Traunstein: Die Linken fordern Unterstützung für Pfleger

In ihrer Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder der Partei Die Linke-Kreisverband Traunstein/Berchtesgadener Land einen neuen Vorstand. Dieser soll verkleinert werden, so soll es nur noch acht, statt zehn Mitglieder im Vorstand geben.

Traunstein –Schließlich wurden die beiden Kreisvorsitzenden Claudia Thieltges und Denis Holl, Schatzmeister Norbert Eberherr und als Beisitzer Manuela Pertl und Simon Prechtl in ihren Ämtern bestätigt. Gertrud Klapfenberger-Öttl sowie Leon Buchwald wurden außerdem neu in den Vorstand gewählt. „Wir haben unseren Kreisvorstand bewusst verkleinert, weil wir unsere Kräfte zielgerichteter bündeln wollen. Leider ist es uns aber trotzdem nicht gelungen, den Vorstand vollzählig zu besetzen“, so die alte und neu gewählte Vorsitzende Thieltges. Außerdem konnte die in der Satzung festgelegte Quote von 50 Prozent Frauenanteil im Vorstand nicht erreicht werden, da sich nicht genügend für ein Amt zur Verfügung gestellt haben.

Vorstand hat sich verjüngt

„Jedoch freut es mich, dass sich unser Kreisvorstand weiter verjüngt hat. Gemeinsam wollen wir den Jugendlichen im Landkreis ein größeres Gehör geben und uns für die Belange aller Altersgruppen und sozialen Schichten stark machen“, so die Vorsitzende weiter. Auch sei es ein „riesiger Erfolg“, dass Die Linke nun erstmals mit je einem Sitz in Stadtrat und Kreistag eingezogen ist, freute sich Thieltges. „Unsere zentralen Themen sind weiterhin eine menschliche Asylpolitik, einkommensunabhängige Bildungsangebote für alle, Inklusion und sozialer Wohnungsbau“, fasste Manuale Pertl, Mitglied des Traunsteiner Kreistags, ihre Ziele für die kommunalpolitische Arbeit zusammen.

Künstler leiden unter Einschränkungen

Große Einigkeit herrschte auch beim Thema Covid-19-Pandemie: „Wir stehen auf der Seite derer die am stärksten unter der Krise leiden. Eine Aufhebung aller Corona-Maßnahmen lehnen wir jedoch strikt ab“, stellte Simon Prechtl klar. Stattdessen sollen Solo-Selbstständige, Künstler, Club- und Lokalbesitzer und weitere bessere Unterstützung – nicht nur zur Deckung der Betriebskosten – vom Staat bekommen. „Gleichzeitig sollten Pfleger eine echte Honorierung ihrer wertvollen Arbeit erhalten. Nicht nur als Applaus, sondern finanziell!“, betonte Prechtl.

Wohnbaugesellschaft für Traunstein diskutiert

Der wiedergewählte Co-Vorsitzende Denis Holl ergänzte außerdem: „Die Stadt Traunstein plant die Errichtung einer Wohnungsbaugesellschaft. Wir werden als Die Linke größten Wert darauf legen, dass ein entsprechender Gesellschaftsvertrag eine deutliche Verpflichtungserklärung in Sachen Schaffung sozialen Wohnraums und die Förderung inklusive Wohnprojekte enthält.“ Dafür appellierte er an alle interessierten Bürger, sich im Sinne einer basisdemokratischen Mitarbeit einzubringen.

Und: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Der Linken- Kreisverband will sich aktiv dafür einsetzen, dass es nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 klar in Richtung sozialer Mehrheiten gehe.

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