Traunstein: In Corona-Zeiten deutlich weniger Einsätze für den BRK-Rettungsdienst

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des BRK-Rettungsdienstes mussten im ersten Halbjahr zwar weniger Einsätze absolvieren als im Vergleichszeitraum 2019, jedoch bedeuteten die umfangreichen Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise auch für sie zusätzliche Herausforderungen und Belastungen.
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Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des BRK-Rettungsdienstes mussten im ersten Halbjahr zwar weniger Einsätze absolvieren als im Vergleichszeitraum 2019, jedoch bedeuteten die umfangreichen Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise auch für sie zusätzliche Herausforderungen und Belastungen.

Der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Traunstein, musste in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich seltener ausrücken als im ersten Halbjahr 2019. Hauptgründe dafür dürften die Corona-Krise und der damit verbundene „Lockdown“ sein

Traunstein – . Dennoch leisteten die rund 210 haupt- und ehrenamtlichen Rettungskräfte des BRK-Kreisverbandes Traunstein in der ersten Jahreshälfte 12 673 Einsätze – das entspricht rund 70 pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mussten insgesamt rund zehn Prozent weniger Einsätze absolviert werden. Das Groß der Einsätze entfiel auf Krankentransporte (6 423). Hinzu kamen 1 987 Notarzteinsätze und 1 318 Notfalleinsätze. Nicht verrechnungsfähige Einsätze wie beispielsweise Gebietsabsicherungen, Werkstattfahrten oder zurückgenommene Alarmierungen summierten sich auf 2 945.

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Den größten Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es bei den Krankentransporten (minus 14 Prozent). Dies hängt damit zusammen, dass Krankentransporte vor allem bei älteren und chronisch erkrankten Patienten, die zur Corona-Risikogruppe zählen, notwendig sind. Um keine Ansteckung in den Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems zu riskieren, wurden nur medizinisch unumgängliche Fahrten durchgeführt und geplante medizinische Eingriffe in Krankenhäusern aufgeschoben. Zudem waren viele Patienten durch die Corona-Situation verunsichert und verzichteten aus Angst vor einer möglichen Infektion auf die üblichen Transportfahrten.

Einschränkungen des öffentlichen Lebens schlagen zu Buche

Die Rückgänge bei Notarzteinsätzen ( minus 5 Prozent) und Notfalleinsätzen ( minus 10 Prozent) dürften in erster Linie durch die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge des „Lockdown“ begründet sein. So war beispielsweise in den Monaten März und April das Straßenverkehrsaufkommen deutlich geringer als gewohnt, was mit einem Rückgang der Verkehrsunfälle einherging. Trotz der gesunkenen Einsatzzahlen stellte das erste Halbjahr auch für die BRK-Rettungskräfte eine besondere Herausforderung dar. Zwischen März und Juni mussten sie 603 Einsätze mit Verdacht auf eine Corona-Infektion bewältigen.

Sicherheitsvorkehrungen bedeuten große Anstrengungen

Die dabei vorgeschriebenen, aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen brachten für die Rettungskräfte zusätzliche physische Anstrengungen und einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand pro Fahrt mit sich. Zudem bestand und besteht für die Mitarbeiter im Rettungsdienst durch den häufigen Kontakt mit Patienten und die täglichen Aufenthalte in Einrichtungen des Gesundheitswesens selbst ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Trotz des häufigen, beruflich bedingten Kontaktes mit Corona-Patienten gab es unter den Mitarbeitern des Rettungsdienstes nur sehr wenige Corona-Infektionen. „Das ist auf das besonnene Arbeiten unserer Rettungskräfte und die gute Herangehensweise an diese außergewöhnliche Situation zurückzuführen“, berichtete BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Richter. „Auch die Mitarbeiter in unserer Kreisgeschäftsstelle sowie unsere vielen ehrenamtlichen Helfer sind mit den coronabedingten Herausforderungen und Maßnahmen gut umgegangen.“

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