Lieferschwierigkeiten bei Verschleißteilen

Traunstein: Fahrradwerkstätten vom Lockdown ausgenommen - „Auftragslage wie in der Hauptsaison“

Mit Lieferproblemen bei Standardverschleißteilen hat Oliver Stoklossa, Inhaber von „Steinbock Bikes“ in Traunstein, bei der Montage in seiner Werkstatt zu kämpfen.
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Mit Lieferproblemen bei Standardverschleißteilen hat Oliver Stoklossa, Inhaber von „Steinbock Bikes“ in Traunstein, bei der Montage in seiner Werkstatt zu kämpfen.
  • vonAxel Effner
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Fahrradwerkstätten gelten auch während des Lockdowns bis 10. Januar als systemrelevant. Im Unterschied zu den Fahrradgeschäften dürfen sie weiter geöffnet bleiben. Die OVB-Heimatzeitungen haben sich bei Händlern in Traunstein erkundigt.

Traunstein –„Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr ist bei uns der Verkauf förmlich explodiert, über das Jahr haben wir etwa ein Drittel mehr verkauft mit deutlichem Trend zum E-Bike“, sagt Alfred Zenz. Er ist einer der drei Geschäftsführer bei Rad & Sport Mayer in Traunstein. Bis Weihnachten sei man für Reparaturen und Kundendienst für die Kunden erreichbar, danach sei bis 10. Januar wegen Urlaubs geschlossen.

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„Unsere Werkstatt ist trotz der fünf Mitarbeiter gut ausgelastet mit Pannenreparaturen und der Erledigung von Kundendiensten“, erklärt Toni Schneider von Rad + Sport Schneider. Die Zeit werde auch genutzt, um neu eintreffende Ware vorzumontieren. Gegen Ende der Saison sei das Angebot bereits knapp geworden. Neben Lieferengpässen seien einige Modelle sogar ausverkauft gewesen. Während des Lockdowns sei nach Terminabsprachen die Reparatur coronokonform möglich. „Aktuell verzeichnen wir eine hohe Nachfrage und gute Vorbestellungen“, sagt Schneider. „Nicht mal Standardverschleißteile wie Ketten und Bremsen sind aktuell lieferbar“, moniert Oliver Stoklossa.

Er hat sich als Geschäftsführer von „Steinbock Bikes“ auf individuell nach Kundenwunsch aufgebaute Räder spezialisiert. Trotz des sehr guten Verkaufs habe es das ganze Jahr über „immer wieder Probleme mit festen Lieferzusagen“ gegeben, so dass sich gut zehn Prozent der Kunden anders orientiert hätten. Aktuell sei etwa ein bereits im Mai bestellter Rahmen eingetroffen. Während es sonst im Dezember und Januar eher ruhig sei, „verzeichnen wir aktuell eine Auftragslage wie in der Hauptsaison“, sagt Stoklossa. Im Unterschied zur anfangs angestrebten „click and collect“-Methode mit Online-Bestellungen für Selbstabholer an der Ladentür sei derzeit neben der Reparatur nur der Verkauf mit Auslieferung zum Kunden erlaubt.

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