Traunstein: Großes Interesse am Kulturforum Klosterkirche

Führung in der Klosterkirche mit Ursula Lay (links). re
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Führung in der Klosterkirche mit Ursula Lay (links). re

Nachdem die erfolgreich abgeschlossene Sanierung des Kulturforums Klosterkirche offiziell gefeiert worden war, herrschte in Traunstein und Umgebung große Neugier auf das Ergebnis.

Traunstein– Zahlreiche Besucher konnten sich nun am Tag der offenen Tür davon überzeugen, dass der Umbau sehr gut gelungen ist. Wie groß das Interesse war, zeigt die Tatsache, dass die im Zehn-Minuten-Takt angebotenen Führungen bereits im Vorfeld fast ausgebucht waren.

Grundstein in Jahr 1687

Judith Bader, Leiterin der Städtischen Galerie, Architekt Peter Färbinger, Betreiberin Alexandra Birklein sowie Gästeführerin Marietta Heel und Kulturreferentin Ursula Lay berichteten den Besuchern bei den geführten Rundgängen Wissenswertes über die Geschichte des Gebäudes in den vergangenen rund 300 Jahren sowie über die Sanierung und Funktion des Kulturforums. So erfuhren sie, dass die Grundsteinlegung für die Kirche und das Kapuzinerkloster 1687 und die bauliche Fertigstellung drei Jahre später erfolgte. 1802 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

Kaserne, Klosterkirche, Kindergarten

Seit 1806 diente das Kloster als Kaserne und die Klosterkirche als Getreidespeicher. 1855 wurde der verbliebene Nordflügel des Klosters zum Schulgebäude für Mädchen umgebaut. Zwei Jahre später übernahmen die Englischen Fräulein die Mädchenschule und den Kindergarten. 1950 wurde die Klosterkirche der Pfarrkirchenstiftung St. Oswald überlassen. 1986 beschloss der Stadtrat den Rückkauf des Kirchengebäudes für den symbolischen Preis von zehn Mark. Seit betrieb die Kulturvereingung ARTS die Klosterkirche als Kunstraum.

Sanierung mit Hindernissen

Der Architektenauftrag für die Sanierung erteilte der Stadtrat 2013. Nach langer Planungszeit und anregenden Diskussionen wurde 2017 mit dem Bau begonnen. Die Baufertigstellung verzögerte sich wiederholt, weil schadstoffhaltige Materialien entdeckt wurden, im Katastrophenwinter 2018/2019 ein Gerüst komplett aus der Verankerung gerissen wurde und im Sommer 2019 ein Wassereinfall im Untergeschoss eintrat.

Die ehemalige Klosterkirche ist jetzt nicht nur ein Konzert- und Ausstellungssaal mit einer professionellen Bühne, Künstlergarderoben unter der Apsis und alles, was zu Veranstaltungen gehört. Auch private Feiern, Hochzeiten oder Geburtstag sind möglich. Die Klosterkirche fasst in Reihenbestuhlung bis zu 300 Personen und in einer Galabestuhlung mit Tischen bis zu 200 Personen. In „Normalzeiten“ und nicht in „Corona-Zeiten“.

Konzerte, Seminare und Schulungen

Unter dem Dach des ehemaligen Kapuzinerklosters mit dem Kapuzinersaal und der Städtischen Galerie können künftig kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Businessevents stattfinden. Der Kapuzinersaal eignet sich für Lesungen, kleinere Konzerte Schulungen oder Seminare. In Reihenbestuhlung gehen rund 100 Gäste hinein. Im Untergeschoss befindet sich eine großzügige Küche und im Foyer im Erdgeschoss eine Bar mit Kühllager und Spülküche.

Besucher im frisch zugänglichen Kapuzinersaal.

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