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Traunsteiner AKO unterstützt Schulen

Teuerungen durch Putins Krieg treffen Dörfer in Tansania besonders hart

Überfüllte Klassenräume sind an der Schule in Sanya Station keine Seltenheit. Die Einrichtung, die für 400 Schüler ausgelegt ist, wird von 1000 Kindern besucht.
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Überfüllte Klassenräume sind an der Schule in Sanya Station keine Seltenheit. Die Einrichtung, die für 400 Schüler ausgelegt ist, wird von 1000 Kindern besucht.

Ugali ist ein zäh gekochter Brei aus Maismehl und stellt für die meisten Menschen in Tansania die Hauptnahrung dar. Anfang des Jahres kostete ein Sack Mais 30000 Tansanische Schilling (Tshs), etwa 12,42 Euro. Im November waren 135000 Tshs, also 55,90 Euro, dafür fällig.

Traunstein – Der Aktionskreis Ostafrika (AKO) setzt sich weiterhin für die Menschen vor Ort ein und stellt fest: Die Arbeit und vor allem Ausbildung der Menschen zahlen sich aus. Bei seinem Aufenthalt im Kilimandscharo Staat besuchte der Vorsitzende der AKO, Ruben Wend, das Dorf Kambi ya Chokaa, wo der Arbeitskreis für die Schule eine Wasserversorgung, einen Kindergarten und zwei Schulküchen gebaut hat. Täglich erhalten 450 Schüler eine Ration Ugali zu Mittag.

Die Schulküche wird seit einiger Zeit nicht genutzt, da die Eltern keinen Mais und keine Bohnen mehr bringen. Die Ursache für die Nahrungsknappheit liegt in Putins Krieg gegen die Ukraine. Händler verkaufen ihren Mais an den Höchstbietenden.

So bekommen die Kinder seit einer Woche in der Schule nichts zu essen. Ob sie zu Hause eine Mahlzeit erhalten, ist fraglich. Trotzdem gehen die Kinder in die Schule. Wend sagte im Namen von AKO zu, bis zum Ende des Schuljahres in zwei Monaten Geld zum Kauf von Mais beizusteuern.

Geld reichte nur für Rohbau

Mit dem Gemeindevorsteher besuchte Bend auch eine Krankenstation. Valentino, der staatliche Vertreter vor Ort, versicherte: „Die Besetzung der Station mit Krankenpflegepersonal können wir gewährleisten. Aber die Regierung hat kein Geld für den Bau der Station.“ Als der Rohbau stand, war das Geld aus. Etwa 50 Frauen und Kinder leben hier. Sie haben angefangen, sich selbst zu helfen. AKO wird die Eigeninitiative unterstützen und Mittel für die Krankenstation sammeln.

Die Arbeit des AKO zahlt sich aus. Durch die regionale Konzentration greifen die Projekte des Aktionskreises Ostafrika ineinander. Das bestätigt auch Dr. Iris Kotter. Sie besucht jedes Jahr die Gemeinde Kambi ya Chokaa. Ein Gewinn ist auch die Arbeit von Hilda Kimath, die die Angelegenheiten des AKO vor Ort managt. Sie ist Chefin von „AKO Tanzania Community Support“, einer tansanischen gemeinnützigen Organisation, über die AKO Deutschland künftig die inländische Kompetenz nutzt. Kimath öffnen sich die Menschen im Land, sie ist eine von ihnen und hat einen Zugang. Beispielsweise hat sich eine Gruppe von Massai-Frauen hinter dem Rücken ihrer Männer zusammengetan und um Hilfe gebeten. Die Männer zahlen nicht für ihre Frauen, wenn diese einen Arzt brauchen. Für 25 Euro im Jahr können eine Frau und ihre Kinder versichert werden. Kimathhat mit einem tansanischen Arzt alle hilfesuchenden Frauen und deren Kinder namentlich erfasst. Sie erhalten zunächst für ein Jahr die Krankenversicherung.

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Hassan Mfangavo ist Chef des Schulamtes einer angrenzenden Gemeinde. AKO unterstützte ihn während seiner Ausbildung zum Lehrer. Er verantwortet zwölf Schulen und bat bei Bend um Hilfe für den Fertigbau einer Schule. Die vorhandene Schule, ausgelegt auf 400 Schüler, hat inzwischen 1000 Schüler. AKO möchte mit einer Stiftung die Lösung unterstützen, die von gut ausgebildeten Menschen vor Ort kommt.

re/EW

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