Wirtschaftsverband berichtet

Tourismuskonzept für Reit im Winkl in Planung

Der Wirtschaftsverband will den Weg vom evangelischen Bergkirchlein bis zum Pötschbichl neu gestalten.
+
Der Wirtschaftsverband will den Weg vom evangelischen Bergkirchlein bis zum Pötschbichl neu gestalten.
  • vonJosef Hauser
    schließen

Der Wirtschaftsverband Reit im Winkl informiert heuer anstelle der sonst üblichen Jahreshauptversammlung wegen der Corona-Einschränkungen mit einem schriftlichen Bericht, der der Chiemgau-Zeitung vorliegt.

Reit im Winkl – „Verschoben aber nicht aufgehoben“ ist demnach die Neugestaltung des rund ein Kilometer langen Weges vom evangelischen Bergkirchlein oberhalb der Ortsmitte bis zum Pötschbichl. Das Konzept nennt der Wirtschaftsverband „eine großartige Idee“. Bürgermeister Matthias Schlechter habe dafür begeistert werden können.

Spazierweg soll „Blickwinkl“ heißen

Allerdings ist es laut Wirtschaftsverband so, dass Teile der Trasse als Rettungsweg benötigt werden. Das Wasserwirtschaftsamt lässt nämlich am Pötschgraben momentan Arbeiten für einen verbesserten Hochwasserschutz durchführen. Deshalb mache die Neugestaltung des Weges bis zum Abschluss der Baumaßnahmen keinen Sinn, so der Wirtschaftsverband. Nach der Fertigstellung soll der Weg „Blickwinkl“ heißen. Die Gemeinde bemühe sich um eine Leader-Förderung.

Tragfähiges Tourismuskonzept für Reit im Winkl auf eine breite Basis stellen

Weiteres Thema beim Wirtschaftsverband ist ein „tragfähiges und zeitgemäßes Tourismuskonzept“ für den Ort. Dieses will er laut eigener Aussage mit verschiedenen Partnern, Leistungsträgern und der Gemeinde erarbeiten. Im Sommer fanden bei einem Treffen erste Vorgespräche statt.

Markenbildungs-Prozess mit der Gemeinde Reit im Winkl abstimmen

Im Zuge des Markenbildungs-Prozesses des Tourismusverbandes Chiemsee/Chiemgau sei der Wirtschaftsverband mit mehreren Vorstandsmitgliedern auf allen drei Sitzungen vertreten gewesen. Nun werde Kontakt mit dem Bürgermeister aufgenommen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Mit mehreren Vorstandsmitgliedern beteiligt war der Verband auch bei den Sitzungen des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (ISEK). Ein Fachforum fand im Juli 2020 statt. Der Wirtschaftsverband hält es nach eigener Aussage für sehr wichtig, dass ihn die Gemeinde zusammen mit dem Verkehrsverein in die Beratungen und Entscheidungen einbezieht. „Es geht um die Zukunft Reit im Winkls – diese sollte auch weiterhin nicht ausschließlich im Gemeinderat erörtert werden,“ so die Aussage.

Wirtschaftsverband stört sich an Ablehnung des Gemeinderats für weitere Winterbeleuchtung

Was die Erweiterung der Winterbeleuchtung betrifft, hat das Gremium zumindest schon einmal alleine entschieden und eine Erweiterung abgelehnt. Der Wirtschaftsverband hatte sich mit 6500 Euro an der Erstausstattung im vergangenen Jahr beteiligt. „Uns hat die Ablehnung sehr verwundert, da die Gestaltung die Zustimmung des letzten Gemeinderats gefunden hat und auch eine jährliche Erweiterung der Elemente an den Straßenlaternen fix geplant war. Sinnvoll wäre es wohl gewesen, dass man uns als die Initiatoren mit einbezogen hätte.“

Wirtschaftsverband möchte von der Politik vor Ort eingebunden werden

Neben der Erarbeitung eines Tourismus-Konzeptes nahm sich der Wirtschaftsverband vor, die Initiative im Bereich Ortsmarketing zu ergreifen. Er stellt sich vor, für den örtlichen Handel, die Gastronomie und Hotellerie, aber auch für den Erlebnisbereich ein attraktives Konzept zu erarbeiten. Der Wirtschaftsverband kündigt an nach der Einarbeitungszeit von neu gewähltem Bürgermeister und Gemeinderat verstärkt den Dialog zu suchen und Projekte gemeinschafttlich vorantreiben zu wollen.

Kommentare