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Seit Januar immer wieder Beschwerden

„Taubenplage“ in Traunwalchen: Soll jetzt die Stadt durchgreifen?

Die Ortsmitte von Traunwalchen.
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Die Ortsmitte von Traunwalchen.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Auch Bürgermeister Dangschat spricht von einer „Taubenplage“ in Teilen Traunwalchens - anscheinend werden die Tiere mit Futter angelockt. Wie soll nun dagegen vorgegangen werden?

Traunreut - Es war eine Grundsatzfrage, die im Traunreuter Hauptausschuss am Donnerstag (23. Juni) diskutiert wurde: Können kleinere Probleme mit Verordnungen gelöst werden oder sind sie reine „Papiertiger“ und ein Beispiel für zu viel Bürokratie? Der Anlass: Eine „Taubenplage“ in einem Siedlungsgebiet von Traunwalchen. Immer wieder wären Anwohner seit Januar bei der Stadtverwaltung mit dem Problem aufgeschlagen.

Hilft ein Fütterungsverbot gegen die Tauben in Traunwalchen?

Zur Abstimmung stand jetzt ein mögliches Taubenfütterungsverbot. Denn ein Jäger wurde eingeschaltet und stellte fest, dass in Traunwalchen Taubenfutter ausgelegt war. Auch natürliche Feinde, also Greifvögel, machte der Jäger aus - aber reicht das? „Die meisten Kommunen haben solche Verordnungen gegen das Füttern. Und das Vögelfüttern wäre davon natürlich nicht betroffen“, erklärte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU). Auch im Steiner Ortsteil Fasanenjäger habe es schon mal Probleme mit Tauben gegeben.

Dangschat und Christian Stoib (SPD) waren schließlich aber die einzigen, die für das Fütterverbot stimmten - bei den neun anderen Mitgliedern des Hauptausschusses überwog die Skepsis. „Sollten wir nicht besser an die Mitbürger appellieren, das Füttern sein zu lassen?“, fragte beispielsweise Helga Zembsch (Grüne). Und Bernhard Seitlinger (CSU) sah in der Verordnung nur einen „Papiertiger“. Er bezweifelte, dass ein solches Verbot überhaupt kontrolliert werden könne. „Kontrollpersonal würden wir dafür nicht abkommandieren“, so der Bürgermeister - aber wenn jemand „tonnenweise“ Taubenfutter verstreuen würde, könne die Stadt nichts dagegen machen.

Mit 9 zu 2 Stimmen lehnte der Hauptausschuss die Verordnung ab. Endgültig entscheiden wird der Stadtrat am Donnerstag (30. Juni). Auch zwei weitere „Anti-Tauben-Maßnahmen“ wurden kurz angeschnitten: Einen Falkner einzusetzen wäre theoretisch möglich, sei aber eine Kostenfrage, so Hans-Peter-Dangschat. Und dass Nistplätze von Tauben beseitigt oder die Tiere „vergrämt“, also vertrieben, werden, das sollte in den Augen der Stadtverwaltung dann aber auch nicht erlaubt werden.

xe

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