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TIERISCHES TAGEBUCH

Ehepaar aus Bernau beobachtet von Zuhause die Störche in der Nähe des Bernauer Rathauses

Bahnt sich da in 20 Meter Höhe eine neue Familiengründung an? Seit letztem Jahr beobachtet das Ehepaar Butz das Storchennest auf einer Tanne unweit des Bernauer Rathauses.
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Bahnt sich da in 20 Meter Höhe eine neue Familiengründung an? Seit letztem Jahr beobachtet das Ehepaar Butz das Storchennest auf einer Tanne unweit des Bernauer Rathauses.
  • VonElisabeth Kirchner
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Das Storchennest auf einer 20 Meter hohen Tanne in der Nähe des Bernauer Rathauses bleibt bewohnt. Nachdem sich die Storchen-Eltern im Herbst in den Süden aufgemacht haben, überwinterten die Jungtiere. Seit einem Jahr beobachtet das Ehepaar Butz das Treiben der Weißstörche direkt vor ihrer Haustür.

Bernau – Ingrid und Bernd Butz sind glücklich – täglich genießen sie das Naturschauspiel vor ihrer Haustür: „Die Jungstörche aus dem vergangenen Jahr haben offenbar ihr Nest wieder in Beschlag genommen“, freuen sich die beiden. Eigentlich war der Horst in der Nähe des Bernauer Rathauses nie wirklich leer, denn während die Storchen-Eltern sich im Herbst des vergangenen Jahres in den warmen Süden aufmachten, blieben die beiden Jungen, ein Weibchen und ein Männchen, allein zurück. „Den Winter haben die beiden Jungvögel hier verbracht; das relativ milde Wetter hat wohl geholfen, dass die beiden gut durchgekommen sind“, vermutet das Ehepaar.

Überwinterung von Nahrung abhängig

Grundsätzlich sei eine Überwinterung nicht so stark vom Wetter abhängig, sondern vor allem von der verfügbaren Nahrung“, sagte die Biologin Oda Wieding vom Landesverband für Vogelschutz (LBV) auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir beobachten sogar längere Flüge bis zu 30 Kilometern zu Müllkippen und Kompostanlagen mit entsprechendem Mäuseangebot“, so die Storchenexpertin.

Das Ehepaar Butz, das seit einigen Jahren in Bernau seinen Ruhestand genießt, hat schon im vergangenen Jahr beinahe täglich akribisch das Nest beobachtet, das die Störche im Frühjahr 2020 aus Ästen, Stroh und Gras hoch oben auf einer 20 Meter hohen Tanne gebaut hatten. „Später haben wir sie brüten sehen“, und als dann die zwei Jungstörche geschlüpft sind, „da war was los“. Ständig hätten die Storcheneltern ihre Küken gefüttert.

Fernglas und guter Kamera ausgestattet

Sie könnten ein Tagebuch schreiben, „so viel gibt es zu erzählen und zu berichten“, begeistern sich Ingrid und Bernd Butz. Mit Fernglas und guter Kamera ausgestattet, haben sie sich wöchentlich mehrmals davon überzeugt, dass es der Storchenfamilie nahe dem Bernauer Kurpark gut geht. Oftmals hätten die beiden Eltern die Flügel über ihrem Nachwuchs ausgebreitet. Besonders gut konnten sie das Wechseln des Federkleids beobachten. Anfangs waren die jungen Vögel noch grau, hatten dunkle, fast schwarze Schnäbel, aber nach wenigen Wochen war nur noch – abgesehen von der Größe – lediglich am dunklen Schnabel auszumachen, wer Jung- und wer Altvogel ist. Amüsiert hat das Ehepaar die ersten die ersten Flugversuche, „wie auf einem Trampolin sind die Jungvögel auf- und abgehüpft, und schließlich haben sie sich in die Tiefe gestürzt“.

Großen Nahrungsvorrat angefressen

Als Mitte August die Zeit des Aufbruchs in den Süden nahte, hat die gesamte Storchenfamilie nach den Schilderungen des Ehepaars das Nest verlassen, um sich zunächst einen großen Nahrungsvorrat anzufressen und dann im Herbst nach Süden zu fliegen. Leider sei der Kleinere der beiden Jungstörche wohl zu schwach gewesen, um mitzufliegen, er habe weiter den Horst bewohnt. Dann sei im Winter ein zweiter Storch aufgetaucht. Nach kurzem Geklapper habe der „neue“ Storch auch den Horst beziehen dürfen. Familie Butz vermutet, dass der „neue“ Storch das Geschwister ist.

Oder ist es ein neuer Storch, bahnt sich da etwas an? Man darf gespannt sein, was es bald an Neuigkeiten aus dem Storchennest zu berichten gibt. Wer jetzt schon die Störche bewundern will, dem seien die Wiesen südlich der Tennishalle empfohlen. Bei schönem Wetter sind die beiden Störche dann oftmals nachmittags von dort aus zu bewundern.

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