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Agrarministerin Kaniber macht Druck

Schon bald Wolfsabschüsse? Oberbayerns Regierung arbeitet „zügig“ an Entscheidung

Der für den Tod mehrerer Wild- und Nutztiere verantwortliche Wolf im Landkreis Traunstein muss nach Ansicht von Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber schnell abgeschossen werden. Die oberbayerische Regierung arbeitet indes an einer „zügigen“ Entscheidung.

Update, 17.55 Uhr - Wolfsabschüsse: Entscheidung „zügig“?

Mitte November hatte der Landkreis Traunstein nach mehreren Zwischenfällen in der Region einen Antrag zur Entnahme des Wolfes gestellt. Eine definitive Entscheidung ist noch ausständig. Wolfgang Rupp, Pressesprecher der Regierung von Oberbayern, betont allerdings auf Nachfrage, dass „derzeit zügig“ an einer Entscheidung über den „Entnahmeantrag“ gearbeitet werde. Einen genauen Zeitrahmen nennt er jedoch nicht.

Eine wichtige Entscheidungsgrundlage, wie Rupp dabei betont, seien die Erkenntnisse des Landesamts für Umwelt zur „Zuordnung der Schadensereignisse im vergangenen Jahr“. Er weist aber darauf hin, dass das Bundesnaturschutzgesetz für die Entnahme „strenge Voraussetzungen“ vorsehe. „Hierzu zählt auch, aber nicht nur die Frage, inwieweit Schadensereignisse einem bestimmten Tier zugeordnet werden können“, verdeutlicht Rupp.

Erstmeldung:

„Ich hoffe auf eine rasche und klare Entscheidung der Umweltverwaltung, konkret der Regierung von Oberbayern, über den vorliegenden Entnahmeantrag. Das gilt gerade mit Blick auf die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch den Wolf. Da kann man nicht beliebig zuwarten“, sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

Kaniber gab sich überzeugt, dass das Tier, welches laut Gen-Analysen des bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) mehrere Risse in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land im Dezember auf seinem Konto hat, alle Bedingungen erfüllt, die für eine sogenannte Entnahme notwendig sind: „Bei uns im Alpenraum sind zahlreiche Höfe, Almen und Weiden nicht schützbar. Vor allem aber müssen wir die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sehr ernst nehmen.“

Kaniber kündigte zudem einen Vorstoß bei Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) zu den Fragen eines staatenübergreifenden Wolfs-Monitorings, zum Erhaltungszustand und schließlich zur Anpassung des Schutzstatus an die tatsächlichen Verhältnisse an. Sie forderte die vollständige Umsetzung des EU-Rechts in nationales Recht, damit in Deutschland die gleichen Möglichkeiten beim Management zur Verfügung stehen wie in anderen EU-Staaten.

Nach Angaben des LfU hatte der Wolf im Dezember eine Ziege verletzt sowie weitere Ziegen und ein Wildgehege angegriffen. Zudem hatte er im Landkreis Rosenheim Wildtiere getötet. Am 19. Dezember riss der männliche Wolf im Landkreis Berchtesgaden Schafe. Wölfe sind in Deutschland streng geschützt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist aber ein Abschuss erlaubt - etwa wenn Gefahr für Nutztiere droht, die nicht anderweitig vor dem Wolf geschützt werden können.

dpa

Rubriklistenbild: © Ingo Wagner/dpa/Symbolbild

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