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Kosten bei einer Million Euro

„An Sanierung war nicht zu denken“: Tierschutzverein Traunstein investiert in Neubau

Die Präsidentin des Landesverbandes Bayern im Deutschen Tierschutzbund, Ilona Wojahn, bezeichnete den Standort Trenkmoos als ein „bestens geführtes Tierheim“ und verwies dabei besonders auf die artgerechte Haltung der Fundtiere,was aus ihrer Sicht „nötiger denn je ist“. Hier ein Blick auf Boxen für Kleintiere.
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Die Präsidentin des Landesverbandes Bayern im Deutschen Tierschutzbund, Ilona Wojahn, bezeichnete den Standort Trenkmoos als ein „bestens geführtes Tierheim“ und verwies dabei besonders auf die artgerechte Haltung der Fundtiere,was aus ihrer Sicht „nötiger denn je ist“. Hier ein Blick auf Boxen für Kleintiere.

Es ist „ein großer Tag für den Tierschutz“ im Landkreis Traunstein. Denn die neue Quarantänestation im Tierheim Trenkmoos wurde mit einem Festakt offiziell freigegeben. Nicht nur für die Tiere ist das eine große Erleichterung.

Surberg/Landkreis Traunstein – Der kürzlich fertiggestellte Neubau der Kranken- und Quarantänestation am Tierheim Trenkmoos wurde nun seiner Bestimmung übergeben. Der Einladung des Tierschutzvereins Traunstein folgten sowohl zahlreiche Handwerker der am Bau beteiligten Firmen aber auch Ehrengäste wie der Traunsteiner Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser sowie zahlreiche Vereinsmitglieder.

Eine Million Euro in den Neubau investiert

Der Verein hat fast eine Million Euro in die Hand genommen, um den Bau zu realisieren und wurde dafür mit der Tierschutzplakette des Deutschen Tierschutzbundes ausgezeichnet.

Sichtlich zufrieden zeigte sich Vorsitzender Peter Hierstetter in seinem Grußwort anlässlich der der offiziellen Übergabe. Seit 1964 sei Trenkmoos die Heimat des Tierheimes „und wie der Namensteil Moos schon erahnen lässt, hat sich der Vorgängerbau im weichen Untergrund derart gesenkt, dass an eine Sanierung letztlich nicht mehr zu denken war“.

Neubau steht auf 56 Pfählen

Der Neubau hingegen stehe auf 56 Pfählen, die bis zu zehn Meter in den Boden getrieben wurden, „was das neue Haus in unseren Reihen den Beinamen Kleinvenedig einbrachte“ aber letztlich für die kommenden Jahrzehnte die Standfestigkeit des Gebäudes sichert. Mit einer Bauzeit von rund einem Jahr habe man den gesteckten Zeit- und Kostenplan gut eingehalten, freute sich der Vorsitzende.

Auf einer Grundfläche von insgesamt 150Quadratmeter sind insgesamt sechs Räume für eine isolierte Haltung teils sogar mit Auslauf, eine Futterküche sowie ein Lagerraum entstanden. Im Erdgeschoss befinden sich zudem zwei Fundtierboxen, die zur Tierabgabe durch die Behörden außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden können. Im Obergeschoss gibt es neben einem Tierarztzimmer zwei individuell nutzbare Räume mit Gitterboxen als Krankenstation. Weiter wurde eine Doppelgarage für das Tierheimfahrzeug, den Rasenmäher Traktor und Co. errichtet.

Offene Türen am 28. August

Die Baukosten beliefen sich auf knapp eine Million Euro, die der Tierschutzverein aus Eigenmitteln wie Spenden oder Erbschaften sowie der Fundtierpauschale, die die Gemeinden an den Verein überweisen, aufgebracht hat.

Große Freude über die Auszeichnung „Plakette des Tierschutzbundes Deutschlands“ bei (von links) Zweite Vorsitzende Jennifer Weise, Schriftführer Andreas Korte, stellvertretende Tierheimleitung Christiane Haller, Vorstandsmitglied Peter Hierstetter, Kassier Annette Frehde und Tierheimleiterin Anna Obermeier. Hobmeier

Im Anschluss an die Ansprachen konnten die Gäste die neuen Räumlichkeiten in einer durch Tierheimleiterin Anna Obermeier und deren Stellvertretung Christiane Haller geleiteten Führung in Augenschein nehmen. „Am 28. August kann der Neubau im Rahmen eines großen Tages der offenen Tür von der Öffentlichkeit besichtigt werden“, informierte Peter Hierstetter im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

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Eine Überraschung hatte Ilona Wojahn, Präsidentin des Landesverbandes Bayern im Deutschen Tierschutzbund, im Gepäck. Mit dem Neubau erfüllt der Tierschutzverein Traunstein alle Kriterien für eine tiergerechte Unterbringung der Fundtiere. Dafür wurde dem Tierschutzverein Traunstein die „Plakette des Tierschutzbundes Deutschlands“ verliehen, die zukünftig deutlich sichtbar den Eingangsbereich des Tierheims zieren wird. Die Auszeichnung ist mit einem Zuschuss des Verbandes in Höhe von 5000 Euro zur Beschaffung von Einrichtungsgegenständen verbunden.

Fortbetrieb des Tierheims gesichert

Stellvertretender Landrat Sepp Kohnhäuser sieht den Fortbetrieb des Tierheims als langfristig gesichert. Zudem freue er sich, dass sich 30 der insgesamt 35 Kommunen im Landkreis an der Fundtierabgabe beteiligen und ihren Beitrag für den Tierschutz leisten.

Lobende Worte fand auch Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. Der Tierschutz in Bayern genieße Verfassungsrang und die Mitglieder des Tierschutzvereins Traunstein machen „dieses Stück Papier lebendig“.

Hubert Hobmeier

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