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Bevölkerung zeigt große Hilfsbereitschaft

Transport von Spendengütern startet von Reit im Winkl aus in Richtung Ukraine

Viele Helfer sortierten die gespendeten Hilfsgüter und beluden sie in die bereitstehenden Fahrzeuge.
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Viele Helfer sortierten die gespendeten Hilfsgüter und beluden sie in die bereitstehenden Fahrzeuge.
  • VonJosef Hauser
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„Die Reit im Winkler helfen.“ So stand es in einem Aufruf, um auf einen Hilfstransport für die Ukraine hinzuweisen und eine Spendenaktion zu starten.

Reit im Winkl – Die Hilfsbereitschaft war nach Aussage der Initiatoren überwältigend, und so fuhren drei vollbepackte Transporter von Reit im Winkler Firmen mit zwei Anhängern nach Polen, knapp bis an die ukrainische Grenze.

„Nach der ersten Kriegswoche wollte ich irgendwie helfen und tätig werden“, sagte Uwe Oberste-Hetbleck beim Beladen der Fahrzeuge. Zuerst wandte er sich an die ihm bekannten Hilfsorganisationen im Landkreis. Teils bekam er aber keine, teils nur unbefriedigende Antworten. Also schaute er sich im Dorf um. „Es war noch nirgendwo etwas geplant. Also musste ich selbst was tun. Schließlich war ich mir sicher, bei Günter Dirnhofer junior laufe ich offene Türen ein. Etwa eine Woche lang steckten wir die Köpfe zusammen, trafen uns immer wieder“, so Oberste-Hetbleck weiter. Sie recherchierten im Internet und nahmen mit mehreren Gruppen Kontakt auf, die schon erste Hilfstransporte hinter sich hatten. Dann wandten sie sich an Irina Förmer vom Apartmenthaus Kaiserhof, die Nachbarin von Dirnhofer und eine gebürtige Ukrainerin, die schon seit vielen Jahren im Landkreis lebt. Sie sollte das Sprachrohr in die Grenzregion Polen/Ukraine werden und sagte zu.

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Es wurde ein Spendenaufruf im Dorf gestartet. „Die Hilfsbereitschaft war und ist überwältigend. Die Bürger aus Reit im Winkl spenden mehr, als wir uns erträumt haben. Bis jetzt ist ein Spendenvolumen im guten fünfstelligen Bereich eingegangen“, freuten sich die Initiatoren. Auch etliche Reit im Winkler Unternehmen zeigten sich nach ihrer Aussage sehr großzügig.

Etwa die Hälfte sind Sach-, die andere Geldspenden, die ausschließlich zum Einkauf weiterer Hilfsgüter verwendet wurden. Zum Teil wurde bei den örtlichen Lebensmittelhändlern eingekauft, zum Teil auch bei Lebensmittelgroßhändlern. Die in Kartons verpackten Güter wurden mit der Angabe des Inhalts beschriftet, was Förmer ins Ukrainische übersetzte. Viele Helfer sortierten alles und beluden die Transportfahrzeuge.

Transporter sind gestartet

Am Freitag startete dann der Hilfskonvoi mit dem Ziel der in etwa 1200 Kilometer entfernten polnischen Stadt Przemysl an der ukrainischen Grenze, wo mit zwei Hilfsorganisationen ein reger Austausch bestand. Diese betreiben dort Lager, in denen die Hilfsgüter weiter kommissioniert und dann in die Ukraine geliefert werden. Sie werden dort teils weit ins Land gefahren, teils werden die Flüchtlinge im Grenzgebiet damit versorgt.

Vor Ort werden die Reit im Winkler dann entscheiden, welche Hilfe weiter geleistet werden kann. Dies kann auch eine Mitfahrgelegenheit für Flüchtende sein. Auch sind sie mit Hilfskräften vernetzt, die sich um mitfahrende Ukrainer kümmern und ihnen Wohnraum anbieten werden.