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Warten auf Touristen

Tourismusgemeinde Ruhpolding hofft nach Lockerungen auf bessere Saison 2021

Vorsichtig optimistisch: Herbert Ringsgwandl (links) und Frank Oette von der Ruhpolding Tourismus GmbH.
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Vorsichtig optimistisch: Herbert Ringsgwandl (links) und Frank Oette von der Ruhpolding Tourismus GmbH.
  • vonChristiane Giesen
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Coronabedingt sind die Übernachtungszahlen in Ruhpolding im vergangenes Jahr um ein Drittel gesunken. Tourismus-Geschäftsleiter Frank Oette und der stellvertretende Direktor Herbert Ringsgwandl hoffen angesichts der aktuellen Lockerungen, mit „einem blauen Auge“ davon zu kommen.

Ruhpolding – „Es war schon sehr, sehr frustrierend“, sagt Oette im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung über den langen Lockdown. „Aber wir haben immer versucht, die Hoffnung hochzuhalten und die Zeit zu nutzen“.

Viele Anfragen und Buchungen

Ringsgwandl berichtet, dass die Gastgeber die Zeit des Stillstands nutzten, um zu modernisieren und Renovierungen vorzunehmen. Seit Wochen gebe es bereits viele Anfragen und Buchungen für den Sommer, wobei die Interessenten bisher vertröstet werden mussten, sagt Oette.

Alle Umfragen hätten ergeben, dass über 50 Prozent aller Reiseentscheidungen auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten beruhen. Daher sei der persönliche Kontakt der Gastgeber mit den Gästen von so entscheidender Bedeutung.

Hauptsaison in den Ferienzeiten

Die Hauptsaison besonders für die Familien seien die Ferienzeiten, berichtet Oette weiter. Ansonsten nutzten die Gäste den beliebten Urlaubsort Ruhpolding beinahe das ganze Jahr.

Grund seien die vielen abwechslungsreichen Angebote in der Sommersaison und die fast immer schneesichere Wintersaison im Dreiseengebiet und den Bergen. Im Übrigen gestalte sich die Zusammenarbeit mit den Nachbarorten Reit im Winkl und Inzell, zum Beispiel durch die Chiemgau-Card Ruhpolding-Inzell oder den für die Gäste günstigen und teilweise kostenlosen Busverkehr im Ort sehr gut.

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Schade sei, dass die großen Feste derzeit noch nicht stattfinden könnten. Vorerst muss es zwangsweise auch so gehen: „Wir brauchen die großen Veranstaltungen wie Gaufeste, Georgiritt, Waldfest oder Almkirta im Holzknechtmuseum nicht unbedingt, um Gäste glücklich zu machen“ so Ringsgwandl. Die Gastronomie hat laut Aussagen der beiden Touristiker „vorbildliche Konzepte“ erarbeitet. Das ohnehin „große Potential an Stammkunden“ werde gerade in dieser Zeit sicher nicht „untreu“ werden.

Die Pandemie sei eine große, personelle Herausforderung für die Gemeinde und andere Arbeitgeber gewesen. Bei der Ruhpoldinger Tourismus GmbH (RTG) seien alle Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt aber niemand entlassen worden, so Oette. So könne man jederzeit wieder voll durchstarten.

Wertschöpfung um acht Millionen Euro gestiegen

Im Übrigen seien der Gradmesser für den funktionierenden Tourismus nicht Gäste- und Übernachtungszahlen, sondern die Wertschöpfung. Dabei schneide Ruhpolding in den vergangenen Jahren hervorragend ab, denn in den letzten acht Jahren habe es bei der Wertschöpfung eine Steigerung von rund acht Millionen Euro gegeben.

Neues Konzept fürs Kurhaus notwendig

Wenn auch das Kurhaus derzeit ohne Gastronomie sei, stehe das gesamte Kurhausareal zur Nutzung zur Verfügung – auch mit gutem Catering Service.

„Bis ein neues Gesamtkonzept für die Nutzung und Modernisierung des Kurhauses samt Finanzierung gefunden ist, kann das Kurhausareal zum Beispiel für Tagungen, Firmenveranstaltungen oder Familienfeiern weiter genutzt werden“, so Ringsgwandl.

Wellenhallenbad und Eishalle müssen renoviert werden

Personell und organisatorisch werde weiter alles professionell und effektiv ablaufen. Auch beim Wellenhallenbad oder der Eishalle stünden in den kommenden Jahren dringende Renovierungen an, sagt Ringsgwandl.

Der Ruhpolding Tourismus nutzte die vergangenen Monate zum Beispiel auch für einen neuen Internetauftritt und die Herausgabe des neuen, inzwischen im vierten Jahr erschienenen „O´Kemma“ mit Gastgeberverzeichnis im Innenteil. Das Heft mit Fotos und Geschichten über Ruhpolding sei bei vielen Stammgästen inzwischen zum beliebten Sammelobjekt geworden.

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