Stündlich ein neues Kinderbuch-Hörvergnügen

Die Grabenstätterin Patricia Burkhart ist eine der vielen Vorleser, darunter Moderatoren, Sprecher, Schauspieler und Autoren, die seit 1. April täglich zwischen 8 und 20 Uhr im Internet auf www.leselounge-ev.de aus bekannten Kinderbüchern vorlesen. Es handelt sich um ein kostenloses Angebot des Münchner Vereins „LeseLounge“, das sich in der schwierigen Corona-Zeit großer Beliebtheit erfreut. re

– Die Corona-Krise beeinflusst derzeit stark das Kulturleben.

Der 2018 gegründete Münchener Verein „LeseLounge“ sendet derzeit über seine Homepage www.leselounge-ev.de Lesungen aus Kinderbüchern. Unter dem Motto „Wir bleiben zu Hause – von Wohnzimmer zu Wohnzimmer, von Leser zu Zuhörer, von uns zu Euch“ lesen seit Anfang April Autoren, Schauspieler, Moderatoren, Sprecher und andere Menschen von 8 bis 20 Uhr aus bekannten Kinderbüchern. Mit dabei ist auch Patricia Burkhart aus Grabenstätt, vielen bekannt als Mitglied der bayerisch-syrischen Band Purpleblue Hilal. Kürzlich hatte sie ihren ersten Einsatz mit dem Janosch-Kinderbuch „Post für den Tiger“.

Nachdem sie die Geschichte über den kleinen Bären und den kleinen Tiger, die die Briefpost, die Luftpost und das Telefon erfinden, vorgelesen hatte, tauschte sie sich noch live mit ihren Zuhörern über Social Media aus und beantwortete die Fragen ihrer kleinen Fans.

Auch aus dem Otfried-Preußler-Kinderbuchklassiker „Der Kleine Wassermann“ hat Burkhart schon vorgelesen. Zwischendurch zeigte sie dabei immer wieder Bilder aus dem Buch in die Kamera und auch der regelmäßige „Blickkontakt“ durfte nicht fehlen.

„Es macht mir unheimlich viel Spaß, Geschichten live vorzulesen und die Kinder dafür zu begeistern, wieder mehr Bücher zu lesen sowie ihre Fantasie anzuregen“, so Burkhart. Gerade jetzt in der Corona-Zeit, in der das Alltagsleben stark eingeschränkt sei und Familien mit Kindern mangels Beschäftigung förmlich die Decke auf den Kopf falle, sei es toll, dass man mit der „LeseLounge“ täglich über das Internet „für fantasievolle Unterhaltung“ sorgen könne.

Um die Liebe und Leidenschaft für das Lesen, Vorlesen und Sprechen weiterzugeben, haben der Münchener Mike Petschel und sein Team 2018 einen Verein zur Förderung des Lesens und Sprechens gegründet. Es handelt sich dabei um einen gemeinnützigen Zusammenschluss von professionellen und leidenschaftlichen Lesern und Sprechern, darunter Studenten und Dozenten, stille Förderer und laute Mitdenker der Kultur des Vorlesens und Sprechens. Man wolle Literatur hörbar und erlebbar machen, zum Lesen animieren und allen vorlesen, die nicht selbst lesen können, heißt es auf der Homepage. Die Idee, eine „digitale LeseLounge“ aufzubauen, sei schon lange in den Startlöchern gestanden und nun fülle man sie in der Corona-Krisenzeit mit Leben.

Mehr auf der Homepage www.LeseLounge-eV.de. Das erfolgreiche Vorlese-Projekt „von 8 bis 8“ läuft voraussichtlich bis Ende April. mmü

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