KULTURGUIDE

Schüler geben Geheimtipps aus der Region Traunstein für junge Erwachsene

Stolz präsentieren Schüler des P-Seminars ihr Werk: Filialleiterin Susanne Barten-Renner von der Buchhandlung Stifel mit Sophie Aicher, Marlene Fichtner und Linus Mehringer.
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Stolz präsentieren Schüler des P-Seminars ihr Werk: Filialleiterin Susanne Barten-Renner von der Buchhandlung Stifel mit Sophie Aicher, Marlene Fichtner und Linus Mehringer.

Aufgabe im Projekt-Seminar: Schüler des Traunsteiner Chiemgau-Gymnasiums erstellen Audio- und Kulturguide für die Kreisstadt und ihre Umgebung.

Traunstein – Mit der Broschüre „IN-SEIDA“ betreten zehn Schüler des Traunsteiner Chiemgau-Gymnasiums Neuland. Denn die Gymnasiasten hatten es sich seit September 2019 zur Aufgabe gemacht, in ihrem Projekt-Seminar unter der Leitung von Jeffrey und Christina Veit einen Kultur- und Audioguide über die Stadt Traunstein und ihre Umgebung zu erstellen.

Überraschenden Einblick in den Ort

Die Broschüre richtet sich dabei vor allem an ein junges Publikum und hält einige Geheimtipps aus der Region bereit. Zusätzlich gewähren liebevoll aufbereitete Hörstücke – passend zu jedem Kapitel – einen lebendigen, manchmal überraschenden Einblick in den im Text beschriebenen Ort.

Die Broschüre IN-SEIDA ist ab sofort in der Buchhandlung Stifel erhältlich.

Der endgültige Druck des Kulturguides beim Traunsteiner „Chiemgau-Druck“ war der Schlusspunkt einer fast zwei Jahre währenden, intensiven Arbeitsphase des P-Seminars, in der die angehenden Abiturienten sowohl von der Stadt Traunstein als auch vom Förderverein des Chiemgau-Gymnasiums unterstützt wurden – nicht zuletzt auch finanziell.

Die kleine Broschüre stellt insgesamt „31 plus X Orte“ vor, wobei das X für weitere Orte steht, die es noch zu entdecken gilt – durch den Leser selbst, der seine eigenen Insider-Locations in der Broschüre dokumentieren kann. Die Schüler haben eben an alles gedacht…Erhältlich ist das Schüler-Werk ab sofort in der Buchhandlung Stifel am Traunsteiner Stadtplatz.

Für die zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert

Dass sich dieses Endprodukt eines P-Seminars „absolut sehen lassen kann“, befand auch die Jury des P-Seminar-Preises 2021, mit dem sie den „IN-SEIDA“ für den MB-Bezirk Oberbayern-Ost auszeichnete, was zugleich die Qualifikation für die zweite Runde des Wettbewerbs auf Landesebene bedeutet.

„P-Seminare begleiten Schüler in der zweijährigen gymnasialen Oberstufe und dienen zur Studien- und Berufsorientierung“, erklärte Schulleiter Markus Gnadl unserer Zeitung. Im Laufe von drei Halbjahren entwickeln P-Seminare außerdem ein bestimmtes Projekt. „In diesem Fall war das die Erstellung des Kulturguides mit einem für die Jugendlichen besonders ansprechenden Thema, denn die Stadt Traunstein gilt zwar als attraktiver Touristenort im Chiemgau, bietet jedoch auf den ersten Blick wenig Möglichkeiten für junge Erwachsene“, so der Oberstudiendirektor.

Tatsächlich finden sich aber in und um Traunstein laut Gnadl einige interessante Orte, gut gehütete Geheimnisse, die es zu lüften gilt. „Und wer kann das wohl besser als die Insider, also die Jugendlichen selbst? Die jungen Erwachsenen haben ihre eigene Vorstellung davon, wo man die Nacht zum Tag werden lässt, mit dem Freund oder der Freundin den Sonnenuntergang genießt, sich richtig auspowern oder einfach gemeinsam lässig abhängen kann.“ Jeder dieser Orte definiere sich dabei unter anderem durch seine äußeren Einflüsse: eine Geräuschkulisse oder interessante Gespräche mit Personen aus dieser Gegend.

Ab März fast nur auf digitaler Ebene zusammengearbeitet

Gnadl: „Deswegen arbeiteten die Oberstufenschüler des Chiemgau-Gymnasiums ein Konzept aus, welches Audiodateien und Texte miteinander verbindet und sich gut vermarkten lässt.“

Dass die Produktion einer Broschüre nicht nur viel Zeit erfordert, sondern auch die eigene Bereitschaft, sich in bestimmte Programme (wie Schnitt- und Aufnahmetechnik, Erstellung von Dokumenten, Kalkulationen etc.) einzuarbeiten, hätten die die Oberstufenschüler schnell erkannt, so der Schulleiter.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Schüler ab März 2020 meist nur auf digitaler Ebene gemeinsam arbeiten. Zeitweise mussten sie sich aufgrund der Kontaktbeschränkungen auch alleine mit den Orten auseinandersetzen.

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