Traunstein: Inklusiv im Alpenraum unterwegs

Auftakt des erweiterten Alpen.Leben.Menschen-Projekts: Die integrative und inklusive Wanderung mit Lamas und Alpakas mit 23 Menschen mit und ohne Handicap aus verschiedenen Nationen war ein voller Erfolg. Malteser

„Alpen.Leben.Menschen“, das Kooperationsprojekt von Malteser Hilfsdienst und Deutschem Alpenverein, wird verlängert und um eine weitere Dimension erweitert: Neben der Integration von geflüchteten Menschen ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung nun zweiter Schwerpunkt des Projekts.

Traunstein Nachdem das Projekt „Alpen.Leben.Menschen“ (A.L.M.) in den Jahren 2016 bis 2018 sehr erfolgreich durchgeführt worden ist und damit ein wichtiger Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen im Alpenraum geleistet werden konnte, geht A.L.M. einen Schritt weiter. „Wir wollen nun auch einen Beitrag zu mehr Inklusion im Alpenraum leisten und richten uns deshalb auch an Menschen mit Behinderung“, erklärt Anja Pinzel, Projektleiterin und gleichzeitig als Regionalkoordinatorin für den Raum Oberland und Chiemgau zuständig. Mit diesem innovativen Ansatz wolle A.L.M. zu einer weltoffenen, toleranten und inklusiven Gesellschaft beitragen und alle Menschen in Bayerns Berge mitnehmen.

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Auch Menschen mit Behinderung sollten Begegnungen mit der Natur, dem Bergsport und mit Einheimischen haben. So könnten sie erfahren, dass sie etwas leisten und Barrieren überwinden können. Bei den A.L.M.-Aktionen kommen sie auch mit geflüchteten Menschen zusammen, die auf eine ganz andere Art Benachteiligung erfahren haben. Menschen mit Behinderung können gemeinsam mit Einheimischen und ehrenamtlicher Unterstützung so ihren Horizont erweitern und persönliche Grenzen verschieben. Die Auftaktveranstaltung fand in Grub/Valley im Landkreis Miesbach statt. Eine bunt gemischte Gruppe aus 23 Teilnehmern aus Deutschen und Armeniern, Menschen mit und ohne Handicap, wanderte mit Lamas und Alpakas auf Wald- und Wiesenwegen durch die schöne Natur des Mangfalltals.

Tourenprogramm im Landkreis

Im Anschluss gab es noch einen Tee im Orientzelt. „Die Teilnehmer waren begeistert, wie toll verschiedene Menschen auf einer Wanderung zueinander finden können“, so Pinzel. Dies sei ein sehr guter Weg, um Begegnungen zu schaffen.

Weitere Informationen zum geplanten Tourenprogramm in den verschiedenen Landkreisen am Alpenrand gibt es unter www.alpenlebenmenschen.de.

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Die Veranstaltungen sind grundsätzlich für alle Interessierten offen, in der Regel ist aber eine Anmeldung erforderlich. Aktuelle Absagen wegen der Maßnahmen im Zusammenhang mit Corona werden ebenfalls dort bekannt gegeben.

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