unwetterschäden am 22. Juni in der Region
Leserfotos zu den schweren Unwettern am 22. Juni

Einsätze im Bereich Saaldorf-Surheim im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land kam es zu einem erhöhten Einsatzaufkommen im Bereich Saaldorf-Surheim. Gschwendner teilt hierzu mit, dass das Unwetter „schnell gekommen und schnell gegangen“ ist.

Unwetter in Saaldorf im Berchtesgadener Land am 22. Juni

Unwetterschäden in der Gemeinde Saaldorf-Surheim am 22. Juni.
Unwetterschäden in der Gemeinde Saaldorf-Surheim am 22. Juni.
Unwetterschäden in der Gemeinde Saaldorf-Surheim am 22. Juni.
Unwetterschäden in der Gemeinde Saaldorf-Surheim am 22. Juni.
Unwetter in Saaldorf im Berchtesgadener Land am 22. Juni

Im Zuge dieser örtlich stark begrenzten Unwetterlage teilt Geschäftsführer der ILS Traunstein mit, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzt und die Unwetter „sehr punktuell und sehr heftig“ auftreten.

Geschäftsführer der ILS Traunstein dankt freiwilligen Helfern

Gschwendner spricht seinen Dank für alle beteiligten Hilfskräfte aus und betont, dass sein Dank auch jenen gilt, die in ihrer Freizeit eingesprungen sind, um sich der Unwetterlage entsprechend entgegenzustellen. Die Arbeitsplätze in der ILS seien in kürzester Zeit auf die maximale Besetzung von 16 Mitarbeitern aufgestockt worden. Denn die Notrufspitze konnte nur mit entsprechender Personalplanung bewältigt werden.

Trotz der massiven Zahl an Einsätzen in dieser Woche merkt Gschwendner eine positive Meldung an: „Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden.“

Der Geschäftsführer der ILS Traunstein freut sich angesichts der schweren Unwetter der vergangenen Tage über die Kollegialität und Kameradschaftlichkeit aller Beteiligten: „Wir freuen uns sehr über den Zusammenhalt.“

Erhöhtes Einsatzaufkommen auch im Landkreis Rosenheim - Nördliche Gemeinden besonders betroffen

Wie Stefan Ertl, Leiter der Integrierten Leitestelle Rosenheim, auf Anfrage von rosenheim24.de mitteilt, kam es seit Montag 21. Juni zu insgesamt 73 Einsätzen im Kontext der Unwetterlage im Landkreis Rosenheim. Vier davon am Montag und ganze 69 am Dienstag. 31 der Einsätze liefen im Zeitraum nach 16.44 Uhr.

Am schwersten waren hierbei die Gemeinden im Norden betroffen. Albaching, Pfaffing und Soyen werden als besondere Einsatzschwerpunkte genannt. In Albaching mussten die Hagelmassen teilweise mittels Vorderlader aus dem Weg geräumt werden.

mda

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