Traunstein hat ein neues „Schmuckstück“: Die Haslacher Grundschule eröffnet Trakt

Nach 17 Monaten Bauzeit ist der Erweiterungsbau der Grundschule Haslach fertig.
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Nach 17 Monaten Bauzeit ist der Erweiterungsbau der Grundschule Haslach fertig.

Nach 17 Monaten Bauzeit steht er: Der Erweiterungsbau der Grundschule Haslach ist fertig! Die ABC-Schützen freuen sich über ein modernes und barrierefreies Gebäude.

Von Günter Buthke

Traunstein– Nach 17 Monaten Bauzeit weihten Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) gemeinsam mit Pfarrvikar Tobias Prinzhorn und Pfarrer Manuel Ceglarek den neuen, barrierefreien Erweiterungsbau der Grundschule Haslach ein. Hümmer freute sich, dass sowohl die Bauzeit als auch der Kostenrahmen von rund vier Millionen Euro, die mit 1,5 Millionen gefördert werden, eingehalten wurden.

Wie eingangs der Fachbereichsleiter für Planen und Bauen im Bauamt der Stadt Traunstein, Richard Hagenau, wies auch der Oberbürgermeister auf die vorübergehende Containerlösung insbesondere für die Mittagsbetreuung hin, um dem Platzproblem der Schule zu begegnen.

„Traunstein ist eine wachsende Stadt“

Hümmer betonte, der Rechtsanspruch dafür sei gut und richtig, aber jede Familie solle ihr eigenes Modell entscheiden. Die Stadt müsse ihnen nur die Möglichkeit zur Verfügung stellen.

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„Traunstein ist eine wachsende Stadt. In den vergangenen Jahren ist sie um rund 3000 Menschen gewachsen“, sagte der Oberbürgermeister. Mit dem Hinweis auf die Erweiterung von Wohnsiedlungen im Ortsteil Haslach stellte er fest, dies sei sicherlich nicht die letzte Schulerweiterung.

Schlüssel aus Teig

Architekt Dirk Kahlig erklärte, aus einer Baustelle sei ein Lebensraum geworden. Im März 2019 sei der Fahrstellplatz abgerissen worden und der erste Spatenstich erfolgt. Der Bau sei dank der guten Zusammenarbeit von Handwerkern, Baufirmen, Planern, Bauherr und Schulfamilie gut vorangekommen. Trotz Corona habe es keine großen Beeinträchtigungen gegeben, sodass der Fertigstellungstermin eingehalten werden konnte. Kahlig übergab dem Oberbürgermeister einen symbolischen Schlüssel aus gebackenem Teig.

Lärm und Dreck, jetzt Freude

Schulleiterin Karin Scholz-Lehrberger brachte ihren Stolz und ihre Freude über das Bauwerk zum Ausdruck. Vor fünf Jahren habe der Stadtrat den Beschluss zur Erweiterung der Schule gefasst. „Ich bin froh, dass wir nach eineinhalb Jahren Bauzeit die Einweihung feiern können, denn die Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb sind mit einigen Beeinträchtigungen wie Staub, Lärm und Dreck verbunden gewesen“, sagte Scholz-Lehrberger.

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Entstanden seien ein Speiseraum für die Mittagsverpflegung mit Austeilküche, ein Hauswirtschaftsraum, ein EDV-Raum sowie drei Gruppenräume für die verschiedenen Formen der Ganztagsbeschulung. Über einen Aufzug und einen Verbindungsgang zum alten Bestand ist der Erweiterungsbau barrierefrei erschlossen.

Ein Umfeld für erfolgreiches Lernen

Schulamtsleiter Otto Mayer begrüßte die Entscheidung der Stadt Traunstein zum Anbau. Sie habe Geld in die Hand genommen, um die Raumqualität zu verbessern und das schulische Spektrum attraktiver zu machen. „Schulräume sind nicht nur Lernräume, sondern auch die ‚Kinderzimmer‘ einer Gemeinde“, sagte Mayer. Sie müssten daher so viel Sorgfalt aufwenden, wie Eltern für ihre Kinderzimmer aufwenden. „Ein helles und wohnliches Schulhaus schafft ein Umfeld, das die Voraussetzung für erfolgreichen Lernen ermöglicht“, so Mayer. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Schulkindern.

Karin Scholz-Lehrberger, Jugendreferentin Isabelle Thaler, Dr. Christian Hümmer und Schulreferentin Ulrike Hoernes und Architekt Dirk Kahlig (von links).

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