Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


WOHNEN UND JUNGE LEUTE

Aufbruch statt Krise: So sieht der Strategieplan für Traunsteins Zukunft aus

Der neue Bildungscampus auf der Westseite des Bahnhofs und das Areal auf der Ostseite sind ein Schwerpunkt der Stadtpolitik, um Traunstein für die Zukunft weiterzuentwickeln.
+
Der neue Bildungscampus auf der Westseite des Bahnhofs und das Areal auf der Ostseite sind ein Schwerpunkt der Stadtpolitik, um Traunstein für die Zukunft weiterzuentwickeln.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
    schließen

Was Traunstein braucht, um sich für die Zukunft aufzustellen, hat Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) jüngst präsentiert. Neben Schulen und Kitas spielen auch Wohnraum und Klimaschutz eine Rolle. Wohin sich die große Kreisstadt entwickeln soll.

Traunstein – Aufbruch statt Krise: Aktiv die Zukunft gestalten statt den Entwicklungen hinterherzuhinken. Unter diesem Motto präsentierte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) jetzt den „TraunsteinPlan 2030“. Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz stellte der Rathauschef in sieben Punkten die großen Leitlinien und Ziele der Traunsteiner Stadtpolitik im kommenden Jahrzehnt vor.

Lesen Sie auch: Gründet sich hier gerade ein Rudel? Wolf in Siegsdorfer Fotofalle wahrscheinlich trächtig

Wie er erläuterte, wurde das Handlungsprogramm für die Stadtentwicklung in engem Schulterschluss mit den Stadtratsfraktionen unter Begleitung der CIMA Beratung und Management GmbH aus München erarbeitet.

Die Handlungsfelder umfassen die Themen Wohnen, Klimaschutz, Bildungscampus und Bahnhofsgelände Ost, Mobilität und Radwegekonzept, Kindergarten und Schule sowie Jugend. Der Punkt „Wirtschaft, Innenstadt und Digitalisierung“ soll am kommenden Mittwoch bei einem weiteren Pressetermin gesondert erläutert werden.

Mangel an Wohnraum in der Stadt prägendes Thema

Als „entscheidende soziale Frage unserer Zeit“ bezeichnete der Oberbürgermeister das Thema Wohnen. Die drückende Not an bezahlbarem Wohnraum sei bereits „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen, sodass Familien wegziehen müssten. Ein vorrangiges Ziel sei deshalb, sowohl preisgünstige wie familienfreundliche Wohnungen zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf Wohnraum in der Innenstadt, um diese zu beleben und auch den Weg für andere Nutzungen zu ebnen.

Lesen Sie auch: Gemeinde Bergen investiert drei Millionen Euro: Großteil für Sanierung des Schlackenhauses

Aktuell laufe die Flächenentwicklung im Ortsteil Seiboldsdorf, wo ein neues Quartier mit Ketten-, Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, ökologischen Bau- und Energiekonzepten sowie viel Grün entstehen soll. Bis 2022 soll der Bebauungsplan mit „tendenziell kleineren Wohnungsgrößen“ vorliegen. Zur Entwicklung neuer Wohngebiete stehe man im Gespräch mit weiteren Grundeigentümern. Eigene Förderprogramme sowie die Gründung einer eigenen Wohnbaugesellschaft sollen dabei helfen, „das Thema Wohnen bis Mitte des Jahrzehnts zu bewältigen“.

„Junges Traunstein“

Dass der Rathauschef und die Stadtratsfraktionen die Zukunft der Stadt vor allem in besseren Bedingungen für ein „junges Traunstein“ sehen, machte Hümmer an mehreren Punkten deutlich. So sei im Bereich Kinderkrippe und -garten mit „deutlichem Zuwachs“ zu rechnen, ebenso im Bereich der Grundschulen mit bis zu 250 Kindern zusätzlich bis 2027/28. Bereits jetzt mache man sich deshalb Gedanken über Erweiterungen in Haslach oder Kammer oder einen weiteren Schulstandort. Trotz zahlreicher Neu- und Ausbauten in den vergangenen Jahren, die auch der Ganztagsbetreuung geschuldet seien, setze die Stadt auf ein neues Investitionsprogramm.

Die aktuell im Kulturzentrum untergebrachte Stadtbücherei soll nach Umbauplänen für das neue JuZ mittelfristig auf das neue Campus-Gelände am Bahnhof umziehen. Im universitären Umfeld und ergänzt durch IT-Medien soll sie dort ein wichtiger Baustein des neuen Bildungszentrums für Studenten und Stadtgesellschaft werden.

Hümmer ergänzte, dass der Stadtrat in der Realisierung des Campus durch den Landkreis auch die Chance für eine Aufwertung und Weiterentwicklung des Bahnhofsareals Ost sehe. Details soll eine Feinuntersuchung klären. So werde bereits über Alternativen für den defekten Brunnen nachgedacht ebenso wie über die Möglichkeit einer Fußgängerbrücke zum Campus, um diesen besser an die Innenstadt anzubinden.

Emissionen und Energieverbrauch senken

Ehrgeizige Ziele verfolgt die Stadt zudem mit der Erarbeitung eines eigenen Klimaschutzkonzepts sowie Förderprogrammen, um so langfristig Emissionen und Energieverbrauch zu senken. Nach der Erarbeitung einer Potenzial- und Zielbilanz soll unter Einbeziehung von Akteuren aus Stadt, Wirtschaft und Bürgerschaft ein Maßnahmenkatalog mit entsprechendem Controlling und Öffentlichkeitsarbeit erstellt werden.

Bis September soll das mit Unterstützung des Büros „sustainable“ erarbeitete Konzept stehen. Ein wichtiger Baustein in Sachen Klimaschutz wird laut Hümmer das neue Radverkehrskonzept sein, das der Stadtrat im November auf den Weg gebracht hatte, um die Mobilität zu verbessern.

Neuer Standort für Jugendzentrum

Im bisherigen Kulturzentrum am Stadtpark in Traunstein soll das neue Jugendzentrum mit mehr als doppelt so viel Platz wie bisher eine neue Heimat finden.

Nach endlosen Diskussionen zeichnet sich jetzt auch eine Lösung für das neue Jugendzentrum in Traunstein ab. Der bisher im Rathausareal untergebrachte Treffpunkt soll im Kulturzentrum am Stadtpark eine neue Heimat finden, wie Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer in der Pressekonferenz erläuterte. Durch die Nutzung des Keller- und Erdgeschosses in einem ersten Schritt vergrößert sich das Platzangebot um mehr als das Doppelte von 198 auf 501 Quadratmeter.

Neben Jugendcafé, Billard-, Party- und Bandräumen stehen auch Areale für Spiele, Büro und Beratung zur Verfügung. Hümmer hob die zentrale Lage, den kosteneffizienten Gebäudeumbau sowie die Nähe zu Sportanlagen und dem Kulturforum als Vorteile hervor. Die beiden bisher diskutierten JuZ-Standorte am Sailer Kellerberg und im Gewerbepark Kaserne hatten sich als „schwer realisierbar“ erwiesen, wie der Rathauschef auf Nachfrage erklärte.

Mehr zum Thema

Kommentare