Stürmische Amtseinführung auf der Fraueninsel - Bürgermeister Armin Krämmer vereidigt

Die Bürgermeisterkette erhielt Chiemsees neues Gemeindeoberhaupt Armin Krämmer (rechts) von Alt-Bürgermeister Georg Huber mit gebührendem Abstand. Sennhenn

Die Gemeinde Chiemsee ist fest in der Hand der Freien Wählergemeinschaft. Bei stürmischen Wetterverhältnissen sind Erster Bürgermeister Armin Krämmer und die neuen Gemeinderäte auf der Fraueninsel vereidigt worden. Zweiter Bürgermeister ist Kurt Lehner. Über ein Thema wurde auf der konstituierenden Gemeinderatssitzung besonders intensiv diskutiert.

Von Elisabeth Sennhenn

Gstadt/Fraueninsel – Bei stürmischem Wetter ist am Montagabend auf der Fraueninsel der neue Erste Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, Armin Krämmer (Freie Wählergemeinschaft), vereidigt worden. Während draußen Wind und Regen gegen die Scheiben peitschten, hielt der neunköpfige Chiemseer Gemeinderat seine konstituierende Sitzung in der Insel-Turnhalle ab.

Kurt Lehner ist Zweiter Bürgermeister

Die Vereidigung des ehrenamtlichen Gemeindeoberhaupts führte traditionell das lebensälteste Gemeinderatsmitglied, Schwester Elisabeth vom Kloster Frauenwörth, durch. Alt-Bürgermeister Georg Huber überreichte seinem Nachfolger die Bürgermeisterkette. Offiziell in ihr Amt eingeführt wurden auch die beiden neu gewählten Gemeinderäte Sylvia Lex und Tobias Niggl, beide von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) wie der Rest des Gremiums.

Einstimmig entschied man sich auf Vorschlag Armin Krämmers hin, nur einen Zweiten Bürgermeister zu bestellen und auf einen dritten zu verzichten. Die Wahl fiel ohne Gegenstimmen auf Kurt Lehner.

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Zum Stellvertreter wählte das Gremium einhellig Georg Klampfleuthner, seines Zeichens das dienstälteste Gemeinderatsmitglied. Weiter entschied man sich gemeinschaftlich, wie bisher keine Ausschüsse zu bilden. Klampfleuthner wird die Gemeinde künftig in der VG Breitbrunn vertreten, Stephan Baumann wohnt den Versammlungen des Abwasser- und Umweltverbands Chiemsee bei und Armin Krämmer denjenigen des Mittelschulverbands.

Diskurs um Sitzungspauschale

Viel Zeit nahmen sich die Gemeinderäte, als es um die Neufassung der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts ging. So löste der Vorschlag von Bürgermeister Krämmer, die Sitzungspauschale von derzeit 15 Euro auf die anderswo üblichen 25 Euro zu erhöhen, eine kleine Diskussion aus. „Die Zeit und das Engagement der ehrenamtlichen Gremiumsmitglieder rechtfertigt diese Erhöhung“, fand Krämmer. Er wolle, dass „seinen Räten“ die gleiche Wertschätzung entgegengebracht werde wie in anderen Gemeinden.

Während sein Vorschlag bei Schwester Elisabeth auf Zustimmung stieß, fanden andere, eine Erhöhung sei gerade in Corona-Zeiten kein gutes Signal nach außen.

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Jahresrechnung 2019 wird noch festgestellt

Georg Klampfleuthner meinte, die Wertschätzung der Arbeit der Gemeinderäte drücke sich bereits im Ansinnen des Bürgermeisters selbst aus: „Es reicht doch, wenn wir das zur Kenntnis nehmen.“ Weil man sich in dieser Frage nicht endgültig für die kommenden sechs Jahre festlegen wollte, kam das Gremium zum einstimmigen Beschluss, sie noch einmal in einem Jahr zu erörtern. Vorerst bleibt es also bei der bisherigen Pauschale.

Viel hatte man sich für die erste gemeinsame Sitzung mit neuem Bürgermeister vorgenommen.

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So sah die Tagesordnung noch das Ergebnis der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2019, die Feststellung dieser Jahresrechnung und die Entlastung für das vergangene Haushaltsjahr vor. Man einigte sich aber zu vorgerückter Stunde darauf, diesen Punkten eine eigene Sitzung zu widmen, die am Dienstag, 19. Mai, stattfinden soll. Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

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