Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Offensichtliche Willkürakte“

Streit um Jodl-Grab auf der Fraueninsel: Künstler zeigt drei Bundesverfassungsrichter an

Der Aktionskünstler Wolfram Kastner zeigt ein Foto, auf dem das Denkmal für den als Kriegsverbrecher hingerichteten General A. Jodl auf der Fraueninsel im Chiemsee zu sehen ist.
+
Der Aktionskünstler Wolfram Kastner zeigt ein Foto, auf dem das Denkmal für den als Kriegsverbrecher hingerichteten General A. Jodl auf der Fraueninsel im Chiemsee zu sehen ist.
  • Mathias Weinzierl
    VonMathias Weinzierl
    schließen

Der Streit um das sogenannte Jodl-Grab auf der Fraueninsel im Chiemsee geht in eine weitere Runde: Künstler Wolfram Kastner, der die Grabstätte des NS-Kriegsverbrechers unter anderem mit roter Farbe beschädigt hatte, hat jetzt Strafanzeige gegen drei Richter am Bundesverfassungsgericht gestellt.

Chiemsee – Der Künstler Wolfram Kastner hat Strafanzeige gegen drei Richter am Bundesverfassungsgericht gestellt. Das teilte Kastner jetzt in einer Presseerklärung mit. Die Richter hätten sich „in formeller wie materieller Weise so weit von Recht und Ordnung entfernt, dass man ihnen elementare Rechtsverstöße und offensichtliche Willkürakte“ vorwerfen müsse, so die Begründung des Münchner Künstlers.

Kastner reagiert damit auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts, die Beschwerde gegen seine Verurteilung durch die Münchner Zivilgerichte nicht anzunehmen. Diese hatten ihn dazu verurteilt, rund 4000 Euro an die Nachfahren des NS-Kriegsverbrechers Alfred Jodl zu zahlen, weil er deren Familiengrabstätte auf der Fraueninsel beschädigt hatte.

Rüstungsminister Albert Speer, Hitlers Nachfolger Großadmiral Karl Dönitz und der Chef des deutschen Generalstabs, Generaloberst Alfred Jodl (von links) beantworten nach ihrer Gefangennahme durch die Briten am 23. Mai 1945 in Flensburg die Fragen von Kriegskorrespondenten.

Jodl war als ehemaliger Wehrmachtsgeneral nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tod verurteilt und hingerichtet worden. Um das Familiengrab auf der Fraueninsel im Chiemsee gibt es seit Jahren Streit. So hatte Kastner unter anderem das Kreuz der Grabstätte mit roter Farbe bemalt. Nach einer Klage der Familie hatten ihn die Gerichte in München zur Übernahme der Reparatur- und Reinigungskosten verurteilt.

Mehr zum Thema

Kommentare