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Tempolimit für die Zeller Straße? – Warum Ruhpoldinger Bürger eine 30er-Zone fordern

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Von: Manfred Peter

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Das starke Verkehrsaufkommen in der Zeller Straße war eins der Themen in der Bürgerversammlung. Ein Fußgängerüberweg und eine Tempo-30-Beschränkung war eine Anregung, die Situation erträglich zu gestalten.
Das starke Verkehrsaufkommen in der Zeller Straße war eins der Themen in der Bürgerversammlung. Ein Fußgängerüberweg und eine Tempo-30-Beschränkung war eine Anregung, die Situation erträglich zu gestalten. © Peter

Ein hohes Verkerhsaufkommen ist derzeit an der Ruhpoldinger Zeller Straße zu verzeichnen. Entsprechend forderten Einwohner während der jüngsten Bürgerversammlung, den Verkehr dort zu bremsen. Nun ist der Gemeinderat am Zug.

Ruhpolding – Nur mäßig besucht war die Bürgerversammlung in Ruhpolding: Das Pfarrzentrum war nur halbbesetzt.

In seinem Rechenschaftsbericht betonte Bürgermeister Justus Pfeifer (CSU/VRB) zunächst, dass die Gemeinde auf einem guten Weg sei. „Die Gewerbesteuereinnahmen lagen 2021 deutlich als im Vorjahr bei knapp 2,7 Millionen Euro.

Durch die Anpassung der Zweitwohnungssteuer gab es einen Anstieg um rund 250 000 Euro in 2020 und um knapp 400 000 Euro in 2021“, so Pfeifer. Das sei eine wichtige Einnahme, da durch die Zweitwohnungen die Infrastruktur stärker mitfinanziert werde.

Größeres Angebot an Kindergartenplätzen

Zu den steigenden Personalkosten meinte der Bürgermeister, dass dadurch die Gemeindeverwaltung effektiver geworden sei, was wiederum den Bürgern zugutekomme. Ebenso sei das Kindergartenangebot erweitert und eine Quartiersmanagerin eingestellt worden. Wie Pfeifer unter anderem weiter anführte, gingen im Jahr aktuell rund 1,1 Millionen Euro in die Tilgung der Kredite und er sei guter Dinge, dass die Kredite zum Jahreswechsel unter 14 Millionen Euro liegen würden.

In der anschließenden Fragerunde wollte Konrad Fegg wissen, warum im neuen Bebauungsgebiet „Siedlung Schwaig Nord“ nur Eigentumswohnungen vorgesehen seien und von den beabsichtigten Gebäuden nicht eines mit Mietwohnungen errichtet werde. Dies sei so entschieden worden, weil in der Innerlohenerstraße 24 neue Wohnungen mit der einkommensbezogenen Förderung entstünden, antwortete der Bürgermeister.

Hohes Verkehrsaufkommen an der Zeller Straße

Günther Hoheisel verwies auf das „große Verkehrsaufkommen in der Zeller Straße“. Er fragte ein Tempolimit 30 Kilometer pro Stunde an sowie einen Fußgängerüberweg auf Höhe des Penny Marktes kurz vor der Eggl Brücke. Das Verkehrsaufkommen sei gerade auch wegen der Sperrung und Umleitung nach Inzell so stark, sagte Pfeifer.

Hinzu komme, dass die Brücke am Abzweig Seehauser Straße in Richtung Inzell B 305 eine Lastbeschränkung habe. Er werde dieses Thema mit dem Gemeinderat besprechen.

Den Eindruck, dass die Bus-Dorflinie zu wenig bekannt ist, hat Inga Pichler. Zudem wollte sie erfahren, warum die Gebühr bei den Parkplätzen nicht über ein App-System – das Bezahlen der Gebühr über das Handy – wie in Traunstein erhoben werde.

Dorflinie zu wenig bekannt

Dem „zu geringen Bekanntheitsgrad der Dorflinie“ stimmte Pfeifer zu. Da würde eventuell ein Informationsschild am Bahnhof helfen, sagte er. Die Gebühren-App „Parkster“ könne für den Einzelhandel keinen Rabatt ausstellen. Aber er sei an der Sache dran und überlege auch, dafür eine eigene App erstellen zu lassen.

Maria Haßlberger kritisierte, dass der Kindergarten St. Irmgard „aus allen Nähten platzt“, ebenso die Öffnungszeiten beim Holzknecht-Museum. Denn aktuell sei es die Hälfte des Jahres geschlossen. Bei den Kindergärten seien momentan ausreichend Plätze vorhanden, erwiderte Pfeifer.

Bei den Krippenplätzen bestehe momentan mehr Bedarf. Es würden jedoch schon Gespräche mit potenziellen Vermietern geführt, um ein ausreichendes Angebot zu schaffen. Beim Holzknecht Museum seien drei Verantwortliche beteiligt. Museen sein immer defizitär und es sei eine Abwägung, welche Defizite übernommen und tragbar erschienen. Darum die bekannten Öffnungszeiten, so der Bürgermeister.

Vandalismus in Bahnhofstoilette

Weil die Angebotssituation öffentlicher Toiletten in Ruhpolding „etwas angespannt“ sei, wollte Veronika Hallweger wissen, ob die Toiletten im Rathaus auch am Wochenende zugänglich sind.

Die öffentlichen WCs würden zeitlich begrenzt geöffnet sein. Wegen des ständigen Vandalismus‘ in der Toilette im Bahnhof sei im Vorbereich sogar eine Kamera installiert worden, sagte der Bürgermeister.

Alfons Pichlervwar plädierte dafür, dass der Schnee des Biathlonzentrums auch für touristische Zwecke – zum Beispiel für die Loipe auf der Sichlerwiese – genutzt werden sollte. Dazu könne er keine konkrete Antwort geben, ob das in der neuen Konstellation möglich sei, sagte Pfeifer. Aber er wollte die Möglichkeit prüfen lassen.

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