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Bürger legen Unterschriftenliste vor

Tempo 30 für Weisham? Gemeinderat Bernau auf der Bremse

Der Bernauer Gemeinderat will ein breiteres Meinungsbild zur Geschwindigkeitsbeschränkung einholen.
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Der Bernauer Gemeinderat will ein breiteres Meinungsbild zur Geschwindigkeitsbeschränkung einholen.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Der kleine Ortsteil der Gemeinde Bernau wünscht sich Tempo 30 - zumindest die 34 Unterzeichner auf einer Liste. Ob die rund 130 anderen erwachsenen Einwohner die Folgen davon mittragen würden?

Bernau – Kommt eine Tempo-30-Zone in Weisham? Zumindest wünschen sich das 34 Einwohner. Von ihnen liegt im Rathaus eine Unterschriftenliste mit dieser Forderung vor. Der Gemeinderat befasste sich damit in seiner jüngsten Sitzung im Rathaussaal. Zu einem Beschluss kam es vorerst nicht, denn das Gremium möchte zuvor per Umfrage die Meinung möglichst vieler Weishamer einholen.

Verschlungen sind die Wege durch den kleinen Bernauer Ortsteil Weisham. Die Staufenstraße windet sich zwischen den Häusern und Bauernhöfen. Ein hohes Tempo, so möchte man meinen, dürfte hier mit dem Auto kaum möglich sein. Doch ist das individuelle Empfinden einiger Weishamer offenbar ein anderes.

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Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) schilderte in der Gemeinderatssitzung, dass eine Bürgerin auf die Gemeinde zugekommen sei mit dem Wunsch nach einer Tempo-30-Zone. Die Gemeinde verlangt bei einer solchen Forderung eine Unterschriftenliste, die die Weishamerin vorlegte.

Biebl-Daiber informierte, dass in Weisham 168 erwachsene Menschen leben. Die Beteiligung für eine Tempo-30-Zone liege somit bei knapp über 20 Prozent.

Bei einer Besichtigung vor Ort mit Vertretern der Priener Polizei sind laut der Bürgermeisterin mehrere Punkte festgehalten worden. Demnach hatte sich damals die Frage gestellt, ob es wirklich ortsfremde Verkehrsteilnehmer sind, die zügig durchfahren. Grundsätzlich sei eine Tempo-30-Zone in Weisham möglich.

Rechts-vor-Links_Regelung notwendig

An zwei Stellen an der Staufenstraße müsste die Vorfahrt auf Rechts-vor-Links geändert werden, das sei zwingend notwendig für eine solche Zone. Allerdings sind die Radien beim Einbiegen zum Teil eng. Wenn hier ein Auto und ein landwirtschaftliches Fahrzeug aufeinandertreffen, könnten sie in Platznot geraten.

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Die Kurven im Ort dürften zudem etwaigen Geschwindigkeitsmessungen einen Strich durch die Rechnung machen. Die Bürgermeisterin sprach von einem „Bauchgrimmen“ der Gemeinderäte in der Vorbesprechung und sagte: „Wir wissen nicht, ob die anderen 80 Prozent (die nicht unterschrieben haben, Anm. d. Red.) gegen die Tempo-30-Zone sind oder nichts von der Unterschriftenliste wissen.“ Sie schlug vor, keinen Beschluss zu fassen und das Thema in Weisham noch einmal diskutieren.

Enge Bebauung und Kurven

Franz Praßberger (ÜWG) schlug ein Smiley-Schild vor, um die Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam zu machen. Wegen der engen Bebauung und der Kurven glaube er nicht, dass hier 50 km/h gefahren werde. Peter Pertl (CSU) schlug vor, dass sich an der Umfrage nur Weishamer beteiligen sollen.

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